Wärmepumpe statt Öl- oder Gasheizung: Warum du deinen Schornstein abmelden solltest

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Du planst den Umstieg von deiner alten Öl- oder Gasheizung auf eine Wärmepumpe? Dann solltest du wissen, dass dieser Wechsel mit gesetzlichen Pflichten verbunden ist. Wenn du nicht aktiv wirst, drohen dir unnötige Kosten.

Diese Pflichten hast du beim Heizungstausch

Die Stilllegung deiner alten Heizung musst du beim zuständigen Schornsteinfeger anzeigen. Legst du eine Gasheizung still, musst du zusätzlich deinen Gasversorger informieren. Darauf weist der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) hin.

Warum dein Schornstein überflüssig wird

Eine Wärmepumpe benötigt keinen Abzug – anders als Gas- oder Ölheizungen. Dein Schornstein erfüllt damit keinen Nutzen mehr und kann abgemeldet werden. Das ist wichtig, denn ohne Abmeldung kann der zuständige Schornsteinfeger weiterhin eine kostenpflichtige Überprüfung der Abgasanlage verlangen. Je nach Umfang – etwa Kehren, Messung oder Feuerstättenschau – kommen so 50 bis 70 Euro auf dich zu. Erst nach der ordnungsgemäßen Stilllegung entfällt diese Kontrollpflicht.

Warum sich die Stilllegung lohnt

Der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks bestätigt: Ist an einen Schornstein keine betriebsbereite Feuerstätte mehr angeschlossen, unterliegt dieser grundsätzlich nicht mehr den regelmäßigen Kehr- und Überprüfungspflichten. Dennoch ist eine offizielle Stilllegung empfehlenswert, wenn du dauerhaft keine Feuerstätte mehr nutzt.

Mit der Stilllegung dokumentierst du, dass der Schornstein außer Betrieb ist – in der Regel entfallen damit auch weitere Kontrollen. Hintergrund sind die Betriebs-, Brand- und Verkehrssicherheit, insbesondere der bauliche Zustand des Schornsteins wie Standsicherheit, Feuchteschäden oder Abdeckungen. Die Abmeldung erfolgt schriftlich.

Vorübergehende oder permanente Stilllegung?

Bei der Wahl der richtigen Variante hast du zwei Möglichkeiten:

Bei der vorübergehenden Stilllegung bleibt dein Schornstein funktionsfähig. Er wird lediglich mit einer Kappe vor Feuchtigkeit geschützt. Diese Variante solltest du wählen, wenn du dir eine spätere Installation eines Kaminofens offenhalten möchtest. Allerdings können hier weiterhin kostenpflichtige Prüf- und Kehrtermine anfallen.

Bei der permanenten Stilllegung werden die Anschlussöffnungen zugemauert oder anderweitig dauerhaft verschlossen, und der Schacht wird mit einer Kappe vor Feuchtigkeit geschützt. Die Prüf- und Kehrpflicht entfällt vollständig. Eine spätere Wiederinbetriebnahme ist zwar möglich, aber mit deutlich höheren Kosten verbunden. Zudem ist dabei eine erneute Abnahme durch den Schornsteinfeger nötig.

Bild von Thomas Wolter-Roessler

Thomas Wolter-Roessler

Dipl.-Ing. (DH) Mechatronik 20+ yrs. factory planning, organizational development, change management and strategy consulting. Founding- and Leadership experience.