Sieben ausgezeichnete Projekte zeigen nachhaltige Bauideen im Gebäudebestand

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Nachhaltiges Bauen im Gebäudebestand spielt eine zentrale Rolle für Umwelt- und Klimaschutz. Am 6. Mai 2026 wurden in Berlin sieben herausragende Bauprojekte mit dem Bundespreis UMWELT & BAUEN ausgezeichnet. Diese Projekte zeigen, wie man durch klugen Umgang mit Bestandsgebäuden ökologisch, funktional und ästhetisch Maßstäbe setzen kann – und das oft trotz begrenzter Budgets.

Der Preis würdigt drei Preisträger in den Kategorien Wohngebäude und Nichtwohngebäude: Das Wohn- und Gemeinschaftsprojekt Collegium Academicum in Heidelberg, die Mehrzweckhalle Ingerkingen sowie das Integrative Familienzentrum in Dresden. Besonders beeindruckend ist der respektvolle Umgang mit der Bausubstanz, wie z.B. die Umwandlung einer ehemaligen Kaserne in sozialen Wohnraum oder die Revitalisierung einer Schokoladenfabrik als Familienzentrum.

Neben den Preisträgern erhielten weitere vier Projekte besondere Anerkennung, darunter innovative Bauprodukte und technische Neuerungen. Die Jury bewertete neben der ökologischen Qualität auch die Baukosten, die eine entscheidende Rolle für die praktische Umsetzbarkeit nachhaltiger Bauvorhaben spielen. Entgegen der Annahme, dass nachhaltiges Bauen zwangsläufig teurer sein muss, zeigen die Wettbewerbsdaten, dass umweltfreundliche Lösungen oft wirtschaftlich tragfähig sind.

Bundesumweltminister Carsten Schneider betont: Nachhaltiges Bauen heißt vor allem nachhaltiges Umbauen. Die langfristige Weiternutzung und sorgfältige Modernisierung von Gebäuden spart Ressourcen und trägt wesentlich zum Klimaschutz bei. Lilian Busse, Vizepräsidentin des Umweltbundesamts, hebt den Mut der Projektteams hervor, die mit ihren Vorbildern den Weg für die Bauwende ebnen.

Die parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter unterstreicht, dass gute Planung und das bewusste Entscheiden für das Wesentliche oft bessere ökologische und wirtschaftliche Ergebnisse als aufwendige technische Ausstattung bringen.

Diese Auszeichnung zeigt deutlich: Nachhaltiges Bauen im Bestand ist vielfältig, inspirierend und vor allem nötig – für eine zukunftsfähige Baukultur mit geringem Ressourcenverbrauch.