Beim Smart Metering geht es um die Messung von elektrischer Energie, Wärme, Gas oder Wasser mithilfe intelligenter Zähler. Im Gegensatz zu ihren meist analogen Vorgängern können diese Energie- und Medienzähler nicht nur messen, sondern auch die Daten digital auswerten und sie anschließend direkt an den Netzbetreiber übermitteln.

Mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende hat die Bundesregierung bereits im Jahr 2015 die Smart-Metering-Pflicht eingeführt. Das „Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende“ erweitert diese Pflicht und trat am 27. Mai 2023 in Kraft. Es enthält einen Plan für die Umrüstung und soll dazu beitragen, die digitale Messtechnik rasch auszubauen. Während der Einbau für Betreiber von Anlagen mit einem Verbrauch von mehr als 10.000 Kilowattstunden Strom pro Monat bereits seit einiger Zeit Pflicht ist, sind nun auch Anlagen mit einem Verbrauch von 6.000 bis 10.000 Kilowattstunden bzw. Photovoltaikanlagen mit mindestens sieben Kilowatt peak Leistung an der Reihe. Ab 2025 sollen diese schrittweise umgerüstet werden.

Die Verantwortung für den Einbau der Geräte liegt bei den Messstellenbetreibern. Um Verbraucher vor zu hohen Kosten zu schützen, hat der Gesetzgeber vorsorglich Preisobergrenzen für den Einbau der Zähler und den Betrieb der Messstellen festgelegt. Diese liegen bei 20 Euro pro Jahr und Messstelle für Anschlüsse mit einem jährlichen Stromverbrauch von bis zu 10.000 Kilowattstunden. Steht die Nachrüstung der Technik an, informieren die zuständigen Stellen Haushalte mindestens drei Monate im Voraus.

Aber auch private Hausbesitzer und Mieter können von Smart Metering profitieren. Sie können von günstigeren Stromtarifen profitieren, da intelligente Zähler, die mit der Kennzeichnung Smart Grid Ready versehen sind, Haushaltsgeräte immer dann starten können, wenn die elektrische Energie günstig ist. Spülmaschinen oder Waschmaschinen beginnen beispielsweise automatisch mit ihrem Betrieb, wenn überschüssiger Strom aus Sonnen- oder Windkraftanlagen vorhanden ist. Darüber hinaus profitieren Verbraucher von einer höheren Transparenz. Sie kennen ihren Stromverbrauch in Echtzeit und können die Abrechnung der Versorger besser überprüfen. Ein weiterer Vorteil: Durch Smart Metering lassen sich stromfressende Geräte im Haus identifizieren. Der Austausch dieser Geräte ist wiederum mit hohen Einsparungen verbunden. 

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