So viel kosten Smart Meter, steuerbare Wärmepumpen und Wallboxen wirklich

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Smart Meter werden bis 2032 in allen Haushalten und Unternehmen Pflicht sein. Doch wusstest Du, dass die jährlichen Gebühren für Einbau und Betrieb nicht immer bei 40 Euro liegen? Die Kosten richten sich nach Deinem Stromverbrauch oder der Leistung Deiner Anlage.

Unterschieden wird zwischen moderner Messeinrichtung und intelligentem Messsystem (Smart Meter). Moderne Messeinrichtungen sind digitale Zähler ohne Kommunikationsmodul, während Smart Meter zusätzlich Daten senden und empfangen können.

Die Preisobergrenzen staffeln sich grob wie folgt: Bei einem Jahresverbrauch von 6.000 bis 10.000 kWh liegt die Grenze bei ca. 40 Euro. Steigert sich der Verbrauch auf 10.000 bis 20.000 kWh, können bis zu 50 Euro anfallen. Für Photovoltaikanlagen zwischen 7 und 15 kW liegt die Obergrenze bei 20 Euro, für größere Anlagen bis 30 kW bei 50 Euro. Steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen und Wallboxen haben ebenfalls eine Obergrenze von 50 Euro.

Steuerbare Wärmepumpen und Wallboxen sind Geräte, die Netzbetreiber bei hoher Netzauslastung steuern können, um die Stromversorgung sicherzustellen. Seit 2024 müssen alle neuen Wärmepumpen steuerbar sein. Gleiches gilt für Wallboxen ab einer Leistung von 4,2 kW. Für diese Geräte ist oft ein Smart Meter Pflicht – Ausnahmen gibt es je nach Nutzung und Tarif.

Ein wichtiger Punkt für Dich: Wenn Du mehrere steuerbare Geräte hast, zum Beispiel eine Wärmepumpe und eine Wallbox, musst Du keine doppelten Kosten befürchten. Die Abrechnung erfolgt nach der höheren Preisobergrenze, eine Addition der Kosten ist nicht erlaubt. Für moderne Messeinrichtungen können jedoch für jeden Zähler separat bis zu 20 Euro pro Jahr anfallen.

So behältst Du den Überblick über Deine Energiekosten bei Smart Metern und steuerbaren Verbrauchern und kannst besser planen.

Effiziente Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Inverter-Technologie für Heizen & Kühlen

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Möchtest Du Dein Ein- oder Zweifamilienhaus effizient und kostengünstig heizen und kühlen? Dann ist eine reversible Luft-Wasser-Wärmepumpe die ideale Lösung. Sie steht für geringen Stromverbrauch und eine hervorragende Energieeffizienz. Mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan) arbeitet die Wärmepumpe umweltschonend und liefert zuverlässig Wärme und Kühlung bei minimalen Betriebskosten.

Dank der innovativen Inverter-Technologie passt sich die Wärmepumpe kontinuierlich Deinem aktuellen Wärme- oder Kühlbedarf an – so wird nur die benötigte Energie eingesetzt. Das führt zu besonders niedrigen Stromkosten und macht das Gerät zum Testsieger bei Stiftung Warentest, wo es mit Bestnoten und den Auszeichnungen Umwelt- und Preistipp überzeugt.

Mit einem Leistungsbereich von 4 bis 12 Kilowatt eignet sie sich sowohl für Neubauten als auch für Sanierungen und ist auch ideal für Altbauten mit klassischen Heizkörpern dank hoher Vorlauftemperaturen von bis zu 75 Grad Celsius. Der modulare Aufbau erlaubt verschiedene Inneneinheiten, inklusive eines integrierten Warmwasserspeichers, um sich individuell an Deine Bedürfnisse anzupassen.

Die Kombination mit einer Photovoltaikanlage ist problemlos möglich, wodurch Du zusätzlich nachhaltig und effizient Energie erzeugen und verbrauchen kannst. Mit einem Spitzen-COP von bis zu 4,85 und einer Jahresarbeitszahl von bis zu 188 Prozent zählt zum Beispiel die Logatherm WLW186i AR zu den energieeffizientesten Luftwärmepumpen am Markt.

Werbevideo von Buderus.

Serielle Sanierung in Köln zeigt nachhaltige Wohninnovationen und beschleunigt Wohnraumschaffung

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In Köln wird serielle Sanierung erfolgreich als innovative Methode genutzt, um nachhaltigen und bezahlbaren Wohnraum schnell zu schaffen. Rund 100 Interessierte informierten sich bei einer Baustellen-Tour zum Trend der seriellen Sanierung über Projekte, die ökologische, ökonomische und soziale Herausforderungen der Wohnraumentwicklung zusammenbringen.

Das erste Pilotprojekt in Köln-Zollstock beeindruckte mit dem Effizienzhausstandard 40 EE und Passivhaus-Plus-Zertifikat. Gefertigte Holzrahmen-Fassadelemente mit Zellulosedämmung sorgen für effiziente Isolation, während die Nachrüstung mit Photovoltaik, Wärmepumpen und Mieterstromkonzepten den Energiebedarf senkt. Die serielle Sanierung erweist sich dabei als wirtschaftlich attraktiver als konventionelle Sanierungen – dank höherer staatlicher Förderungen und reduzierten Baukosten. So kann ein dreifach größeres Folgeprojekt in nur fünf Monaten statt 13 Monaten realisiert werden.

In Köln-Nippes wird mit serieller Sanierung und Umnutzung eines ehemaligen Bürogebäudes dringend benötigter Wohnraum für 137 Studierende geschaffen. Die Umwandlung spart Ressourcen und graue Energie, da Tragkonstruktionen erhalten bleiben. Vorgefertigte Fassadenelemente ermöglichen eine schnelle Montage selbst in engen Innenstadtlagen. Dies ist besonders wichtig angesichts der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt und der hohen Mietpreise in Universitätsstädten.

Vonovia als einer der Pioniere der seriellen Sanierung arbeitet zudem an kostensenkenden Innovationen wie der „All-in-one-Fassade“, die Dämmung, Fenster und Gebäudetechnik kombiniert und so Baukosten deutlich reduziert. Eine nachhaltige Neuerung bietet die integrierte Fensterheizung, die herkömmliche Heizsysteme ersetzen kann. Diese Technik sorgt mit hoher Effizienz für Wärme und ermöglicht durch geringere Investitionskosten günstigere Mietpreise. Allerdings hemmt aktuelle Gesetzgebung den breiten Einsatz dieser Innovation, da elektrische Heizsysteme außer Wärmepumpen nicht als Standard anerkannt werden.

Die serielle Sanierung in Köln beweist, dass zukunftsfähige, schnelle und sozialverträgliche Sanierungen möglich sind – eine wichtige Voraussetzung für den Klimaschutz und die Verbesserung der Wohnraumsituation in deutschen Städten. Die Politik fördert deshalb auch die Umwandlung von Gewerbeflächen in Wohnraum durch zinsverbilligte Darlehen, um neue Impulse für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu setzen.

Fünf einfache Tipps für effizientes Heizen und niedrigere Heizkosten im Winter

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Viele Hausbesitzer unterschätzen, wie viel Sparpotenzial in ihrer Heizungsanlage steckt. Schon einfache Anpassungen können vor der Heizsaison für eine deutliche Verbesserung der Effizienz sorgen und Heizkosten senken. Dabei musst du keine komplexen Maßnahmen ergreifen – oft helfen kleine Veränderungen, die du sogar selbst durchführen kannst.

Ein zentraler Tipp ist der Heizungscheck vor dem Winter. Dabei prüft ein Fachbetrieb, manchmal auch der Schornsteinfeger, ob deine Heizung optimal eingestellt ist. Das umfasst die Kontrolle der Nachtabsenkung sowie die Anpassung der Vorlauftemperatur. Gerade letztere ist entscheidend für den Energieverbrauch: Wenn das Heizungswasser zu heiß ist, wird unnötig Energie verschwendet, da das System Schwierigkeiten hat, die richtige Raumtemperatur zu regulieren.

Experten empfehlen, die Vorlauftemperatur zu senken, weil das den Energieverbrauch bei Öl-, Gas- oder Wärmepumpenheizungen senkt, ohne Nachteile mit sich zu bringen. Willst du die Einstellungen selbst vornehmen, solltest du zusätzlich die Rücklauftemperatur messen, um sicherzugehen, dass das Heizwasser nicht zu kalt eingestellt wird.

Weitere einfache Maßnahmen für sparsames Heizen sind das Entlüften der Heizkörper mit einem Vierkantschlüssel, um kalte Stellen zu vermeiden, und grundsätzlich das Vermeiden von zu hohen Raumtemperaturen. Denn gemütlich warm heißt nicht tropisch heiß.

Zusammengefasst: Ein kleiner Aufwand vor der Heizsaison bringt große Ersparnisse. Nutze den Heizungscheck, kümmere dich um die Vorlauftemperatur, entlüfte die Heizkörper und achte darauf, nicht unnötig zu überheizen. So kannst du deine Heizkosten spürbar reduzieren und gleichzeitig die Effizienz deiner Anlage steigern.

EU-Gebäuderichtlinie 2026: Das musst Du über Sanierungspflicht und Heizungsratgeber wissen

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Ab 2026 greift in Deutschland die EU-Gebäuderichtlinie, die das Ziel verfolgt, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen. Ein Großteil der Einsparungen soll aus der Sanierung von Gebäuden kommen, da diese bisher für 40 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich sind. In Deutschland wurde bereits das Gebäudeenergiegesetz (GEG) eingeführt, um diese Ziele zu unterstützen. Nun folgt die nationale Umsetzung der EU-Vorgaben bis spätestens Mai 2026.

Solarpflicht und Heizungsverbote sind zentrale Bestandteile der Richtlinie. So müssen auf immer mehr öffentlichen und privaten Gebäuden Solaranlagen installiert werden, sofern wirtschaftlich sinnvoll, mit klaren Fristen zwischen 2026 und 2030. Fossile Heizungen sind künftig nicht mehr förderfähig und ab 2040 verboten. Das deutsche GEG sieht für fossile Heizungen ein Betriebsverbot ab 2045 vor. Parallel steigen die Anforderungen an Neubauten und Bestandsgebäude: Sie müssen schrittweise zu Null- bzw. Niedrigemissionsgebäuden werden.

Eine direkte Sanierungspflicht besteht zwar nicht offiziell, doch Experten empfehlen, jährlich mindestens zwei Prozent der Gebäude in Deutschland zu sanieren, um die Klimaziele zu erreichen. Ein wichtiger Wegweiser ist hierfür der Energieausweis, der die Energieeffizienz eines Gebäudes anhand von Klassen von A+ (sehr effizient) bis H (sehr ineffizient) bewertet. Rund 42 Prozent der deutschen Wohngebäude fallen aktuell in die Klassen E bis H und sollten dringend saniert werden.

Strafen wegen Nichtsanierung werden mit der nationalen Umsetzung der EU-Richtlinie konkret definiert. Voraussichtlich sind Bußgelder von mehreren Tausend bis über 50.000 Euro möglich, wobei finanzielle Unterstützung für einkommensschwache Haushalte vorgesehen ist.

Wie kannst Du selbst den CO2-Ausstoß Deines Hauses senken? Am effektivsten ist der Austausch der alten Heizung – sie verursacht 72 Prozent der Emissionen im Wohnbereich. Auch eine Dämmung durch den Austausch von Fenstern und Türen reduziert den Wärmeverlust und damit den Energieverbrauch deutlich, selbst wenn die bestehende Gasheizung erhalten bleibt.

Fazit: Die EU-Gebäuderichtlinie bringt strenge Vorgaben für Heizung und Sanierung mit sich, die Du als Hausbesitzer bald beachten musst. Mit gezielten Modernisierungen kannst Du nicht nur das Klima schützen, sondern langfristig auch Energiekosten senken.

So nutzt Du neue steuerliche Vorteile bei energetischen Sanierungen am Wohneigentum

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Seit 2020 profitierst Du als Eigentümer eines selbst genutzten Wohnhauses von Steuervergünstigungen, wenn Du energetische Sanierungen durchführst. Doch viele Fragen blieben zunächst offen, etwa wie Wohnungseigentümer ihre Kosten für Gemeinschaftseigentum absetzen können oder ob vorbereitende Arbeiten steuerlich gefördert werden.

Aktuell hat die Finanzverwaltung hierzu Klarheit geschaffen. In einer offiziellen Stellungnahme wird bestätigt: Als Wohnungseigentümer kannst Du entsprechend Deinem Miteigentumsanteil steuerliche Ermäßigung geltend machen. Das bedeutet beispielsweise bei einem Haus mit vier Parteien kann jede Partei 25 Prozent der Gesamtkosten anrechnen.

Zudem wurde präzisiert, dass eine Immobilie für die Förderung tatsächlich „zu eigenen Wohnzwecken“ genutzt werden muss – Vermieter und leerstehende Immobilien sind ausgeschlossen.

Neu ist außerdem die Anerkennung von sogenannten Umfeldmaßnahmen. Das sind vorbereitende Arbeiten wie das Entfernen von Putz, das Austauschen von Regenrohren oder vorbereitende Dämmarbeiten, die im direkten Zusammenhang mit der Sanierung stehen. Diese Arbeiten kannst Du jetzt ebenfalls steuerlich geltend machen, was Deine Möglichkeiten erweitert.

Trotz der neuen Erleichterungen solltest Du sicherstellen, dass alle Arbeiten von Fachunternehmen ausgeführt werden, denn nur so ist eine Förderung möglich. Zudem lohnt sich eine frühzeitige Planung, bei der auch vorbereitende Maßnahmen berücksichtigt werden.

Insgesamt kannst Du 20 Prozent der förderfähigen Sanierungskosten absetzen, maximal 40.000 Euro pro Objekt. Die Steuerermäßigung verteilt sich über drei Jahre: je sieben Prozent im ersten und zweiten Jahr, sowie sechs Prozent im dritten Jahr.

So profitierst Du optimal von den steuerlichen Vorteilen bei der energetischen Sanierung Deines Wohneigentums – auch bei gemeinschaftlichen Projekten oder notwendigen Vorarbeiten.

Wie sich der Stromverbrauch 2030 verändert und was das für die Ausbauziele bedeutet

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Deutschland steht vor einer wichtigen Herausforderung bei der Energieplanung für das Jahr 2030. Ursprünglich ging die Bundesregierung davon aus, dass der Stromverbrauch auf rund 748 Terawattstunden (TWh) steigen wird, davon sollten 80 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen. Neueste Analysen zeigen jedoch, dass der Verbrauch mit etwa 600 bis 700 TWh deutlich niedriger ausfallen könnte. Diese Entwicklung wirft die Frage auf, ob die Ausbauziele für erneuerbare Energien angepasst werden müssen.

Der Rückgang des erwarteten Stromverbrauchs hat mehrere Gründe. Die Corona-Pandemie und die Energiekrise infolge des Kriegs in der Ukraine führten zu markanten Veränderungen in der Industrieproduktion und einem bewussteren Umgang mit Energie. Viele Unternehmen reduzierten ihre Produktion oder verlagerten diese ins Ausland, was den Strombedarf dämpfte. Zudem tragen mildere Winter und der verstärkte Einsatz von privaten Photovoltaik-Anlagen dazu bei, den Bedarf an Netzstrom zu senken.

Trotz dieses temporären Rückgangs gehen Experten davon aus, dass der Stromverbrauch langfristig wieder steigen wird. Verantwortlich dafür sind unter anderem die Elektrifizierung des Verkehrs mit Elektroautos, die zunehmende Nutzung von Wärmepumpen, expandierende Rechenzentren und die Produktion von grünem Wasserstoff. Die genaue Entwicklung hängt allerdings stark von politischen Rahmenbedingungen wie Subventionen und Strompreisen ab.

Die Bundesregierung plant, die Ausbauziele im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) anzupassen, um Kosten, insbesondere bei den Netzentgelten, einzudämmen. Experten warnen jedoch davor, den Ausbau zu stark zu drosseln, da dies die Versorgungssicherheit gefährden könnte. Es sei sinnvoller, die Energieinfrastruktur für einen höheren Strombedarf auszulegen, um Klimaziele und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Letztlich empfehlen Fachleute eine flexible Planung, die eine Bandbreite an Verbrauchsszenarien zulässt. Starre Ziele könnten zu Fehlentscheidungen führen. Eine kontinuierliche Überwachung der Situation und Anpassungen der Ausbaupläne sind entscheidend, um auf künftige Entwicklungen reagieren zu können. So bist du als Verbraucher auch in Zukunft unabhängig und gut versorgt.

Wie Du staatliche Zuschüsse für Heizungstausch, Dämmung und Komplettsanierung richtig beantragst

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Die energetische Sanierung Deines Hauses bringt nicht nur einen höheren Wohnkomfort, sondern spart langfristig auch Kosten. Staatliche Förderungen unterstützen Dich dabei, die nötigen Investitionen zu stemmen. Doch die Vielzahl an Zuschüssen und Bedingungen kann den Überblick erschweren. Das Informationsprogramm Zukunft Altbau fasst die wichtigsten Fördermöglichkeiten der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für Dich übersichtlich zusammen.

Wenn Du Deine Heizung auf erneuerbare Energien umstellst, kannst Du eine Förderung von 30 bis 70 Prozent der Investitionskosten erhalten, maximal 21.000 Euro für Einfamilienhäuser mit eigener Nutzung. Für emissionsarme Holzheizungen gibt es zusätzlich einen Bonus von 2.500 Euro. Bei Mehrparteienhäusern wird die Förderung pro Wohneinheit gestaffelt.

Wichtig bei der Antragstellung: Du musst bereits einen Vertrag mit dem Installateur oder Lieferanten abgeschlossen haben, der sich bei Ablehnung der Förderung auflösen kann. Die KfW fördert speziell den Heizungstausch.

Für weitere Effizienzmaßnahmen wie Dämmungen oder Lüftungsanlagen kannst Du bis zu 20 Prozent Zuschuss erhalten. Voraussetzung für den vollen Fördersatz ist ein individueller Sanierungsfahrplan. Die förderfähigen Kosten sind hier auf bis zu 60.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt – ohne Sanierungsfahrplan auf 30.000 Euro.

Kombinierst Du Heizungstausch und Effizienzmaßnahmen, kannst Du die maximal förderfähigen Ausgaben von bis zu 90.000 Euro nutzen. Dabei ist der Heizungstausch nur einmalig förderbar, während Effizienzmaßnahmen jährlich neu beantragt werden können.

Planst Du eine Komplettsanierung, kannst Du einen zinsgünstigen KfW-Förderkredit inklusive Tilgungszuschuss von bis zu 45 Prozent auf Kosten bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit erhalten. Die Förderung gilt für Effizienzhaus-Standards wie 85, 70, 55 und 40. Alternativ bietet sich eine steuerliche Begünstigung mit bis zu 20 Prozent Steuervorteil über drei Jahre an.

Unsere Empfehlung: Nutze den vreed Sanierungsplaner um einen Überblick zu bekommen, was genau an deiner Immobilie saniert werden sollte.

So setzt du die energetische Sanierung optimal um – für mehr Komfort und nachhaltige Energieeffizienz in Deinem Zuhause.

Mehr Infos zur Förderung:

Förderungen des BAFA

Förderungen der KfW

So machst Du Dein Haus Niedertemperatur-ready für effizientes Heizen mit erneuerbaren Energien

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Heizen mit erneuerbaren Energien funktioniert am besten, wenn das Heizsystem mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeitet. Viele Hausbesitzer gehen fälschlicherweise davon aus, dass ihr Altbau hierfür ungeeignet ist. Das muss aber nicht so sein: Bereits kleine Sanierungs- und Optimierungsmaßnahmen können aus Deinem Haus ein Niedertemperatur-ready (NT-ready) Gebäude machen.

Was bedeutet Niedertemperatur-ready? Ein Haus gilt als NT-ready, wenn es am kältesten Tag des Jahres mit einer Vorlauftemperatur von maximal 55 °C ausreichend warm bleibt. An milderen Tagen ist die Temperatur noch niedriger – optimal für effizientes Heizen mit Wärmepumpen oder Solaranlagen.

Der Begriff wurde vom Institut für Energie- und Umweltforschung (Ifeu) geprägt, um den Energiestandard von Gebäuden zu beschreiben, die für erneuerbare Energien optimiert sind (auch „EE-ready“ genannt). Die Vorteile für Dich liegen auf der Hand: Du sparst sofort Energie und Heizkosten und kannst später problemlos auf eine nachhaltige Heizlösung umsteigen.

Es gibt zwei wirkungsvolle Strategien, um Deinem Haus NT-ready zu machen:
1. Vergrößerung der Heizflächen: Tausche zu kleine Heizkörper aus und optimiere das Heizsystem mit einem hydraulischen Abgleich. Das senkt die nötige Vorlauftemperatur erheblich.
2. Gebäudesanierung: Eine Dämmung senkt den Energiebedarf und verbessert den Wohnkomfort. Wenn Du ohnehin renovierst, solltest Du Dämmmaßnahmen immer mit einplanen.

Viele befürchten, dass eine Sanierung teuer ist und finanzielle Mittel fehlen. Keine Sorge: Es gibt auch kostengünstige, sogenannte niedriginvestive Maßnahmen, die schnell Energie und Kosten sparen. Eine Kellerdeckendämmung oder Dachbodendämmung kannst Du teilweise in Eigenregie umsetzen oder günstig dämmen lassen. Der Austausch alter Fenster ist ebenfalls sehr beliebt, da er die Heiztemperatur senkt und den Komfort steigert.

Übrigens: Deine Heizung läuft in einem schlecht gedämmten Haus immer teuer – egal ob mit Öl, Gas oder Wärmepumpe. Niedrigtemperaturbetrieb ist kein neues Konzept, sondern für Besitzer von Gas- oder Ölbrennwertheizungen bereits bekannt. Dort arbeiten Heizungen am effizientesten, wenn die Vorlauftemperatur möglichst niedrig gehalten wird.

Mache Dein Haus fit für die Zukunft und profitiere von der Kombination aus Sanierung und nachhaltiger Heiztechnik!

KfW fördert wieder innovative Konzepte zur energetischen Stadtsanierung in Stadtquartieren

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Das KfW-Programm „Energetische Stadtsanierung – Zuschuss 432“ wurde nach einem Förderstopp im Jahr 2023 wieder gestartet. Für die Jahre 2025 und 2026 stellt der Bund jeweils 75 Millionen Euro zur Verfügung, um Kommunen und ihre Partner bei der klimagerechten Sanierung von Stadtquartieren zu unterstützen. Ziel ist es, mithilfe innovativer Konzepte die Klimaneutralität in städtischen Bereichen bis 2045 zu erreichen.

Gefördert werden unter anderem Sanierungskonzepte, Dekarbonisierung der Energieversorgung sowie ein Sanierungsmanagement für Quartiere. Bauministerin Verena Hubertz betont, dass hierbei verschiedene effiziente Wege greifen, um den Energieverbrauch zu senken und den Anteil erneuerbarer Energien zu steigern, wie beispielsweise serielles Sanieren oder Nahwärmenetze.

Das Programm legt einen starken Fokus auf die Reduzierung von CO2-Emissionen und integriert dabei auch städtebauliche, denkmalpflegerische, wohnungswirtschaftliche sowie soziale Aspekte. Zusätzlich werden Maßnahmen zur Klimaanpassung, der Ausbau von Stadtgrün und der Einsatz digitaler Technologien einbezogen. Dies unterstützt auch die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung in Deutschland.

Antragsberechtigt sind kommunale Gebietskörperschaften, deren Eigenbetriebe sowie kommunale Zweckverbände, die die Zuschüsse wiederum an private oder gemeinnützige Akteure wie Wohnungsunternehmen oder Eigentümer weiterreichen können. Förderungen betragen bis zu 75 Prozent, in finanziellen Notlagen sogar bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten.

Das Programm startete erstmals 2011 und wurde 2021/22 erweitert, um auch grüne Infrastruktur, Digitalisierung und nachhaltige Mobilität zu fördern. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wurde es zuletzt Ende 2023 gestoppt und ist nun mit neuen Fördermitteln zurück.

Wenn Du also als Kommune, Wohnungsunternehmen oder Eigentümer nachhaltige und umfassende Sanierungsprojekte in Stadtquartieren umsetzen möchtest, bietet das KfW-Programm eine wertvolle finanzielle Unterstützung zur Erreichung der Klimaziele.