Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland rund 57 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt – ein Anstieg von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei waren Windenergie, Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft die zentralen Quellen, wobei Windenergie mit 45 Prozent den größten Anteil ausmachte. Die Photovoltaik profitierte von mehr Sonnenstunden und Erweiterungen der Anlagen und hat bereits das gesetzte Ausbauziel für 2026 erreicht.
Auch im Wärmebereich zeigen erneuerbare Energien Fortschritte: Die Nutzung von Umweltwärme und Geothermie durch Wärmepumpen stieg um 19 Prozent. Solarthermie und Biomasse legten ebenfalls zu, sodass die erneuerbare Wärmeerzeugung insgesamt um drei Prozent wuchs. Die kühle Witterung im ersten Quartal erhöhte den Heizbedarf und trug zum Zuwachs bei.
Im Verkehrssektor wuchs der Anteil erneuerbarer Energien um 13 Prozent, vor allem durch den verstärkten Einsatz von Biokraftstoffen wie Biodiesel und den deutlichen Zuwachs bei der Elektromobilität. Elektrofahrzeuge mit grünem Strom trugen maßgeblich zu diesem Wachstum bei. Die Erhöhung der Treibhausgasminderungsquote stimulierte den Absatz von Biokraftstoffen weiter.
UBA-Präsident Dirk Messner betont die Notwendigkeit, den Ausbau von Wind- und Solartechnologien weiter zu beschleunigen. Gleichzeitig fordert er eine schnellere Verbreitung von Elektroautos und Wärmepumpen sowie den Ausbau von Großbatteriespeichern, um das Stromsystem flexibler zu machen. Nur durch die gemeinsame Beschleunigung in allen Sektoren können die Klimaziele Deutschlands erreicht werden.
Diese Entwicklung zeigt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien sowohl in der Stromversorgung als auch in Wärme und Verkehr voranschreitet, aber weitere Maßnahmen erforderlich sind, um die Klimawende effektiv umzusetzen.


