Das Energieeffizienzgesetz wird geschwächt – Ein Fehler inmitten der Energiekrise

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Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) hat einen Referentenentwurf zur Novellierung des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) vorgelegt, der aus Sicht der Energieeffizienzbranche einen erheblichen Rückschritt darstellt. Gerade in einer Zeit steigender Energiekosten und geopolitischer Unsicherheit wäre ein starkes Energieeffizienzgesetz wichtiger denn je. Dieses Gesetz ist zentral, um den Energieverbrauch zu senken, Kosten zu reduzieren und Deutschlands Energieunabhängigkeit zu fördern.

Kritisch bewertet wird insbesondere die geplante Aufweichung der Einsparverpflichtungen für Bund und Länder, die laut EU-Energieeffizienzrichtlinie notwendig sind. Die Streichung könnte einen Verstoß gegen EU-Recht darstellen, da Mitgliedstaaten verpflichtet sind, ambitionierte Maßnahmen zur Energieeinsparung umzusetzen.

Zudem sollen die Schwellenwerte für verpflichtende Energiemanagementsysteme deutlich angehoben werden – von 7,5 auf 23,6 Gigawattstunden Jahresverbrauch. Das bedeutet, dass vielen Unternehmen künftig keine Effizienzpflichten mehr auferlegt werden, wodurch etwa 100 Milliarden Kilowattstunden industrieller Endenergie nicht mehr erfasst würden. Besonders der industrielle Mittelstand verliert dadurch wertvolle Anreize.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Abschaffung der Pflicht zur Abwärmevermeidung und die Umwandlung der Meldung von Abwärmepotenzialen von einer Pflicht in eine freiwillige Maßnahme. Dabei stellt Abwärme allein etwa die Hälfte des Endenergiebedarfs des Gebäudebestands in Deutschland – eine Ressource, die dringend genutzt werden sollte.

Positiv hervorgehoben wird, dass Energiedienstleistungen als Marktinstrument künftig stärkere Unterstützung erhalten sollen, was der Energiewende in Industrie und Gebäuden zugutekommt. Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) fordert jedoch, den Entwurf noch nachzubessern, um klare und wirksame Rahmenbedingungen für Investitionen in Energieeffizienz zu schaffen. Nur so lassen sich die Abhängigkeit von Energieimporten reduzieren und dauerhafte Kostensenkungen erzielen.

Heizungssanierung im Altbau: Mehr Komfort und Effizienz mit Hybridheizung und Photovoltaik

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Die Sanierung eines Altbaus aus den 1930er-Jahren in Kassel zeigt, wie Du durch den Einsatz einer Hybridheizung, bestehend aus einer Wärmepumpe und einem Gas-Brennwertkessel, den Energieverbrauch deutlich senken und gleichzeitig den Wohnkomfort steigern kannst. Ergänzt durch eine Photovoltaik-Anlage nutzt Du selbst erzeugten Solarstrom, um die Wärmepumpe und die Warmwasserbereitung möglichst umweltfreundlich zu betreiben.

Viele Eigentümer:innen sehen die Altbausanierung als Herausforderung – dabei ist sie eine echte Chance für mehr Effizienz. Gerade bei älteren Gebäuden verbessert der Austausch veralteter Heizsysteme nicht nur die Energieeffizienz, sondern sorgt auch für ein angenehmeres Raumklima. Das Beispiel des Zweifamilienhauses in Kassel zeigt, dass eine Kombination aus moderner Technik und erneuerbarer Energie hier ideal funktioniert.

Der eingesetzte Luftwärmepumpentyp passt sich dank eines invertergeregelten Verdichters flexibel an den tatsächlichen Wärmebedarf an – ohne häufiges Starten und Stoppen. Die Wärmepumpe liefert Temperaturen bis zu 60 Grad Celsius, was auch in einem Altbau oft ausreichend ist. Für besonders kalte Tage übernimmt ein wandhängender Gas-Brennwertkessel die Spitzenlast. Dank seines hohen Wirkungsgrades und der automatischen Steuerung zwischen den beiden Systemen arbeitet die Hybridheizung besonders effizient.

Mit 31 Solarmodulen auf dem Dach erzeugt die Photovoltaik-Anlage rund 10 Kilowatt-Peak, wodurch die Wärmepumpe mit eigenem Solarstrom versorgt wird. Das schont den Geldbeutel und reduziert die Umweltbelastung. Zudem wurde das Projekt staatlich gefördert, was die Investitionskosten senkte.

Diese Kombination aus innovativer Heiztechnik und erneuerbaren Energien ist eine nachhaltige Lösung für Altbauten. Sie vereint Flexibilität, Komfort und Umweltschutz – genau das, was Du bei einer zeitgemäßen Heizungssanierung suchst.

Brownout erklärt: Störungen im Stromnetz verstehen und gut vorbereitet sein

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Wenn das Licht flackert, ist das nicht immer ein Blackout. Oft steckt ein sogenannter Brownout dahinter, eine unterschätzte Störung im Stromnetz. Während der Blackout einen großflächigen Stromausfall bezeichnet, ist der Brownout eine gewollte oder ungewollte Vorstufe davon – mit spürbaren Auswirkungen, aber ohne kompletten Stromverlust.

Es gibt zwei Arten von Brownouts: den kontrollierten und den unkontrollierten Brownout. Beim kontrollierten Brownout reduziert der Netzbetreiber gezielt die Stromversorgung, um Überlastungen im Netz zu vermeiden und einen Blackout zu verhindern. Das kann bedeuten, dass in bestimmten Stadtvierteln oder bei Großverbrauchern vorübergehend die Spannung um 10 bis 25 Prozent gesenkt wird oder sogar die Stromzufuhr kurzfristig abgeschaltet wird. Meistens erfolgt diese Maßnahme mit Vorwarnung, sofern es zeitlich möglich ist.

Der unkontrollierte Brownout dagegen entsteht aus plötzlichen Netzinstabilitäten, etwa durch unerwartet hohe Stromnachfrage oder wetterbedingte Schwankungen bei Wind- und Solarenergie. Hier fließt der Strom weiterhin, allerdings mit niedrigerer Spannung, zum Beispiel 220 Volt statt der üblichen 230 Volt. Die Folge können flackerndes Licht oder langsamer laufende Haushaltsgeräte sein – zwar unangenehm, aber meist ungefährlich.

Für Dich als Verbraucher ist ein Brownout in der Regel unproblematisch. Manche empfindliche Geräte wie Gaming-PCs, Router oder Smart-Home-Systeme ohne entsprechenden Schutz können allerdings durch Spannungsschwankungen gestört werden. Um Schäden vorzubeugen, empfiehlt es sich, Überspannungsschutz-Steckdosen zu verwenden und Geräte mit Schutzmechanismen zu kaufen. Während eines Brownouts kannst Du außerdem sensible Geräte vorsorglich ausschalten oder vom Netz nehmen.

Brownouts kommen in Deutschland zwar selten vor, sind aber nicht ausgeschlossen. Netzbetreiber setzen auch auf Lastmanagement oder Reservekraftwerke, um die Versorgung stabil zu halten. Wichtig ist auch Dein Beitrag: Wenn Du Energie sparst oder den Stromverbrauch gleichmäßig über den Tag verteilst, hilft das, Lastspitzen im Netz zu vermeiden und verringert die Chance auf Brownouts.

Mit dem Verständnis für Brownouts bist Du besser gewappnet, wenn das Licht mal flackert oder Geräte seltsam reagieren. Bewahrt Ruhe, schützt Deine Technik und achte auf einen ausgewogenen Stromverbrauch – dann lässt sich das Risiko von Netzproblemen minimieren.

Praxisleitfaden des BWP für effiziente und wirtschaftliche Wärmepumpen-Dimensionierung

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Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) hat einen praxisorientierten Leitfaden veröffentlicht, der die richtige Dimensionierung von Wärmepumpen in den Fokus stellt. Für Dich als Fachhandwerker oder Planer ist dieser Leitfaden eine wertvolle Hilfe, um Wärmepumpenanlagen effizient, betriebssicher und wirtschaftlich auszulegen.

Der Leitfaden behandelt wichtige Grundlagen wie die Heizlastbestimmung nach DIN EN 12831-1, die Vorlauftemperatur, Produktdaten sowie die Trinkwassererwärmung. Anhand eines typischen Sanierungsfalls werden über-, unter- und optimal dimensionierte Systeme verglichen, um die Auswirkungen auf Leistung und Kosten besser zu verstehen.

Ein zentraler Aspekt ist das Leistungsverhalten der Wärmepumpen an der Heizkurve, das stark von der gewählten Leistungsgröße und den Verteilung der Außentemperaturen abhängt. Daraus lassen sich entscheidende Schlussfolgerungen für Anschaffungs- und Betriebskosten sowie die Anlagentechnik ableiten.

Wenn Du simulieren möchtest wie sich die Energieeffizienzklasse Deiner Immobilie beim einbau einer Wärmepumpe verändert kannst Du vreed.INSIGHT nutzen.

Der Leitfaden steht Dir ab sofort zum Download auf der Website des BWP zur Verfügung – ein unverzichtbares Werkzeug für die professionelle Wärmepumpenplanung!

Mit smarter Ladestrategie Heimspeicher effizient nutzen und Stromnetz entlasten

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Wusstest Du, dass in Deutschland bereits über 1,8 Millionen Photovoltaik-Heimspeicher installiert sind, die insgesamt 15 Gigawattstunden Kapazität bieten? Trotz dieses riesigen Potenzials werden diese Speicher bisher kaum genutzt, um das Stromnetz gezielt zu entlasten. Genau hier setzt die Initiative „Dein Stromspeicher kann mehr!“ der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin an.

Mit wenigen Klicks kannst Du die sogenannte prognosebasierte Ladestrategie aktivieren und somit Deinen Heimspeicher intelligent steuern. Was bringt Dir das? Zum einen verlängert sich die Lebensdauer Deiner Batterie, da sie weniger stark altert, wenn sie zu optimalen Zeiten geladen wird. Zum anderen entlastest Du das Stromnetz gerade an sonnigen Tagen, an denen häufig Engpässe auftreten. Außerdem trägst Du dazu bei, den Staatshaushalt um einen zweistelligen Millionenbetrag jährlich zu entlasten.

Wie funktioniert das prognosebasierte Laden? Im Gegensatz zur üblichen Praxis, bei der die Batterien schon frühmorgens voll geladen sind und die Solarüberschüsse dann direkt ins Netz fließen, wird die Ladung hier intelligent verzögert. Die Batterie wird basierend auf Solarstromprognosen vor allem mittags geladen, wenn die Stromnachfrage und Erlöse höher sind. Studien der HTW Berlin zeigen, dass dadurch der Marktwert des eingespeisten Solarstroms um bis zu 28 Prozent steigt — von 3,2 auf 4,1 Cent pro Kilowattstunde.

Je höher der Marktwert, desto geringer ist die Belastung des EEG-Kontos, was letztlich die Förderung von Photovoltaik-Anlagen bezahlbar hält. Wenn nun alle Nutzer ihre Speicher mittags laden würden, könnten Einsparungen in Millionenhöhe für den Bundeshaushalt erreicht werden. Dieses Potenzial ist mit minimalem Aufwand erschließbar!

Bereits sieben Hersteller wie E3/DC, Fenecon, Kostal, SMA und Sonnen unterstützen die Initiative und bieten diese Funktion teils standardmäßig an. Mach auch Du mit und entdecke, wie Du mit maximal sechs Klicks von einer intelligenten Ladestrategie profitierst.

Energieausweis 2026: Was sich durch das neue GModG und die EU-Vorgaben ändert

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Die rechtliche Landschaft für Immobilienbesitzer, Verwalter und Makler steht vor einem Umbruch. Basierend auf der überarbeiteten EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) kommen diese Jahr umfassende Änderungen auf uns zu. In Deutschland sollen diese Neuerungen im Rahmen des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) umgesetzt.

Obwohl die EU den 29. Mai 2026 als Stichtag für die Harmonisierung vorgibt, zeichnet sich für Deutschland eine Verzögerung ab. Aktuelle Prognosen deuten auf ein Inkrafttreten im Juli 2026 hin.

Der neueste Entwurf des GModG zeigt überraschende Details: Während die EU eine einheitliche Skala von A bis G fordert, sieht der deutsche Entwurf vorerst eine Zweiteilung vor:

Update vom 12.05.2026: Der aktuelle Stand des GModG-Referentenentwurfs:
  • Wohngebäude: Behalten vorerst die bekannte Skala von A+ bis H.
  • Nichtwohngebäude: Erhalten erstmals die neue EU-Skala von A bis G.
  • Bestandsschutz: Bestehende Energieausweise bleiben bis zum Ablauf ihrer 10-jährigen Gültigkeit rechtskräftig.
Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Das GModG wird die Handhabung von Energieausweisen in der Praxis deutlich verändern. Hier sind die zentralen Punkte des aktuellen Entwurfs:

  1. Einschränkung für Gewerbe: Nichtwohngebäude und gemischt genutzte Gebäude müssen zwingend einen Bedarfsausweis erhalten.
  2. Vereinfachung bei Mischnutzung: Die Einstufung erfolgt nach dem Überwiegenheitsprinzip. Wird ein Gebäude überwiegend zum Wohnen genutzt, gilt es komplett als Wohngebäude.
  3. Digitalisierungspflicht: Energieausweise müssen künftig in einem maschinenlesbaren elektronischen Format erstellt werden.
  4. Erweiterte Vorlagepflicht: Ein Ausweis ist nicht mehr nur bei Neuvermietung, sondern auch bei der Verlängerung von Mietverträgen vorzulegen.
  5. Denkmalschutz: Die bisherige Ausnahme fällt. Auch für Baudenkmäler muss bei Verkauf oder Vermietung ein Energieausweis vorliegen.
Neue Pflichtangaben und CO2-Bilanz

Ab 2028 (für große Gebäude > 1.000 m2) bzw. ab 2030 (für alle Neubauten) wird die Lebenszyklus-Treibhausgasemission (THG) zum Pflichtbestandteil. Zudem müssen Angaben zur Niedertemperatur-Fähigkeit des Heizsystems und zum Anteil erneuerbarer Energien am Standort gemacht werden.


Die neue EU-Skala A bis G: Mehr Schein als Sein?

Die EU führt eine harmonisierte Skala ein, um Transparenz zu schaffen. Dabei gilt:

  • Klasse A: Nullemissionsgebäude.
  • Klasse G: Die energetisch schlechtesten 15 % des jeweiligen nationalen Bestands.
Die Grenzen der Vergleichbarkeit

Trotz der einheitlichen Buchstaben bleibt ein direkter Vergleich schwierig:

  • Nationaler Kontext: Die Schwellenwerte in kWh/(m2a) werden von jedem EU-Land selbst definiert. Ein „C“ in Spanien ist energetisch nicht mit einem „C“ in Deutschland gleichzusetzen.
  • Zeitfaktor: Ein Ausweis von 2018 basiert auf anderen Normen (EnEV) als ein Ausweis von 2025 (GEG/GModG).
  • Methoden-Gap: Werte in Bedarfsausweisen liegen oft 20 % bis 30 % über denen von Verbrauchsausweisen für dasselbe Gebäude.

Unser Tipp: Mit vreed.INSIGHT bist Du auf alle Fälle sicher, denn wir halten alle Vorgaben und Berechnungsvorgaben stets aktuell.


Fazit für die Praxis

Der Energieausweis bleibt trotz methodischer Unterschiede ein unverzichtbares Werkzeug. Achten Sie bei Vergleichen weniger auf den Buchstaben, sondern primär auf die Endenergiekennzahl in kWh/(m2a) und nutzen Sie die Modernisierungsempfehlungen als Fahrplan für künftige Sanierungen.

Zusammenfassung der Skalenlogik (EU-Vorgabe)
KlasseBedeutung
ANullemissionsgebäude
B – FGleichmäßige Verteilung der Effizienzstufen
GDie energetisch schlechtesten 15 % des Bestands

Neues GModG – Was Käufer & Verkäufer jetzt beim Energieausweis und Heizungstausch wissen müssen

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🏠 Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist da, und für Käufer & Verkäufer ändert sich einiges. Hier sind die wichtigsten Punkte:

🔑 Das Heizungsgesetz (GEG § 71 ff.) ist Geschichte. Die 65%-EE-Pflicht beim Heizungstausch entfällt. Eigentümer können künftig wieder Gas- und Ölheizungen einbauen, allerdings mit einer Pflicht zu wachsenden Anteilen klimaneutraler Brennstoffe:

  • 10 % ab 2029
  • 15 % ab 2030
  • 30 % ab 2035
  • 60 % ab 2040.

📄 Der Energieausweis wird umfangreicher und verpflichtender. Beim Verkauf müssen Energieausweis oder Kopie spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden, oder sofort auf Anfrage.

Neu: Der Ausweis muss künftig auch THG-Emissionen (kg CO₂/m²·a), Lebenszyklus-Emissionen (ab 2028/2030), Angaben zur Systemreaktionsfähigkeit und die Energieeffizienzklasse enthalten.

📢 Pflichtangaben in Immobilienanzeigen bleiben. Wer inseriert und einen gültigen Energieausweis hat, muss weiterhin Ausweisart, Primärenergiebedarf, Energieeffizienzklasse und Baujahr angeben.

🆕 Neue Effizienzklassen auch für Nichtwohngebäude. Ab Inkrafttreten gilt ein neues Klassensystem (§ 86 GModG), auch für Gewerbeimmobilien. Das wird bei gewerblichen Transaktionen zunehmend preisrelevant sein.

💡 Unser Fazit für Kaufinteressenten: Energieausweis ernst nehmen, er wird detaillierter und aussagekräftiger. Wer in C/D/E-Objekte investiert, sollte Sanierungskosten und Betriebskosten künftig stärker einpreisen.

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Energieausweise gibt es hier.

Wärmepumpen-Verkauf erreicht 2025 neuen Rekord – So profitierst du von der Marktentwicklung

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Im Jahr 2025 hat sich der Wärmepumpenmarkt in Europa spürbar erholt und wächst wieder kräftig. Nach zwei Jahren mit rückläufigen Verkaufszahlen stieg der Absatz in 16 europäischen Ländern um beeindruckende 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, insgesamt wurden 2,63 Millionen Wärmepumpen verkauft. Damit liegt der Bestand in Europa nun bei rund 28 Millionen installierten Geräten.

Besonders trägt die politische Förderung in vielen Ländern zu diesem Aufschwung bei. Förderprogramme, Steuervergünstigungen und klare Rahmenbedingungen haben den Markt dynamisiert. In Belgien etwa führte die Senkung der Mehrwertsteuer auf Wärmepumpen und neue Restriktionen für fossile Brennstoffe zu einem Verkaufsplus von sieben Prozent. Hingegen sanken die Absätze in Polen und Frankreich aufgrund von Falschinformationen zur Technologie und instabilen Förderungen leicht.

Deutschland setzte 2025 einen neuen Meilenstein: Mit knapp 299.000 verkauften Wärmepumpen wurde die Wärmepumpe zum meistgekauften Heizsystem. Dieses Wachstum spiegelt das gestiegene Verbraucher- vertrauen wider – vor allem bedingt durch den Wunsch nach Energiesicherheit und einer Abkehr von fossilen, volatilen Rohstoffen.

Hintergrund dieses europäischen Trends sind politische Entscheidungen auf EU-Ebene. Der „EU Electrification Action Plan“ sowie die „Heating and Cooling Strategy“ setzen klare Ziele für die kommenden Jahre. Die EHPA betont, dass Steuern ein zentrales Instrument für ein nachhaltiges Kaufverhalten sind. Länder in Europa sind aufgerufen, die Steuerbelastung auf Wärmepumpen und Strom zu reduzieren und stabile politische Rahmen zu schaffen, um die Abhängigkeit von fossilen Importen zu verringern und die energetische Selbstversorgung zu fördern.

Kurz gesagt: Der Wärmepumpenmarkt boomt, politische Maßnahmen und individuelle Entscheidungen treiben die Marktentwicklung voran – jetzt lohnt es sich für dich, auf diese nachhaltige Heiztechnologie zu setzen.

So heizt Du im Frühling richtig und vermeidest Schimmelbildung ganz einfach

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Im Frühling ist das richtige Heizen oft eine Herausforderung. Tagsüber scheint die Sonne, während nachts Frost droht – doch ständig die Heizung hoch- und runterzudrehen, verbraucht unnötig viel Energie. Mit ein paar einfachen Regeln kannst Du dennoch Energie sparen, Geldbeutel schonen und Schimmelbildung vermeiden.

Zunächst solltest Du die Raumtemperatur moderat senken. Bereits ein Grad weniger bedeutet bis zu sechs Prozent weniger Energieverbrauch. Dennoch raten Experten davon ab, die Heizung ständig an- und auszuschalten oder stark zu variieren. Kalte Wände brauchen nämlich viel Energie, um wieder warm zu werden. Richte Dich lieber nach der Raumtemperatur statt nach dem Wetter draußen und zieh einen Pullover oder warme Socken an, wenn es kühler ist.

Eine weitere gute Strategie ist es, die Heizdauer täglich um etwa fünf Minuten zu verkürzen. Gerade in gut gedämmten Häusern wie Neubauten, Passiv- oder Niedrigenergiehäusern kannst Du noch schneller reduzieren, da die Wärme länger im Raum bleibt.

Beim Lüften gelten im Frühling besondere Regeln, um die Luftfeuchtigkeit und damit das Schimmelrisiko im Blick zu behalten. Lüfte drei- bis viermal täglich für 10 bis 15 Minuten. Schalte beim Lüften die Heizkörperventile ab, um Energieverschwendung zu vermeiden. Da warme Frühlingsluft mehr Feuchtigkeit enthält, hilft ein Hygrometer, um den optimalen Zeitpunkt zum Lüften zu bestimmen. Lüfte am besten nachmittags ausgiebig, wenn die Außentemperaturen höher sind und weniger Wärme verloren geht. Am Abend reicht dann ein kurzes Stoßlüften, um frische Luft hereinzulassen.

Nach dem Duschen oder Kochen solltest Du ebenfalls zügig lüften, damit sich keine Feuchtigkeit an den Wänden absetzt. Vermeide dagegen Querlüften in solchen Situationen, da sich die feuchte Luft sonst in der gesamten Wohnung verteilt und Schimmel begünstigen kann.

Mit diesen einfachen Tipps kannst Du im Frühling richtig heizen, Energie sparen und Schimmel effektiv vorbeugen.

Wärmepumpenprüfung in Mehrfamilienhäusern: Was Du 2026 unbedingt wissen musst

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Ab 2026 greift eine neue gesetzliche Prüfpflicht für Wärmepumpen in größeren Wohngebäuden. Das betrifft insbesondere wassergeführte Luft-, Wasser- und Erdreichwärmepumpen, die in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen nach dem 31.12.2023 installiert wurden. Diese Pflicht gilt auch für Gebäudenetze mit mindestens sechs angeschlossenen Wohneinheiten. Die Prüfung muss nach einer vollständigen Heizperiode erfolgen, spätestens jedoch zwei Jahre nach der Inbetriebnahme der Wärmepumpe.

Ziel der Prüfpflicht ist es, den effizienten Betrieb der Anlagen sicherzustellen und unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden. Die erste Prüfung wird nach der Heizperiode fällig, danach ist eine Wiederholung alle fünf Jahre vorgeschrieben. Im Rahmen der Kontrolle werden Regelparameter wie Heizkurve, Heizgrenztemperatur und Pumpeneinstellungen überprüft und der Nachweis eines hydraulischen Abgleichs verlangt. Fachleute analysieren außerdem die Jahresarbeitszahl der Anlage und geben Optimierungstipps, etwa zu Nutzerverhalten oder Verbesserungen der Heizungsanlage und Gebäudehülle.

Ausgenommen von der Pflicht sind Brauchwasser-Wärmepumpen, Luft-Luft-Wärmepumpen (Klimageräte) sowie Wärmepumpen, die einer Fernüberwachung unterliegen. Die Inspektion darf nur von qualifizierten Fachleuten durchgeführt werden – dazu zählen unter anderem Schornsteinfeger, Heizungsbauer und Energieberater mit entsprechender Fortbildung. Werden Mängel oder Optimierungspotenziale festgestellt, müssen diese innerhalb eines Jahres behoben werden. Die Ergebnisse der Prüfung müssen schriftlich dokumentiert werden.

Für Eigentümer von Mehrfamilienhäusern gibt es zudem hilfreiche Leitfäden zur Umsetzung von Wärmepumpenprojekten. Es lohnt sich, zwischen zentralen und dezentralen Anlagen zu unterscheiden, da die Wahl der Technik Auswirkungen auf Platzbedarf, Kosten und Geräuschentwicklung hat. So benötigen Erdwärmepumpen beispielsweise Bohrungen oder Gräben, wohingegen Luft-Wasser-Wärmepumpen hörbare Ventilatoren einsetzen, die nachbarschaftliche Belästigungen erzeugen können. Dezentrale Systeme bieten individuellere Steuerungsmöglichkeiten, verursachen aber höhere Kosten.

Auch die Anpassung der Heizkörper spielt bei der Umstellung auf Wärmepumpen eine wichtige Rolle. Da Wärmepumpen mit niedrigeren Vorlauftemperaturen arbeiten, sollten Heizkörper geprüft und gegebenenfalls getauscht oder auf Niedrigtemperaturheizkörper umgerüstet werden. Unterstützung bei der Planung, Heizlastberechnung und Fördermittelberatung bieten Energieberater sowie spezialisierte Planungsbüros und Hersteller.

Die regelmäßige und fachgerechte Prüfung sowie Optimierung von Wärmepumpen ist ein wichtiger Schritt, um Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Kosteneinsparungen langfristig zu sichern – vor allem angesichts des wachsenden Anteils von Wärmepumpen in der Heiztechnik großer Wohngebäude.