Erneuerbare Energien wachsen 2026 in allen Sektoren: Strom, Wärme und Verkehr profitieren stark

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Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland rund 57 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt – ein Anstieg von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei waren Windenergie, Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft die zentralen Quellen, wobei Windenergie mit 45 Prozent den größten Anteil ausmachte. Die Photovoltaik profitierte von mehr Sonnenstunden und Erweiterungen der Anlagen und hat bereits das gesetzte Ausbauziel für 2026 erreicht.

Auch im Wärmebereich zeigen erneuerbare Energien Fortschritte: Die Nutzung von Umweltwärme und Geothermie durch Wärmepumpen stieg um 19 Prozent. Solarthermie und Biomasse legten ebenfalls zu, sodass die erneuerbare Wärmeerzeugung insgesamt um drei Prozent wuchs. Die kühle Witterung im ersten Quartal erhöhte den Heizbedarf und trug zum Zuwachs bei.

Im Verkehrssektor wuchs der Anteil erneuerbarer Energien um 13 Prozent, vor allem durch den verstärkten Einsatz von Biokraftstoffen wie Biodiesel und den deutlichen Zuwachs bei der Elektromobilität. Elektrofahrzeuge mit grünem Strom trugen maßgeblich zu diesem Wachstum bei. Die Erhöhung der Treibhausgasminderungsquote stimulierte den Absatz von Biokraftstoffen weiter.

UBA-Präsident Dirk Messner betont die Notwendigkeit, den Ausbau von Wind- und Solartechnologien weiter zu beschleunigen. Gleichzeitig fordert er eine schnellere Verbreitung von Elektroautos und Wärmepumpen sowie den Ausbau von Großbatteriespeichern, um das Stromsystem flexibler zu machen. Nur durch die gemeinsame Beschleunigung in allen Sektoren können die Klimaziele Deutschlands erreicht werden.

Diese Entwicklung zeigt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien sowohl in der Stromversorgung als auch in Wärme und Verkehr voranschreitet, aber weitere Maßnahmen erforderlich sind, um die Klimawende effektiv umzusetzen.

Steigende Strompreise trotz günstiger grüner Energie – So erklärst Du Dir den Trend

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Obwohl immer mehr erneuerbare Energien sprichwörtlich günstiger werden, steigen die Strompreise weiterhin an. Das sorgt verständlicherweise für Zweifel an der Behauptung, dass grüner Strom günstiger ist. Ein Blick auf die historischen Preise zeigt, dass die Stromkosten in Deutschland von 2015 bis 2024 um fast 33 Prozent gestiegen sind. Während 2015 eine Kilowattstunde Strom rund 27,5 Cent kostete, liegt der durchschnittliche Preis heute bei etwa 36,5 Cent.

Wie kann das sein, wenn Strom aus Photovoltaik oder Windkraft doch deutlich günstiger produziert wird? Die Antwort liegt in den Zusatzkosten und Marktmechanismen. Zwar sind die reinen Herstellungskosten für erneuerbare Energien niedriger – insbesondere wenn man Folgekosten durch Umweltschäden oder Gesundheitsausgaben bei fossilen Energien mitberücksichtigt. Aber für die Energiewende muss das Stromnetz umfassend ausgebaut werden, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Zum Beispiel sind riesige Energiespeicher oder neue Wasserstoffkraftwerke notwendig, die den Strom zur Verfügung stellen, wenn Sonne und Wind nicht reichen.

Diese Investitionen erhöhen die Produktionskosten und treiben gleichzeitig die Netzentgelte in die Höhe, was letztlich den Endverbraucherpreis belastet. Zusätzlich beeinflusst die sogenannte „Merit Order“ an der Strombörse die Preise entscheidend. Hier bestimmt das zuletzt eingesetzte Kraftwerk den Preis für alle. Da dieses Grenzkraftwerk häufig ein teures Kohle- oder Gaskraftwerk ist, bleiben die Strompreise trotz hohen Anteils an grüner Energie auf hohem Niveau.

Für einen faireren Vergleich nutzt man die Stromgestehungskosten, die alle Kosten einer Anlage über ihre Lebensdauer verteilt betrachten. Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) liegen die Gestehungskosten für Strom aus Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach zwischen 5 und 20 Cent pro Kilowattstunde, bei Windkraft-Anlagen an Land sogar nur zwischen 4 und 8 Cent. Zum Vergleich: Braunkohle kostet zwischen 10 und 15 Cent, Erdgas bis zu 29 Cent pro Kilowattstunde.

Fazit: Grüner Strom ist an sich günstiger, doch der Preis für den Verbraucher wird durch Netzinvestitionen und Marktmechanismen beeinflusst, was die steigenden Strompreise erklärt. Für Dich bedeutet das, dass eine zukunftsfähige und kostengünstigere Energieversorgung neben dem Ausbau erneuerbarer Energien auch den Ausbau der Infrastruktur und eine Reform des Strommarktes benötigt.

Energieausweis für Wohngebäude: Aufbau, Kennwerte und Effizienzklassen einfach erklärt

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Was ist ein Energieausweis?

Der Energieausweis ist so etwas wie ein Steckbrief für dein Wohngebäude. Er gibt dir durch verschiedene Angaben ein Bild von der Energieeffizienz eines Hauses und enthält zusätzlich Empfehlungen zur kostengünstigen Modernisierung. In diesem Beitrag erfährst du, was alles im Energieausweis steht.

Mit dem Energieausweis kannst du Gebäude energetisch leichter miteinander vergleichen. Um den energetischen Zustand von Gebäuden zu bewerten, schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in den meisten Fällen einen Energieausweis vor. Er enthält allgemeine Angaben zum Haus, zu den verwendeten Energieträgern wie Gas, Holzpellets oder Strom sowie die Energiekennwerte des Gebäudes. Neuere Ausweise für Wohngebäude führen zudem – ähnlich wie Elektrogeräte – eine Energieeffizienzklasse von A+ bis H auf.

Wichtig zu wissen: Bei einem Wohngebäude wird der Ausweis für das ganze Gebäude ausgestellt, nicht für eine einzelne Wohnung. Gibt es im Gebäude neben Wohnungen auch anders genutzte Räume mit einer Fläche von über 10 Prozent, ist ein eigener Energieausweis nötig.

Wozu dient die Registriernummer?

Aktuelle Ausweise enthalten eine Registriernummer, die beim Deutschen Institut für Bautechnik beantragt wird. Damit können Behörden Energieausweise stichprobenartig kontrollieren, um die Qualität der Dokumente zu verbessern. Untersuchungen haben nämlich teils erhebliche Qualitätsmängel festgestellt. Aussteller:innen müssen Kopien der ausgestellten Ausweise zwei Jahre lang aufbewahren.

Wie ist ein Energieausweis aufgebaut?

Die erste Seite enthält allgemeine Angaben zum Gebäude:

– die Adresse
– das Baujahr des Gebäudes
– die Art der Anlagentechnik
– die Anzahl der Wohnungen
– Aussagen zu erneuerbaren Energien
– zur Gebäudebelüftung und ggf. -kühlung
– zur Inspektionspflicht für Klimaanlagen

Außerdem ist vermerkt, welches Berechnungsverfahren genutzt wurde: bedarfsorientiert oder verbrauchsorientiert.

Beim Bedarfsausweis wird die energetische Qualität auf Grundlage eines berechneten Energiebedarfs ermittelt. Die Kennwerte findest du auf Seite 2, ebenso Angaben zu Treibhausgasemissionen und erneuerbaren Energien. Beim Verbrauchsausweis wird der gemessene Energieverbrauch herangezogen, die Kennwerte stehen dann auf Seite 3.

Die Kennwerte geben den jährlichen Verbrauch in Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche an. Je höher der Wert, desto schlechter der energetische Zustand. Der farbige Bandtacho und die Einteilung in Effizienzklassen helfen dir beim Vergleich.

Achtung: Die Kennwerte beziehen sich nicht auf die Wohnfläche, sondern auf die Gebäudenutzfläche A(N), also die gesamte beheizte oder gekühlte Raumfläche. Sie ist meist etwas größer als die Wohnfläche.

Seite 4 enthält kostengünstige Vorschläge zur Verbesserung der Energieeffizienz. Seite 5 liefert abschließende Erläuterungen.

Primärenergie- und Endenergie-Kennwert

Der Primärenergie-Kennwert zeigt, wie viel Energie insgesamt nötig ist, um dein Gebäude mit Heizwärme und Warmwasser zu versorgen, inklusive der Energie für Gewinnung, Verarbeitung und Transport. Er ist vor allem für den Klimaschutz relevant. Je kleiner der Wert, desto klimafreundlicher.

Der Endenergie-Kennwert gibt an, wie viel Energie direkt am Gebäude für Heizung, Warmwasser und Lüftung ankommt. Er ist der wichtigste Anhaltspunkt für den praktischen Energieverbrauch vor Ort.

Ein guter Primärenergie-Kennwert allein bedeutet aber nicht automatisch eine gute Bilanz: Ein Haus mit Pelletheizung kann trotz guten Werts durch schlechte Dämmung hohe Energiekosten verursachen.

Musst du Modernisierungen umsetzen?

Der Energieausweis dokumentiert nur den energetischen Ist-Zustand. Als Eigentümer:in bist du nicht verpflichtet, die Vorschläge umzusetzen. Auch das GEG fordert nur in wenigen Fällen eine Nachrüstung.

Trotzdem lohnt sich eine energetische Sanierung: Du senkst die Heizkosten, steigerst den Immobilienwert und verbesserst deine Vermietungs- oder Verkaufschancen. Informiere dich am besten in einer individuellen Energieberatung, zum Beispiel bei deiner Verbraucherzentrale.

Bedarfsausweis vs. Verbrauchsausweis

Beim Bedarfsausweis wird der Energiebedarf anhand der Gebäude- und Heizungseigenschaften berechnet. Beim Verbrauchsausweis wird er auf Basis gemessener Verbräuche bestimmt. Der Verbrauchskennwert ist häufig niedriger, also günstiger.

Wann kann ich ein Bedarfsausweis und wann einen Verbrauchsausweis bestellen?

Verbrauchsausweis
  • Basiert auf dem tatsächlichen Energieverbrauch der letzten 3 Jahre
  • Einfach zu erstellen, wenn Verbrauchsdaten vollständig vorliegen
  • Gut geeignet für mehrfach genutzte oder vermietete Gebäude
  • Günstiger und schneller – aber abhängig vom Verhalten der Bewohner:innen
Bedarfsausweis
  • Ermittelt den theoretischen Energiebedarf auf Basis des Gebäudezustands
  • Unabhängig vom Nutzerverhalten – dadurch objektiver und genauer
  • Pflicht bei Neubauten, leerstehenden Gebäuden oder Altbauten ohne Daten
  • Erfordert Fotos, Grundrisse und einige technische Angaben – trotzdem bequem digital bei vreed
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Gebäude mit dem Energieausweis vergleichen

Zur Orientierung nennt der Ausweis typische Vergleichswerte:

– Ein typischer Neubau liegt bei 30 bis 40 kWh pro m² und Jahr (Klasse A).
– Der Durchschnitt der Wohngebäude in Deutschland liegt bei rund 150 kWh pro m² und Jahr (Klasse E).
– Unsanierte Einfamilienhäuser liegen mit über 200 kWh pro m² und Jahr in Klasse G oder H.

Da Dämmstandards und Heizungsanlage nicht einzeln bewertet werden, lassen sich Schwachstellen ohne Vor-Ort-Besichtigung kaum ablesen.

Energieverbrauch und -kosten abschätzen

Der reale Verbrauch hängt stark vom Standort, der Witterung und deinem Heizverhalten ab. Beim Bedarfsausweis wird eine Raumtemperatur von 20 °C angenommen, jedes Grad mehr erhöht den Verbrauch um rund 6 Prozent.

So kannst du dich an den ungefähren jährlichen Energiekosten pro Quadratmeter Wohnfläche orientieren:

– A+ (unter 30 kWh/m²/Jahr): etwa 3 Euro
– A (30 bis unter 50): 7 Euro
– B (50 bis unter 75): 11 Euro
– C (75 bis unter 100): 16 Euro
– D (100 bis unter 130): 21 Euro
– E (130 bis unter 160): 26 Euro
– F (160 bis unter 200): 32 Euro
– G (200 bis unter 250): 40 Euro
– H (über 250): 50 Euro und mehr

Die Werte beziehen sich auf die Endenergie und verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer.

Worauf solltest du bei Wohnungsanzeigen achten?

Laut GEG müssen in Immobilienanzeigen folgende Angaben stehen:

– die wichtigsten energetischen Kenndaten (Energiebedarf oder -verbrauch)
– der Energieträger für die Heizung (z. B. Holzpellets oder Gas)
– die Art der Beheizung
– das Baujahr des Gebäudes

Achte darauf, dass Energie-Kennwert und Effizienzklasse (A+ bis H) genannt sind.

Tipps für die Besichtigung

Verlass dich nicht nur auf den Ausweis, sondern achte bei der Besichtigung auf:

– Wärmedämmung: optimal sind gedämmte Außenwände, Kellerdecke und oberste Geschossdecke bzw. Dach.
– Fenster und Türen: Wärmeschutzverglasung mit zwei Scheiben und winddichte Ausführung sollten Standard sein.
– Lage der Wohnung: Wohnungen mit vielen Außenwänden brauchen mehr Heizenergie. Frag nach früheren Heizkostenabrechnungen.
– Heizung: Der Energieträger beeinflusst die Kosten maßgeblich.
– Warmwasser: Bei hohem Verbrauch ist zentrale Erwärmung günstiger, bei niedrigem können moderne Durchlauferhitzer günstiger sein.

Wie sinnvoll ist eine Energieberatung?

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Energieberatungen für Wohngebäude finanziell. Registrierte Energieberater:innen ermitteln den Ist-Zustand und erstellen ein Sanierungskonzept. Optimal ist die Vor-Ort-Beratung mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP), der zeigt, wie du dein Haus schrittweise oder komplett sanieren kannst. Dafür gibt es zusätzlich Fördergeld.

Wenn der Energieausweis mit einem BAFA-Beratungsbericht verbunden werden soll, brauchst du eine Person, die sowohl nach GEG als auch beim BAFA zugelassen ist. Planst du einzelne Maßnahmen wie Heizungsaustausch, Dämmung oder neue Fenster, lohnt sich eine Energieberatung ebenfalls.

E3/DC untersucht Netzverträglichkeit von 110.000 PV-Anlagen: Keine Überlastungen trotz Sonnenschein

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Am Pfingstwochenende 2026 hat E3/DC die Netzverträglichkeit von 110.000 Photovoltaik(PV)-Anlagen bundesweit geprüft. Trotz hoher Sonneneinstrahlung und geringer Stromnachfrage haben die Niederspannungsnetze den erzeugten Solarstrom problemlos aufnehmen können. Die Anlagen verfügen jeweils über eine Leistung von 10 Kilowatt und sind als sogenannte „Hauskraftwerke“ installiert.

Die Auswertung zeigt, dass es auch in Regionen mit hoher Dichte an PV-Anlagen keine Überlastungen der Ortsnetze gab und nur eine minimale Anzahl von Anlagen zeitweise und normgerecht abschaltete. Damit widerlegt die Untersuchung den oft geäußerten Eindruck, dass die Netze ohne teure Erweiterungen keine weiteren erneuerbaren Energien aufnehmen können.

Laut E3/DC verbleibt der erzeugte Strom meist im Verteilnetz und wird dort saisonal komplett verbraucht. Über 80 Prozent der Hausanschlüsse hatten sogar größere Spannungsreserven. Dies bedeutet, dass die bestehende Netzinfrastruktur für die Einspeisung kleinerer Anlagen bis 30 kWp gut gerüstet ist.

Dr. Andreas Piepenbrink, CEO von E3/DC, betont, dass die Einspeisevergütung für Kleinanlagen sinnvoll ist, da es keine günstigere lokale Versorgung für Nachbarn gibt. Er spricht sich gegen eine pauschale Direktvermarktung aus, die für kleine Erzeuger bürokratische und finanzielle Hürden verursachen würde. „Physikalisch betrachtet ist Energy Sharing bereits im Ortsnetz vorhanden“, so Piepenbrink, der einen flächendeckenden Ausbau moderner Gebäude mit lokaler Energieversorgung unterstützt.

Diese Untersuchung liefert wichtige Erkenntnisse zur stabilen Integration von Solarstrom im Verteilnetz und unterstreicht die Bedeutung von praxisnahen politischen Rahmenbedingungen für die Energiewende.

Photovoltaik, Wärmepumpen & Co: KMU setzen verstärkt auf energetische Sanierungen

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Die Bereitschaft kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in energetische Sanierungen zu investieren, nimmt deutlich zu. Rund 75 % der KMU verfügen über selbstgenutzte Immobilien, von denen etwa die Hälfte innerhalb der nächsten fünf Jahre energetisch saniert werden soll – ein deutlicher Anstieg gegenüber vor zwei Jahren. Insbesondere mittlere Unternehmen und Betriebe mit hohem Energieverbrauch zeigen großes Interesse an energetischen Maßnahmen wie der Installation von Photovoltaik-Anlagen, Stromspeichern und Wärmepumpen.

Im Schnitt planen diese Unternehmen, etwa 130.000 Euro in Sanierungsprojekte zu investieren, wobei ein Viertel dieser Summe typischerweise über Kredite finanziert wird. Rückblickend haben in den vergangenen fünf Jahren rund 18 % aller KMU bereits mindestens eine energetische Sanierung durchgeführt. Die häufigsten Maßnahmen waren dabei die Installation von Photovoltaik-Anlagen, Wärmedämmungen und effizienteren Heizungsanlagen.

Besonders gefragt sind Anlagen zur Stromgewinnung und -einsparung: 31 % aller planenden KMU setzen hier Prioritäten, wobei 61 % für Photovoltaik-Anlagen und 50 % für Stromspeicher stehen. Auch die Anschaffung von Wallboxen zur Unterstützung von Elektrofahrzeugen findet immer mehr Beachtung. Energiemanagement-Systeme gewinnen ebenfalls an Bedeutung, wenn auch etwas weniger stark nachgefragt.

Das Thema „Energy Sharing“ gewinnt mit der Verfügbarkeit von kostengünstigeren Stromspeichern und richtigen Rahmenbedingungen zunehmend an Relevanz. KMU können nun durch Zusammenarbeit mit benachbarten Betrieben ihre Stromversorgung effizient optimieren.

Darüber hinaus planen 18 % der KMU, ihre Heizungen zu modernisieren. Dabei zieht ein beeindruckender Anteil von 85 % Wärmepumpen oder vergleichbare Technologien auf Basis erneuerbarer Energien in Betracht – ein klarer Trend hin zu nachhaltigen und förderfähigen Wärmequellen. Die breite Streuung der präferierten Technologien zeigt ein intensives Informationsverhalten und einen ausgeprägten Entscheidungsprozess der Unternehmen.

Diese Ergebnisse stammen aus einer aktuellen Studie mit 574 Interviews von (Mit-)Entscheidern in KMU, die die Wertschöpfung repräsentieren. Die Befragung wurde im September 2025 durchgeführt und gibt wertvolle Einblicke in die Investitionsbereitschaft und strategische Ausrichtung von KMU im Kontext der Energiewende.

Wärmepumpe überholt fossile Heizkessel: Das zeigt der aktuelle Ariadne-Report

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Die Wärmepumpe ist 2025 die Nummer eins

Wenn du eine neue Heizung einbaust, greifst du immer häufiger zur Wärmepumpe. 2025 war sie erstmals die am häufigsten neu eingebaute Heizungsart in Deutschland. Das zeigt ein Report des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Kopernikus-Projekts Ariadne auf Basis des „Wärme- & Wohnen-Panels“.

Ein wichtiger Vorteil: Die meisten Wärmepumpen können im Sommer auch kühlen. Ihre zunehmende Verbreitung hilft dir also nicht nur, Emissionen zu senken, sondern unterstützt deinen Haushalt auch dabei, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen.

So funktioniert das Wärme- & Wohnen-Panel

Seit 2021 werden für das Panel jährlich 15.000 Haushalte zu ihrer Heiz- und Wohnsituation befragt. Dabei geht es jedes Jahr um den Stand energetischer Maßnahmen, die finanzielle Belastung durch Haushaltsenergie und die Einstellung zur CO2-Bepreisung. Forschende vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), dem RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und dem Institut der deutschen Wirtschaft fassen im aktuellen Fokusreport die Ergebnisse aus der Befragung im Herbst 2025 zusammen.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

Der Anteil der Haushalte, die im jeweiligen Kalenderjahr eine neue Wärmepumpe installiert haben, stieg von 0,8 Prozent im Jahr 2021 auf 1,9 Prozent im Jahr 2024 und hielt sich 2025 auf diesem Niveau. Damit überholte die Wärmepumpe bei den Neuinstallationen erstmals die überwiegend mit fossilen Brennstoffen betriebenen Heizkessel. Diese wurden 2025 nur noch bei 1,4 Prozent der Haushalte eingebaut, im Jahr 2024 waren es noch 3,0 Prozent.

Warum die Förderung wirkt

Während der Einbau von Wärmepumpen im Gebäudebestand seit 2021 stark angestiegen ist, hat sich der von Heizkesseln halbiert. Das deutet darauf hin, dass sich die fortgesetzte Förderung für Wärmepumpen durch die Bundesregierung positiv auf Investitionsentscheidungen auswirkt. Zudem könnte die Kühlfunktion moderner Wärmepumpen mit zunehmenden Hitzeperioden attraktiver werden.

Wärmepumpen haben die niedrigsten Heizkosten

Der Report liefert auch neue Daten zu den Heizkosten. Insgesamt ist ein rückläufiger Trend sichtbar: Die spezifischen Heizkosten je Quadratmeter Wohnfläche sanken 2025 im Mittel von 17,70 auf 17,00 Euro pro Jahr.

Der Rückgang fiel je nach Energieträger unterschiedlich aus:

– Wärmepumpe: 12,20 Euro pro Quadratmeter – am günstigsten und mit −11,7 Prozent stärkster Rückgang
– Gas: 16,20 Euro pro Quadratmeter – rund 4 bis 5 Prozent günstiger
– Öl: 17,10 Euro pro Quadratmeter – rund 4 bis 5 Prozent günstiger
– Fernwärme: 20,90 Euro pro Quadratmeter – am teuersten und 2,5 Prozent teurer als im Vorjahr

Klimaschutz ja, aber Sorgen um die Kosten

Während die Umrüstung auf nachhaltige Heiztechnik vorankommt, bleibt die Politik dahinter umstritten. Den CO2-Preis, der fossile Brennstoffe zunehmend verteuert, befürworteten im Herbst 2025 nur 35 Prozent der Haushalte, genauso viele wie ein und zwei Jahre zuvor. Ebenfalls 35 Prozent sind dagegen, der Rest ist unentschieden. Gleichzeitig finden 77 Prozent Klimaschutz wichtig.

Die Menschen wollen Klimaschutz, machen sich aber verständlicherweise Sorgen um die Kosten und bezweifeln teilweise, dass der CO2-Preis überhaupt wirkt. Politik und Wissenschaft müssen deshalb klarer kommunizieren, was der CO2-Preis kostet und welchen Nutzen er für das Klima hat. Gleichzeitig sind gezielte Entlastungen für Haushalte mit geringem Einkommen erforderlich, um Klimaschutz und Bezahlbarkeit in Einklang zu bringen.

Fazit: CO2-Preis als Hebel für die Wärmewende

Wichtig ist, dass der CO2-Preis mit gezielter Kompensation und Regulierung ergänzt wird. Ein Mix aus politischen Instrumenten kann sowohl die Effizienz als auch die Akzeptanz von Klimapolitik erhöhen. Obwohl die CO2-Bepreisung wegen der zusätzlichen Kosten oft in der Kritik steht, macht sie den Umstieg auf Wärmepumpen insgesamt attraktiver. Gepaart mit flankierenden Maßnahmen kann sie so zum Hebel für die Wärmewende werden.

Den kompletten Ariadne-Report gibt es hier als PDF zum Download:

Sieben ausgezeichnete Projekte zeigen nachhaltige Bauideen im Gebäudebestand

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Nachhaltiges Bauen im Gebäudebestand spielt eine zentrale Rolle für Umwelt- und Klimaschutz. Am 6. Mai 2026 wurden in Berlin sieben herausragende Bauprojekte mit dem Bundespreis UMWELT & BAUEN ausgezeichnet. Diese Projekte zeigen, wie man durch klugen Umgang mit Bestandsgebäuden ökologisch, funktional und ästhetisch Maßstäbe setzen kann – und das oft trotz begrenzter Budgets.

Der Preis würdigt drei Preisträger in den Kategorien Wohngebäude und Nichtwohngebäude: Das Wohn- und Gemeinschaftsprojekt Collegium Academicum in Heidelberg, die Mehrzweckhalle Ingerkingen sowie das Integrative Familienzentrum in Dresden. Besonders beeindruckend ist der respektvolle Umgang mit der Bausubstanz, wie z.B. die Umwandlung einer ehemaligen Kaserne in sozialen Wohnraum oder die Revitalisierung einer Schokoladenfabrik als Familienzentrum.

Neben den Preisträgern erhielten weitere vier Projekte besondere Anerkennung, darunter innovative Bauprodukte und technische Neuerungen. Die Jury bewertete neben der ökologischen Qualität auch die Baukosten, die eine entscheidende Rolle für die praktische Umsetzbarkeit nachhaltiger Bauvorhaben spielen. Entgegen der Annahme, dass nachhaltiges Bauen zwangsläufig teurer sein muss, zeigen die Wettbewerbsdaten, dass umweltfreundliche Lösungen oft wirtschaftlich tragfähig sind.

Bundesumweltminister Carsten Schneider betont: Nachhaltiges Bauen heißt vor allem nachhaltiges Umbauen. Die langfristige Weiternutzung und sorgfältige Modernisierung von Gebäuden spart Ressourcen und trägt wesentlich zum Klimaschutz bei. Lilian Busse, Vizepräsidentin des Umweltbundesamts, hebt den Mut der Projektteams hervor, die mit ihren Vorbildern den Weg für die Bauwende ebnen.

Die parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter unterstreicht, dass gute Planung und das bewusste Entscheiden für das Wesentliche oft bessere ökologische und wirtschaftliche Ergebnisse als aufwendige technische Ausstattung bringen.

Diese Auszeichnung zeigt deutlich: Nachhaltiges Bauen im Bestand ist vielfältig, inspirierend und vor allem nötig – für eine zukunftsfähige Baukultur mit geringem Ressourcenverbrauch.

Wärmepumpen-Boom in Europa: Wachstum um 17 % im ersten Quartal 2026

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Der europäische Wärmepumpenmarkt erlebt im ersten Quartal 2026 eine deutliche Erholung und wächst spürbar. Rund 575.000 Geräte wurden in elf europäischen Ländern verkauft – ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders Frankreich, Deutschland und Polen führten mit durchschnittlich 25 Prozent Steigerung den Aufschwung an. Einzig Österreich verzeichnete aufgrund fehlender staatlicher Förderungen einen Rückgang der Verkäufe um 30 Prozent.

Diese Entwicklung fällt in eine Phase hoher Energiepreisunsicherheit, die auch auf die Sperrung der Straße von Hormus zurückzuführen ist. Solche geopolitischen Ereignisse haben den Markt erheblich beeinflusst und das Interesse an alternativen Heizlösungen wie Wärmepumpen verstärkt.

Paul Kenny, Generaldirektor der European Heat Pump Association (EHPA), betont, dass Verbraucher Wärmepumpen als verlässliche Alternative angesichts steigender Gas- und Ölpreise wahrnehmen. Die EU-Kommission unterstützt diesen Trend mit Maßnahmen wie Mehrwertsteuer- und Steuersenkungen sowie Förderprogrammen für einkommensschwächere Haushalte. Er fordert die EU-Mitgliedsstaaten auf, diese Chancen zügig zu nutzen.

Auch der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) sieht Wärmepumpen als Schlüssellösung für eine klimaneutrale und sichere Wärmeversorgung. Ihre Kombination mit erneuerbaren Energien erhöht die Versorgungssicherheit und reduziert fossile Importe. Die Wärmepumpentechnologie gewinnt somit im Rahmen der Wärmewende kontinuierlich an Bedeutung.

Wenn du über klimafreundliches Heizen nachdenkst, lohnt es sich, jetzt auf Wärmepumpen zu setzen – der Markt wächst stabil und wird von politischen Maßnahmen weiter unterstützt.

Paxos erhält Green Product Award 2026 für integriertes Multi-Energie-PVT-Dachsystem

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Die Paxos Solar GmbH aus Langenfeld wurde für ihr innovatives Multi-Energie-Dach mit dem renommierten Green Product Award 2026 in der Kategorie „Building Design“ ausgezeichnet. Das patentierte System kombiniert Photovoltaik und Solarthermie in einem vollständig integrierten PVT-Dach, das sowohl Strom als auch nutzbare Wärme erzeugt, und das auf einer einzigen, durchgängigen Dachfläche.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Aufdach-PV-Systemen schafft das paXos Multi-Energie-Dach eine homogene und ästhetisch ansprechende Dachfläche, die insbesondere für komplexe Dachformen, denkmalgeschützte Gebäude und architektonisch anspruchsvolle Neubauten geeignet ist. Die werkzeuglose Bauweise ermöglicht eine einfache Installation und den schnellen Austausch einzelner Solarziegel, was Wartung und Flexibilität erleichtert.

Das zweischichtige Design mit einem robusten Stahltrapezblech-Unterdach sorgt für effiziente Hinterlüftung, Wasserführung und erhöhten Wetterschutz. Zudem ist das System bis zu 60 % leichter als viele traditionelle Dacheindeckungen, was die statische Belastung der Dachkonstruktion reduziert.

Besonders vorteilhaft: Die kleinteilige Modulstruktur erlaubt die Nutzung auch von verwinkelten oder komplexen Dachgeometrien. Dadurch kann man bis zu 60 % mehr Photovoltaikfläche realisieren. Zusätzlich vermindert die Nutzung der Dachwärme den Energieverbrauch von Wärmepumpen um bis zu 20 %. Zur Sicherheit und Qualität ist das System nach den internationalen Standards IEC 61215 und IEC 61730 zertifiziert.

Insgesamt bietet das paXos Multi-Energie-Dach eine nachhaltige Lösung, die Energieeffizienz, Design und einfache Handhabung vereint, ideal für zukunftsorientierte Bauprojekte, bei denen Optik und Funktion gleichermaßen wichtig sind.

Mehr Informationen finden Sie unter: https://paxos.solar/

Förderung für Klimaanlagen? Was tatsächlich dahintersteckt

Klimasplitgeraet

Eine Klimaanlage, die der Staat mitfinanziert, klingt erst mal überraschend. Tatsächlich steckt hinter dieser Schlagzeile aber ein Detail, das viele nicht auf dem Schirm haben. Wir klären auf, was wirklich gefördert wird und worauf es ankommt.

Der Knackpunkt: Es geht ums Heizen, nicht ums Kühlen

Reine Kühlgeräte oder klassische Split-Klimaanlagen werden im Privathaushalt nicht gefördert. Entscheidend ist die Heizfunktion.

Der Grund: Die meisten modernen Split-Klimaanlagen sind technisch gesehen Luft-Luft-Wärmepumpen mit Kühlfunktion. Sie können also heizen, und genau das macht sie förderfähig. Seit 2021 sind diese Systeme in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) verankert.

Kurz gesagt: Nicht die Klimaanlage wird gefördert, sondern die Wärmepumpe, die nebenbei kühlen kann.

Wann eine Förderung in Frage kommt

Damit eine solche Anlage als förderfähige Heizung gilt, braucht es vor allem:

  • eine echte Heizfunktion, die das Gerät als Wärmeerzeuger nutzbar macht
  • die technische Eignung & Zertifizierung (geprüft nach den einschlägigen Normen)
  • bestimmte Effizienzwerte (z. B. eine ausreichend hohe jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz)
  • in vielen Fällen einen vorgeschalteten Stromzähler und eine Energieeffizienzanzeige

Hinzu kommen je nach Programm weitere Bedingungen, etwa der Anteil erneuerbarer Energien oder ein zu erreichender Effizienzhaus-Standard.

Warum der Staat das überhaupt unterstützt

Auch bei uns werden die Sommer heißer, gerade Dachgeschosse und Häuser mit großen Fensterflächen heizen sich stark auf. Wärmepumpen mit Kühlfunktion verbinden hier zwei Vorteile: Sie heizen effizient im Winter und kühlen klimafreundlich im Sommer. So steigt der Wohnkomfort, während veraltete, stromhungrige Systeme ersetzt werden. Das passt direkt auf die Klimaziele ein, und genau deshalb gibt es finanzielle Anreize.

Und wie hoch fällt die Förderung aus?

Das hängt stark vom gewählten Programm, vom Gebäude und vom konkreten Vorhaben ab. Pauschale Prozentwerte sind hier mit Vorsicht zu genießen, die Förderlandschaft ändert sich laufend, Boni kommen hinzu oder fallen weg. Eine seriöse Aussage gibt es immer nur für den konkreten Einzelfall.

Genau hier hilft Dir vreed

Statt Dich durch Programme, Boni und Normen zu kämpfen, gibst Du in vreed.INSIGHT einfach die Adresse Deiner Immobilie ein. In wenigen Minuten siehst Du:

  • welche Maßnahmen für Dein Gebäude sinnvoll sind
  • welche Förderungen dafür tatsächlich in Frage kommen
  • welche Kosten und welche monatliche Ersparnis Du erwarten kannst

Und das Beste: Neue Gesetze und Förderrichtlinien pflegen wir tagesaktuell ein. So rechnest Du immer auf dem aktuellen Stand, ganz ohne selbst recherchieren zu müssen.

👉 Du überlegst, auf eine Wärmepumpe (mit Kühlfunktion) umzusteigen? Mach den Check in vreed.INSIGHT — oder schreib uns Deine Fragen. Wir helfen Dir, die wirtschaftlichste Lösung zu finden.