Vergleichsweise wenige Deutsche besitzen ein Eigenheim. Die Wohneigentumsquote in Deutschland zeigt zwar einen positiven Trend, dennoch leben die wenigsten Deutschen tatsächlich im Eigenheim. Nur etwas mehr als die Hälfte der Immobilieneigentümer:innen leben selbst in Ihren Wohnungen/Häusern.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist Deutschland weit abgeschlagen!
Aber warum ist die Wohneigentumsquote in Deutschland so niedrig?

Einer der wichtigsten Gründe sind die hohen Baukosten. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland bei den Baukosten ganz oben.
Natürlich, die traditionell sehr massive Bauweise in Deutschland hat ihren Preis. Hinzu kommen die immer höher werdenden energetischen Anforderungen und die gestiegenen Roh- und Baustoffpreise. Erschließungskosten für Baugrundstücke und die Grunderwerbssteuer tragen ebenfalls dazu bei.

Die folgenden 4 Faktoren tragen ebenso ihren Teil dazu bei.

Kulturelle Präferenzen: In Deutschland gibt es eine historisch gewachsene Kultur des Mietens, bei der das Mietwohnen als eine akzeptierte und bevorzugte Form der Wohnsituation betrachtet wird. Viele Menschen schätzen die Flexibilität und Mobilität, die das Mieten bietet und sehen den Erwerb von Wohneigentum nicht unbedingt als primäres Lebensziel an.

Mietrechtliche Regelungen: Das deutsche Mietrecht bietet im Vergleich zu einigen anderen europäischen Ländern Mieterschutz und langfristige Mietverträge. Dies kann dazu führen, dass Menschen weniger Anreize haben, Wohneigentum zu erwerben, da sie sich in ihrer gemieteten Unterkunft sicher und geschützt fühlen.

Hohe Mietpreise in Ballungsgebieten: In einigen deutschen Großstädten wie München, Hamburg oder Berlin sind die Mietpreise im Vergleich sehr hoch. Dies kann es für viele Menschen schwierig machen, genügend Ersparnisse anzusammeln, um den Kauf eines Eigenheims zu finanzieren. Die hohen Immobilienpreise in einigen Ballungsgebieten können auch dazu führen, dass der Erwerb von Wohneigentum als finanziell unerschwinglich angesehen wird.

Stabile Wirtschaftslage: Deutschland hat eine stabile Wirtschaft und ein gut ausgebautes Sozialsystem, das den Menschen eine gewisse Sicherheit bietet. Dies kann dazu führen, dass weniger Menschen den Bedarf sehen, in Wohneigentum zu investieren, um sich gegen wirtschaftliche Unsicherheiten abzusichern.

Abschließend einige Fakten:
Durch diverse Maßnahmen der Bundesregierung soll die Bildung von Wohneigentum vereinfacht werden.
Das solche Maßnahmen funktionieren können, zeigen einige andere Länder.
Großbritannien hat eine sehr hohe Grunderwerbssteuer. Für den Kauf kleiner und günstiger Wohnungen wurde diese deutlich gesenkt.
Unser Nachbar Frankreich bietet Sozialdarlehen zur Immobilienfinanzierung an. 
Und in den Niederlanden greift eine Ausfallversicherung bei Hypothekendarlehen.
All diese Länder haben eine deutlich höhere Eigentumsquote als Deutschland.

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