Solarenergie sorgt in Deutschland für deutlich niedrigere Strompreise. Eine aktuelle Studie zeigt, dass der Börsenpreis für Strom im Jahr 2024 dank des Solar-Ausbaus um etwa 15 Prozent gesunken ist. Verbraucher, Gewerbe und Industrie profitieren dadurch jährlich von Einsparungen in Milliardenhöhe. Diese Entwicklung hat maßgeblich zur Preissenkung auf dem Strommarkt beigetragen.
Trotz dieser Erfolge plant Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche eine Reduzierung der staatlichen Förderung für kleine Photovoltaik-Anlagen. Die Einspeisevergütung, die Betreibern bisher 20 Jahre lang pro Kilowattstunde garantierte Zahlungen sichert, könnte fallen. Dies weckt Sorgen in der Solarwirtschaft, denn eine geringere Förderung könnte die Nachfrage nach neuen Solaranlagen nachhaltig dämpfen. Das würde den positiven Preiseffekt umkehren und die Vorteile für Verbraucher schmälern.
Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) warnt vor einer Kürzung der Förderungen. Damit Solarenergie auch künftig maßgeblich zur Senkung der Strompreise beiträgt und Deutschlands Klimaziele unterstützt, muss der Ausbau der Photovoltaik gesetzlich gesichert und intensiv vorangetrieben werden. Zudem steigt der Strombedarf durch Technologien wie Künstliche Intelligenz, E-Mobilität und Wärmepumpen stark an – ein weiterer Grund, erneuerbare Energien konsequent zu fördern. Der BSW fordert daher einen verlässlichen Investitionsrahmen und weniger Marktbarrieren, um die Vorteile der Solarenergie langfristig zu erhalten und auszubauen.


