CEPA®-Energiefassade von TOWERN3000 als Innovation des Jahres 2026 ausgezeichnet

haus_in_der_sonne_fassade

Die CEPA®-Energiefassade von TOWERN3000 erhielt die Auszeichnung „Innovation of the Year 2026“ vom Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) und Aroundtown S. A. Diese Ehrung würdigt jährlich fortschrittliche Lösungen für die Immobilienwirtschaft. In der Kategorie „Design & Build“ überzeugte die CEPA®-Energiefassade durch ihre konsequente Ausrichtung auf energetische Sanierung im Gebäudebestand. Besonders hervorgehoben wurden der hohe Vorfertigungsgrad und die Kreislauffähigkeit der Lösung.

CEPA® ist ein in Österreich entwickeltes Fassadensystem, das eine minimalinvasive Sanierung ermöglicht und dabei Dämmen, Heizen, Kühlen sowie Energiespeicherung in einem integrierten System vereint. Es erlaubt die Sanierung auch bei bewohnten Gebäuden und trägt so zu schnellen, ressourceneffizienten und skalierbaren Sanierungsprozessen bei.

Petra van der Wielen vom dena-Kompetenzzentrum Serielles Sanieren / Energiesprong DE betont, dass die CEPA®-Energiefassade den nächsten Entwicklungsschritt der seriellen Sanierung repräsentiert: integrierte Systeme mit hohem Vorfertigungsgrad, die zu mehr Effizienz und Nachhaltigkeit im Gebäudebestand führen.

Diese Auszeichnung unterstreicht die wachsende Bedeutung industriell vorgefertigter, integrierter Sanierungslösungen, die schnelle und skalierbare Sanierungsprozesse ermöglichen und die Zukunft der Gebäudesanierung prägen. Wir gratulieren herzlich zum verdienten Erfolg von CEPA®.

Wie Baden-Württemberg mit Contracting kommunale Sanierungen erfolgreich gestaltet

bauarbeiter_beim_planen

Kommunale Haushalte stehen unter Druck: Fachpersonal fehlt, Sanierungen sind dringend nötig. Umso wichtiger sind praktikable Lösungen. Ein hervorragendes Beispiel liefert die Stadt Reutlingen, die seit fast zwanzig Jahren Erfahrungen mit Contracting-Projekten sammelt. Contracting funktioniert besonders gut, wenn Gemeinden mehrere Projekte gleichzeitig realisieren – so profitieren sie von wertvollen Lerneffekten, insbesondere bei Ausschreibungen und Vergaben. In Reutlingen läuft bereits das dritte Contracting-Projekt an 12 Standorten.

Dr. Heike Brugger vom Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (IREES) fordert, dass kommunale Netzwerke die Umsetzung von Contracting-Projekten forcieren. Erfahrungen fortschrittlicher Kommunen können als wertvolle Vorbilder für andere dienen, um aus ersten Erfolgen eine neue Realität zu machen.

Jan Münster, Geschäftsführer der KEA-BW, beschreibt als große Aufgabe, Contracting in Baden-Württemberg stärker zu verbreiten und dabei die „Grenzen des Machbaren zu verschieben“. Kooperationen zwischen kommunalen Akteuren und den regionalen Energieagenturen spielen dabei eine zentrale Rolle.

Auch Staatssekretär Dr. Andre Baumann unterstützt mehr Contracting-Projekte und kündigt Erleichterungen für Kommunen an. Dazu gehören vereinfachte Genehmigungsprozesse für kommunale Wärmepläne, bessere Kreditvergaben bei rentablen Projekten und eine optimierte Kommunikation seitens der Kommunen. Der zunehmende Zuspruch zum Contracting-Kongress zeigt, dass diese nachhaltige Lösung immer mehr Akzeptanz findet.

Wenn du praxisnahes Know-how suchst, lohnt sich ein Blick auf die Contracting-Tour am 15. Juli 2026 in Reutlingen – hier kannst du direkt von den Erfahrungen profitieren und dein eigenes Projekt erfolgreich starten.

Warum die Mehrheit erneuerbare Energien und Netze als Antwort auf Energiekrisen sieht

klimademo_Schilder

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 94 Prozent der Deutschen Deutschland in internationalen Krisen bei Energiepreisen und Versorgung für verwundbar halten. 81 Prozent sorgen sich stark um die wirtschaftliche Lage. Als Antwort sprechen sich 62 Prozent für den Ausbau von Energienetzen und Speichern aus, 56 Prozent für erneuerbare Energien. Interessant ist dabei, dass die Infrastruktur mehr Priorität bekommt als die reine Energieerzeugung. Dies deutet auf eine Verschiebung innerhalb der Photovoltaik- und Speicherbranche hin: Nicht nur Zubau, sondern vor allem Systemintegration, Netzstabilität und Flexibilitätsoptionen werden immer wichtiger.

Besonders Batteriespeicher, intelligente Netzsteuerung und sektorübergreifende Anwendungen gewinnen an Bedeutung, um volatile Einspeisungen aus Photovoltaik wirtschaftlich nutzbar zu machen. Auch Projektentwickler und Betreiber müssen sich verstärkt auf Direktvermarktung, Lastmanagement und netzdienliche Betriebsweisen einstellen. Um dezentrale Einspeisungen besser einzubinden und Engpässe zu vermeiden, steigt der Investitionsbedarf in Verteilnetze.

Ökonomisch wird die Bedeutung klar: Deutschland importiert seit Jahren fossile Energieträger im Wert von etwa 81 Milliarden Euro pro Jahr, was die Energiepreise stark beeinflusst. Steigende und schwankende Preise benachteiligen Industrie und Mittelstand zusätzlich. Deshalb ist der Ausbau heimischer erneuerbarer Energien wie Photovoltaik nicht nur klimapolitisch, sondern auch industriepolitisch eine strategische Option – vor allem wegen kurzer Realisierungszeiten und sinkenden Kosten.

Gleichzeitig wächst Kritik an der Energiepolitik der Bundesregierung. Proteste mit zehntausenden Teilnehmern fordern eine schnellere Abkehr von fossilen Energieträgern. Branchenverbände kritisieren regulatorische Eingriffe, etwa bei Netzentgelten für kleinere Anlagen und Anpassungen im EEG. Man befürchtet, dass Investitionsanreize für Erneuerbare schwächer werden und fossile Backup-Systeme weiter staatlich gestützt werden.

Ein wichtiger Kritikpunkt ist die Effizienz fossiler Energieträger, die oft nur einen Bruchteil der eingesetzten Primärenergie nutzen. Elektrische Anwendungen, etwa durch Photovoltaik, Wärmepumpen und Elektromobilität, sind wesentlich effizienter und können den Gesamtenergiebedarf deutlich senken. Bei den Kosten punkten Erneuerbare ebenfalls: Investitionen sind meist privatwirtschaftlich und einmalig, während fossile Energien dauerhafte Importkosten und staatliche Subventionen verursachen.

Fazit: Erneuerbare Energien, Netze und Speicher gewinnen immer mehr an Akzeptanz als Antworten auf geopolitische Risiken. Die Energiewende entwickelt sich weg vom reinen Ausbau hin zu einem integrierten Energiesystem mit stärkerer Systemintegration und Netzdienlichkeit. Für die Energiewirtschaft bedeutet das: Stabile gesellschaftliche und ökonomische Unterstützung trifft auf politische Unsicherheiten, die Investitionen bremsen können. Regulatorische Verlässlichkeit wird zum Schlüsselfaktor für Projektentwickler und Betreiber – besonders in der Photovoltaikbranche, wo die Nachfrage nach Flexibilität und Integration weiter steigt.

CO2-Preis in Heizkosten und Nebenkosten: So wirkt sich das Gesetz 2026 auf Mieter und Vermieter aus

co2_concept_picture

Das Bundeswirtschaftsministerium hat den ersten Evaluationsbericht zum Gesetz zur Aufteilung der Kosten der CO2-Abgabe veröffentlicht. Dieses Gesetz regelt seit dem 1. Januar 2023, wie die Kosten der CO2-Bepreisung zwischen Mietern und Vermietern aufgeteilt werden. Ziel des CO2-Preises für Gebäude, der 2021 eingeführt wurde, ist es, Anreize für energetische Sanierungen zu setzen.

Die Kostenaufteilung erfolgt stufenweise: Je nach Effizienz des Gebäudes zahlen Mieter zwischen 5 % und 100 % der CO2-Kosten, während Vermieter den Rest übernehmen. Ausnahmen gelten, wenn energetische Sanierungen durch Denkmalschutz oder Milieuschutzvorgaben erschwert werden – dann können Vermieter entlastet sein. Die Heizkostenabrechnung muss zudem Angaben zum CO2-Ausstoß enthalten, was für Vermieter einen gewissen Mehraufwand bedeutet.

Bei Nichtwohngebäuden gilt vorerst eine 50-50-Kostenregelung, ein Stufenmodell ist in Planung. Die aktuelle Evaluierung empfiehlt, das Stufenmodell zu überarbeiten und den Energieverbrauch realistisch, also ohne Witterungsbereinigung, zu berücksichtigen. Auch der Rückgang des Verbrauchs durch die Energiekrise soll einfließen.

Die Bundesregierung bietet einen kostenlosen Online-Rechner an, mit dem Vermieter ihre Kostenanteile ermitteln können. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Wohnungen mit Zentralheizung – wobei der Vermieter die Rechnung und CO2-Emissionen erhält – und Wohnungen mit Etagenheizung, bei denen Mieter die Brennstoffrechnung bekommen und dem Vermieter den entsprechenden Anteil erstatten müssen.

Für 2026 wird ein leichter Anstieg des CO2-Preises erwartet, der Heizöl etwa drei Cent pro Liter und Erdgas etwa 0,3 Cent pro Kilowattstunde teurer macht. In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus könnten dadurch rund 50 Euro Mehrkosten jährlich entstehen. Mieter sollten darauf achten, dass der CO2-Preis transparent in der Nebenkostenabrechnung ausgewiesen wird, und bei Unklarheiten eine Korrektur verlangen.

Der Emissionshandel der EU, der künftig den CO2-Preis bestimmt, wird voraussichtlich erst 2028 auch Brennstoffe wie Gas und Heizöl umfassen. Experten prognostizieren dann einen deutlichen Preisanstieg bis zu 200 Euro pro Tonne CO2, was für einen Haushalt Mehrkosten von bis zu 1.000 Euro jährlich bedeuten kann.

Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung fließen in den Bundes-Klima- und Transformationsfonds zur Förderung klimafreundlicher Technologien. Ein ursprünglich geplantes Klimageld für Bürger als Ausgleich zu den steigenden Kosten wurde allerdings nicht umgesetzt.

Das Energieeffizienzgesetz wird geschwächt – Ein Fehler inmitten der Energiekrise

Hasu_Silhouetten_und_Energieskale_europa

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) hat einen Referentenentwurf zur Novellierung des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) vorgelegt, der aus Sicht der Energieeffizienzbranche einen erheblichen Rückschritt darstellt. Gerade in einer Zeit steigender Energiekosten und geopolitischer Unsicherheit wäre ein starkes Energieeffizienzgesetz wichtiger denn je. Dieses Gesetz ist zentral, um den Energieverbrauch zu senken, Kosten zu reduzieren und Deutschlands Energieunabhängigkeit zu fördern.

Kritisch bewertet wird insbesondere die geplante Aufweichung der Einsparverpflichtungen für Bund und Länder, die laut EU-Energieeffizienzrichtlinie notwendig sind. Die Streichung könnte einen Verstoß gegen EU-Recht darstellen, da Mitgliedstaaten verpflichtet sind, ambitionierte Maßnahmen zur Energieeinsparung umzusetzen.

Zudem sollen die Schwellenwerte für verpflichtende Energiemanagementsysteme deutlich angehoben werden – von 7,5 auf 23,6 Gigawattstunden Jahresverbrauch. Das bedeutet, dass vielen Unternehmen künftig keine Effizienzpflichten mehr auferlegt werden, wodurch etwa 100 Milliarden Kilowattstunden industrieller Endenergie nicht mehr erfasst würden. Besonders der industrielle Mittelstand verliert dadurch wertvolle Anreize.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Abschaffung der Pflicht zur Abwärmevermeidung und die Umwandlung der Meldung von Abwärmepotenzialen von einer Pflicht in eine freiwillige Maßnahme. Dabei stellt Abwärme allein etwa die Hälfte des Endenergiebedarfs des Gebäudebestands in Deutschland – eine Ressource, die dringend genutzt werden sollte.

Positiv hervorgehoben wird, dass Energiedienstleistungen als Marktinstrument künftig stärkere Unterstützung erhalten sollen, was der Energiewende in Industrie und Gebäuden zugutekommt. Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) fordert jedoch, den Entwurf noch nachzubessern, um klare und wirksame Rahmenbedingungen für Investitionen in Energieeffizienz zu schaffen. Nur so lassen sich die Abhängigkeit von Energieimporten reduzieren und dauerhafte Kostensenkungen erzielen.

Warum immer mehr Deutsche auf erneuerbare Energien, Netze und Speicher setzen

Haus_mit_PV_und_Hydrogen_tanks

Die aktuelle Umfrage eines Energieversorgers unter 5.000 Deutschen macht deutlich: Die Mehrheit der Bevölkerung sieht im Ausbau erneuerbarer Energien, der Netzinfrastruktur und Speichersystemen die zentrale Antwort auf geopolitische Krisen und die damit verbundenen Energieprobleme. Dabei stufen 94 Prozent die Versorgungslage Deutschlands in internationalen Krisen als verwundbar ein, während 81 Prozent starke wirtschaftliche Sorgen äußern.

Interessanterweise priorisieren 62 Prozent der Befragten den Ausbau von Energienetzen und Speichern sogar höher als den reinen Ausbau erneuerbarer Erzeugung, den 56 Prozent befürworten. Diese Entwicklung verändert die Anforderungen an die Energiewirtschaft grundlegend: Die Integration von Photovoltaik und anderen erneuerbaren Energien erfordert zunehmend intelligente Netzsteuerung, Batteriespeicher und sektorübergreifende Lösungen, um volatile Einspeisungen wirtschaftlich nutzbar zu machen und die Netzstabilität zu gewährleisten.

Vor dem Hintergrund einer jährlichen Importabhängigkeit fossiler Energieträger im Wert von rund 81 Milliarden Euro seit 2008 gewinnt die heimische Erzeugung von erneuerbarer Energie, insbesondere Photovoltaik, strategisch an Bedeutung – nicht nur klimatisch, sondern zunehmend auch industriepolitisch.

Gleichzeitig wächst der politische Druck: Rund 80.000 Demonstranten protestierten kürzlich gegen die aktuelle Energie- und Klimapolitik. Kritisiert werden insbesondere regulatorische Maßnahmen, die aus Sicht von Branchenverbänden Investitionen in Photovoltaik, Windenergie und Speicher bremsen, während fossile Backup-Strukturen weiterhin staatlich gefördert werden.

Ein weiterer Diskussionspunkt ist die Effizienz: Elektrische Anwendungen wie Wärmepumpen und Elektromobilität bieten bedeutend bessere Wirkungsgrade als Verbrennungstechnologien. Zudem sind die Kosten der erneuerbaren Energien durch überwiegend einmalige private Investitionen oft günstiger als die dauerhaften Importkosten fossiler Brennstoffe inklusive staatlicher Subventionen.

Das Fazit: Die Zustimmung zur Energiewende in Deutschland ist hoch, doch rücken Systemintegration, Flexibilität und Netzdienlichkeit immer stärker in den Vordergrund. Für die Energiewirtschaft bedeutet dies, dass neben gesellschaftlicher Akzeptanz vor allem regulatorische Sicherheit für Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Energieinfrastruktur entscheidend ist. Neue Geschäftsmodelle, die diese Herausforderungen abdecken, werden an Bedeutung gewinnen und die Zukunft der Photovoltaikbranche maßgeblich prägen.

Expo Real 2026 setzt neuen Schwerpunkt auf investierbare Infrastruktur und nachhaltige Projekte

menschen_in_messehalle

Die Expo Real 2026, die vom 5. bis 7. Oktober stattfindet, setzt erstmals einen verstärkten Fokus auf investierbare Infrastruktur und nachhaltige Projekte. Bisher wurde das Thema nur punktuell behandelt, doch das wachsende Interesse von Anlegern, Projektentwicklern und Immobilienfinanzierern erfordert nun eine Ausweitung. Insbesondere Bereiche wie Flughäfen, Häfen, erneuerbare Energien und Public-Private-Partnership-Modelle (PPP) rücken in den Mittelpunkt.

Öffentliche Haushalte sind zunehmend überlastet, wodurch Privatkapital stärker für Investitionen in die Infrastruktur benötigt wird. Neben klassischen Immobilien gewinnt die Infrastruktur an Bedeutung, da sie sowohl die Gebäude als auch deren Umgebung maßgeblich beeinflusst.

Eine besondere Relevanz haben dabei Energieinfrastruktur sowie digitale und soziale Einrichtungen. Investoren interessieren sich verstärkt für Projekte wie Rechenzentren, Schulen, Kindergärten und Windparks im Bereich erneuerbare Energien. Dieses breite Spektrum zeigt, wie vielfältig investierbare Infrastruktur sein kann und wie wichtig sie für zukunftsorientierte Investitionen ist.

Im Konferenzprogramm der Expo Real 2026 wird das Thema Infrastruktur deutlich vertreten sein. Geplant ist zudem eine Sonderschau, die nicht nur verschiedene Anlagestrategien im Infrastrukturbereich präsentiert, sondern auch passende Projekte ausstellt. Dabei liegt der Schwerpunkt sowohl auf dem Bau als auch auf dem Betrieb solcher Infrastrukturinvestitionen.

Für Dich als Investor oder Projektentwickler bietet die Expo Real 2026 damit eine ausgezeichnete Gelegenheit, aktuelle Trends kennenzulernen, investierbare und nachhaltige Infrastrukturprojekte zu entdecken und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Wie die EU mit Wärmepumpen steigende Energiepreise bekämpfen und Klimaziele erreichen will

EU_fahne_mit_haus_und_Euros

Die Europäische Kommission reagiert mit der neuen Mitteilung „AccelerateEU – Energy Union“ auf steigende fossile Energiepreise und geopolitische Risiken. Im Zentrum dieser Strategie steht die Wärmepumpe, die nicht nur als wichtige Klimaschutztechnologie, sondern auch als Schlüssel zur Sicherung bezahlbarer Energie und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas gilt.

Zu den geplanten Maßnahmen zur Förderung der Elektrifizierung gehört unter anderem die Reduzierung des Strom-Gas-Preisverhältnisses (E2G) in allen EU-Mitgliedstaaten. Zudem plant die Kommission gesetzliche Regelungen, um Netzentgelte und Steuern auf Strom im Rahmen der Energiesteuerrichtlinie zu senken, was zu günstigeren Strompreisen führen soll.

Speziell für Wärmepumpen sieht der Plan verschiedene Anreize vor: Mehrwertsteuersenkungen, soziale Leasingmodelle und erweiterte finanzielle Unterstützung für Wohngebäude und die Industrie. Die Finanzierung soll teilweise aus den Einnahmen des Emissionshandelssystems (ETS) und der vorgeschlagenen Industrial Decarbonisation Bank stammen – Maßnahmen, die bereits von Branchenexperten und Verbänden wie der EHPA gefordert wurden.

Der verstärkte Einsatz von Wärmepumpen in Europa könnte den Verbrauch fossiler Energien um rund 200 Terawattstunden senken und den Endenergieverbrauch in Gebäuden um bis zu 50 Prozent reduzieren. Aktuell liegt der jährliche Absatz bei rund 2,4 Millionen Geräten. Die EU setzt sich das Ziel, diesen Wert bis zum Jahr 2030 auf 4 Millionen Wärmepumpen pro Jahr zu erhöhen. Damit leistet die EU nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, sondern unterstützt auch die Energieunabhängigkeit und erschwingliche Energielösungen für alle Europäer.

Reform des Gebäudeenergiegesetzes: Einigung zum Mieterschutz beim Gebäudemodernisierungsgesetz steht bevor

haende_ueber_familie

Die Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), bekannt als Heizungsgesetz, steht kurz vor dem Abschluss, doch noch klaffen Meinungen zum Mieterschutz auseinander. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) rechnet mit einer baldigen Einigung im Kabinett über das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG). Im Zentrum der Debatte steht die Forderung der SPD nach einem starken Schutz für Mieterinnen und Mieter, damit sie sich nicht einseitig den Entscheidungen der Vermieter unterordnen müssen.

SPD-Umweltminister Carsten Schneider betont, dass Vermieter keine günstigen, aber für Mieter kostenintensiven Heizungen einbauen dürfen. Die Verhandlungen im Kabinett sind laut Reiche bereits weit fortgeschritten, die Bereitschaft zu Kompromissen groß, sodass eine schnelle Lösung erwartet wird.

Das Gebäudemodernisierungsgesetz soll das bisherige GEG grundlegend überarbeiten: Die bisherige 65-Prozent-Regel, die den Austausch von Heizungen vorschreibt, soll wegfallen. Weiterhin sollen Gas- und Ölheizungen erlaubt bleiben, allerdings nur dann, wenn ab 2029 ein bestimmter Anteil an klimafreundlichen Brennstoffen genutzt wird. Konkret ist vorgesehen, dass ab 2029 10 Prozent Biomasse genutzt werden, mit einer schrittweisen Erhöhung in den folgenden Jahren.

Ursprünglich war geplant, das Gesetzesentwurf noch vor Ostern 2026 zu beschließen und das GMG ab dem 1. Juli 2026 in Kraft treten zu lassen. Die Einigung über den Mieterschutz gilt als letzter großer Knackpunkt, damit das Gesetz zeitnah umgesetzt werden kann. Für Dich als Mieter oder Vermieter sind diese Entwicklungen wichtig, da sie künftig die Modernisierung von Heizungen und die damit verbundenen Kosten regeln werden – mit einem stärkeren Schutz für Mieter vor unangemessenen Mehrkosten.

Mit smarter Ladestrategie Heimspeicher effizient nutzen und Stromnetz entlasten

smart_home_steuerung_pv_anlage

Wusstest Du, dass in Deutschland bereits über 1,8 Millionen Photovoltaik-Heimspeicher installiert sind, die insgesamt 15 Gigawattstunden Kapazität bieten? Trotz dieses riesigen Potenzials werden diese Speicher bisher kaum genutzt, um das Stromnetz gezielt zu entlasten. Genau hier setzt die Initiative „Dein Stromspeicher kann mehr!“ der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin an.

Mit wenigen Klicks kannst Du die sogenannte prognosebasierte Ladestrategie aktivieren und somit Deinen Heimspeicher intelligent steuern. Was bringt Dir das? Zum einen verlängert sich die Lebensdauer Deiner Batterie, da sie weniger stark altert, wenn sie zu optimalen Zeiten geladen wird. Zum anderen entlastest Du das Stromnetz gerade an sonnigen Tagen, an denen häufig Engpässe auftreten. Außerdem trägst Du dazu bei, den Staatshaushalt um einen zweistelligen Millionenbetrag jährlich zu entlasten.

Wie funktioniert das prognosebasierte Laden? Im Gegensatz zur üblichen Praxis, bei der die Batterien schon frühmorgens voll geladen sind und die Solarüberschüsse dann direkt ins Netz fließen, wird die Ladung hier intelligent verzögert. Die Batterie wird basierend auf Solarstromprognosen vor allem mittags geladen, wenn die Stromnachfrage und Erlöse höher sind. Studien der HTW Berlin zeigen, dass dadurch der Marktwert des eingespeisten Solarstroms um bis zu 28 Prozent steigt — von 3,2 auf 4,1 Cent pro Kilowattstunde.

Je höher der Marktwert, desto geringer ist die Belastung des EEG-Kontos, was letztlich die Förderung von Photovoltaik-Anlagen bezahlbar hält. Wenn nun alle Nutzer ihre Speicher mittags laden würden, könnten Einsparungen in Millionenhöhe für den Bundeshaushalt erreicht werden. Dieses Potenzial ist mit minimalem Aufwand erschließbar!

Bereits sieben Hersteller wie E3/DC, Fenecon, Kostal, SMA und Sonnen unterstützen die Initiative und bieten diese Funktion teils standardmäßig an. Mach auch Du mit und entdecke, wie Du mit maximal sechs Klicks von einer intelligenten Ladestrategie profitierst.