Wie Du Deinen Schornstein beim Wechsel auf eine Wärmepumpe richtig stilllegst und Kosten sparst

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Wenn Du Deine alte Öl- oder Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen möchtest, gibt es einiges zu beachten – insbesondere in Bezug auf die Stilllegung Deines Schornsteins. Denn eine Wärmepumpe benötigt keinen Schornstein, da sie keinen Abgasabzug erfordert. Trotzdem musst Du aktiv werden, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) weist darauf hin, dass Du Deine bisherige Heizung beim zuständigen Schornsteinfeger abmelden musst. Bei Gasheizungen kommt außerdem die Information an den Gasversorger hinzu. Ohne diese Abmeldung kann der Schornsteinfeger weiterhin kostenpflichtige Prüfungen und Kehren verlangen, die je nach Umfang zwischen 50 und 70 Euro kosten können.

Auch der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks betont, dass eine offizielle Stilllegung des Schornsteins sinnvoll ist, wenn Du dauerhaft keine Feuerstätte mehr betreibst. Damit dokumentierst Du, dass der Schornstein außer Betrieb ist, und in der Regel entfallen weitere Kontrollen. Das dient auch der Sicherheit, zum Beispiel, um bauliche Schäden oder Feuchtigkeitsprobleme zu erkennen.

Es gibt zwei Arten der Stilllegung:
1. Vorübergehende Stilllegung: Der Schornstein bleibt funktionsfähig und wird mit einer Kappe gegen Feuchtigkeit geschützt. Diese Variante ist empfehlenswert, wenn Du denkst, später einen Kaminofen installieren zu wollen. Allerdings könnten weiterhin Prüfkosten anfallen.
2. Permanente Stilllegung: Hier werden die Öffnungen zugemauert oder dauerhaft verschlossen. Eine Kappe schützt vor Feuchtigkeit, und die Kontrollpflicht entfällt. Eine spätere Inbetriebnahme ist zwar möglich, aber mit höheren Kosten und einer erneuten Abnahme durch den Schornsteinfeger verbunden.

Fazit: Wenn Du auf eine Wärmepumpe umsteigst, solltest Du Deinen Schornstein unbedingt schriftlich beim Schornsteinfeger abmelden. So vermeidest Du unnötige Folgekosten und sorgst für Rechtssicherheit. Die Entscheidung zwischen vorübergehender und permanenter Stilllegung hängt davon ab, ob Du Dir eine Rückkehr zum Betrieb eines Kamins offenhalten möchtest.

Lage, Energieeffizienz und ihr Einfluss auf den Immobilienwert neu bewertet

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Wenn Du eine Immobilie besitzt oder suchst, solltest Du den Faktor Energieeffizienz unbedingt beachten. Eine aktuelle Studie von ImmobilienScout24 zeigt: Sanierte Wohngebäude mit hoher Energieeffizienz erzielen bis zu 40 Prozent höhere Marktpreise als unsanierte Vergleichsobjekte. Der Wertzuwachs durch Energiesanierung liegt durchschnittlich bei 23 Prozent, wobei vor allem Altbau-Immobilien (Baujahr bis 1949) stark profitieren – unabhängig davon, ob sich diese in städtischen oder ländlichen Lagen befinden.

Energetische Maßnahmen und der aktuelle Sanierungsstand beeinflussen heute maßgeblich die Nachfrage, Kaufpreise und die Finanzierungschancen bei Banken. Der Energieausweis hat sich dabei als zentrales Dokument etabliert, das als Nachweis der energetischen Qualität und zukünftigen Betriebskosten dient. Banken verlangen mittlerweile oft den Energieausweis als Pflichtdokument für Kreditanträge und fordern manchmal sogar einen Sanierungsplan, um eine Finanzierung zu ermöglichen. Dabei sind bei Käufern oft Mängel wie veraltete Fenster, ineffiziente Heizungen oder ungedämmte Dächer entscheidende Faktoren, die den Verkaufsprozess erschweren können.

Das Aufschieben von Sanierungen führt inzwischen häufig zu deutlichen Wertabschlägen bei Immobilien. Investierst Du dagegen gezielt in Wärmedämmung, moderne Heizungssysteme und andere energetische Verbesserungen, kannst Du nicht nur Energiekosten senken, sondern auch den Marktwert langfristig steigern. Ein umfassender Sanierungsfahrplan und ein aktueller Energieausweis erhöhen die Attraktivität deines Objekts und erleichtern den Verkauf.

Zusammengefasst wird klar: Lage und Lage sind weiterhin wichtig, aber die Energieeffizienz rückt immer stärker in den Fokus und sorgt bei sanierten Gebäuden für eine spürbare Wertsteigerung.

Klimaschutz-Plus: Zuschüsse für kommunale Gebäudesanierung und Beratungen in Baden-Württemberg

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Kommunen in Baden-Württemberg können ab dem 1. Februar 2026 wieder Anträge für den zweiten Teil des Förderprogramms „Klimaschutz-Plus“ stellen. Das Programm unterstützt die energetische Sanierung kommunaler Gebäude sowie flankierende beratende Maßnahmen, um die Klimaschutzziele effizient umzusetzen.

Während der erste Teil des Programms Investitionszuschüsse für Sanierungen bietet, richtet sich der zweite Teil auf Beratungsleistungen mit Förderquoten von bis zu 75 Prozent. Gefördert werden beispielsweise CO2-Bilanzierungen, Gebäudesteckbriefe zur Sanierungsstrategie, kommunales Energiemanagement sowie Qualitäts- und Prozessmanagementsysteme mit Fokus auf den Klimaschutz in der Kommune. Erstmals sind auch kommunale Kommunikations- und Beteiligungsmaßnahmen mit bis zu 80 Prozent förderfähig, um die Bürgerakzeptanz zu stärken.

Die Landesenergieagentur KEA-BW begleitet das Programm fachlich, die Antragsstellung läuft über die L-Bank. Die Unterstützung gibt Kommunen, insbesondere auch kleinen Verwaltungen ohne eigene Fachabteilungen, die Möglichkeit, qualifizierte externe Experten für Klimaschutzprojekte einzubinden.

Im ersten Teil des Förderprogramms werden investive Maßnahmen an kommunalen Nichtwohngebäuden wie Schulen und Rathäusern mit Zuschüssen gefördert, ergänzt durch Boni für energetisch hochwertige Schul-Sanierungen.

Das Programm „Klimaschutz-Plus“ zielt darauf ab, dem erheblichen Sanierungsstau in öffentlichen Gebäuden entgegenzuwirken und die finanzielle Belastung für Kommunen zu reduzieren. Die digitale Antragstellung, vereinfachte Nachweise und die umfassende Beratung durch KEA-BW helfen dabei, die Maßnahmen zügig umzusetzen und so aktiv zum Klimaschutz beizutragen.

Holzheizungen – Klimafreundliche Alternative oder Umweltproblem? Was Du wissen solltest

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Holzheizungen gelten als eine nachhaltige Alternative zu fossilen Brennstoffen und werden häufig staatlich gefördert. Doch stimmt dieses grüne Image wirklich? Beim Verbrennen von Holz entsteht CO2, und so fragen sich viele: Sind Holzheizungen tatsächlich klimafreundlich?

Holzheizungen wie Pellet-, Hackschnitzel- oder Scheitholzsysteme nutzen nachwachsende Rohstoffe und gelten laut Gebäudeenergiegesetz als zukunftssicher. Dennoch gibt es berechtigte Kritik von Umweltschützern: Neben biogenem CO2 entstehen auch Feinstaub, Methan, Lachgas und Ruß, die das Klima und die Gesundheit belasten. Zudem ist der Platzbedarf hoch und die Herkunft des Holzes oft unklar.

Biogenes CO2 gilt als klimaneutral, weil beim Wachstum des Baumes genau so viel CO2 gebunden wird, wie bei der Verbrennung freigesetzt wird. Allerdings dauert das Nachwachsen oft Jahrzehnte, sodass kurzfristig mehr CO2 freigesetzt als gebunden werden kann. Hinzu kommen Emissionen bei Holzernte, Transport und Verarbeitung.

Umweltorganisationen warnen, dass der aktuelle Holzverbrauch oft höher ist als das, was die Wälder natürlich nachliefern können. Für Holzheizungen werden häufig Reste aus Sägewerken genutzt, die sonst verrotten würden. Dennoch ist Totholz wichtig für Waldbiotope und Biodiversität, da es Lebensraum für zahlreiche Tiere bietet.

Wissenschaftler kritisieren, dass Holzverbrennung pro Kilowattstunde zwei- bis dreimal mehr Kohlendioxid freisetzen kann als Gas oder Kohle. Auch Feinstaubemissionen sind bei Holzheizungen deutlich höher als bei Gasheizungen. Neben CO2 und Feinstaub werden weitere klimaschädliche Gase wie Methan und Lachgas freigesetzt, die die Erderwärmung verstärken.

Die Umweltbilanz von Holzheizungen hängt stark vom verwendeten Holz ab: Regionales Restholz ist weniger kritisch, während das Verbrennen ganzer Baumstämme die CO2-Bindung langfristig reduziert. Viele Pellets und Hackschnitzel stammen jedoch aus dem Ausland, was zusätzliche Umweltauswirkungen durch Transporte bringt.

Gasheizungen haben oft eine bessere Klimabilanz als Ölheizungen, vor allem, wenn sie mit Biogas oder grünem Wasserstoff betrieben werden. Sie emittieren zudem deutlich weniger Feinstaub. Allerdings sind Umweltschäden durch Methanemissionen bei der Erdgasgewinnung ein ernstzunehmender Faktor.

Ob Holzheizungen oder Gasheizungen umweltfreundlicher sind, lässt sich daher nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind Faktoren wie Holzherkunft, Heiztechnik und zusätzliche Filteranlagen. Effiziente Pelletöfen mit Schadstofffiltern und gut gedämmte Häuser können die Umweltbilanz deutlich verbessern.

Experten, Umweltverbände und das Umweltbundesamt empfehlen vor allem den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme wie Wärmepumpen, um Klima und Gesundheit bestmöglich zu schonen.

Fazit: Nutzt Du Holzheizungen, achte auf moderne, effiziente Anlagen und regionale Reststoffe. Kombiniere das mit guter Gebäudedämmung, um die Klimawirkung zu minimieren und die Umwelt zu schützen.

Kostenloses Webinar: Photovoltaik- und Wärmepumpen- Sammelbestellungen für Städte und Kommunen

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Erfolgreiche Bündelungsaktionen/Sammelbestellungen für PV-Anlagen und Wärmepumpen zeigen, welches Potenzial gemeinschaftliche Ansätze für die kommunale Wärmewende bieten. vreed lädt alle ein, die sich im kommunalen Umfeld mit dem Thema Klimaschutz befassen: Vertreter:innen von Städten und Gemeinden, Klimaschutzmanager:innen und Klimaschutzagenturen, Energiegenossenschaften, Banken und Versorger. Praxisnah und anschaulich werden solche Aktionen und ihre Umsetzung vorgestellt.

📅 Datum: 24. Februar 2026
⏰ Uhrzeit: 15:00–16:30 Uhr
💻 Format: Online-Webinar (kostenfrei)

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Worum geht es?

Bündelungsaktionen/Sammelbestellungen sind ein wirkungsvolles Instrument, um Bürgerinnen und Bürger niedrigschwellig für klimafreundliche Technologien wie PV und Wärmepumpen zu gewinnen, Planungs- und Umsetzungssicherheit zu erhöhen und kommunale Klimaziele schneller zu erreichen.

Im Webinar geben wir einen strukturierten Überblick über folgende Themen:

  • Was sind Bündelungsaktionen? Zielsetzung, Grundprinzip und Abgrenzung zu klassischen Förder- oder Informationskampagnen.
  • Wie ist der typische Ablauf? Von der kommunalen Vorbereitung über die Interessensabfrage bis zur Umsetzung mit Fachbetrieben.
  • Was gilt es zu berücksichtigen? Erfolgsfaktoren, organisatorische und kommunikative Aspekte sowie typische Herausforderungen.
  • Kosten und Nutzen: Aufwand und Mehrwert für Kommunen, Bürgerschaft, Handwerksbetriebe und weitere Beteiligte.
  • Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger: Transparenz, Planungssicherheit, reduzierte Komplexität und einfache digitale Prozesse.
  • Mehrwert für Kommunen: Skalierbarkeit, geringe administrative Belastung und messbarer Beitrag zur Wärmewende.

Das Webinar richtet sich insbesondere an Akteur:innen, die praxisnahe Einblicke suchen und prüfen möchten, ob und wie sich Bündelungsaktionen in der eigenen Kommune sinnvoll umsetzen lassen.
Wir freuen uns auf den Austausch und darauf, unsere Erfahrungen aus der kommunalen Praxis zu teilen!

Thomas Wolter-Roessler, Geschäftsführer vreed GmbH

Di, 24. Feb. 2026 15:00 – 16:30 (UTC+01:00) Amsterdam, Berlin, Bern, Rom, Stockholm, Wien

🔗 Hier kostenlos anmelden

Wir freuen uns darauf, dass Sie am Ereignis teilnehmen!

Soziale Gerechtigkeit bei der Gebäudesanierung fördern – Wie ein neues Konzept Klimaziele erreicht

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Die energetische Sanierung von Altbauten ist ein wichtiger, aber bisher enttäuschender Baustein der Energiewende in Deutschland. Die Sanierungsrate bleibt niedrig, energieintensive Gebäude verursachen weiterhin hohe Emissionen, und die Klimaziele im Gebäudesektor werden regelmäßig verfehlt. Um dieses Problem anzugehen, schlagen das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (Ifeu) und die Technische Universität München (TUM) eine grundlegende Weiterentwicklung der staatlichen Förderung vor – mit Fokus auf soziale Gerechtigkeit und einfache Strukturen.

Aktuell fließt ein Großteil der Fördermittel in Heizungstechnik, während Maßnahmen zur Gebäudedämmung und -ertüchtigung weniger unterstützt werden. Nur eine geringe Zahl von Gebäuden wird umfassend saniert. Die bisherigen Fördermodelle bevorzugen umfassende Sanierungen und profitieren überwiegend einkommensstarke Haushalte. Eigentümer kleiner Einkommen und vermietete Wohnungen werden dagegen oft außen vor gelassen.

Das neue Konzept fordert eine radikale Vereinfachung der Förderung: Eine einheitliche Grundförderung für alle wirksamen Maßnahmen wie Dämmung, Fenstertausch oder Heizungserneuerung soll eingeführt werden. Zudem soll es einen „Zukunftsbonus“ geben – eine zusätzliche Förderung, wenn der Altbau einen besonders schlechten Energiestandard hat oder ein zukunftsfähiges Niveau erreicht wird. Dies orientiert sich am künftigen europäischen „Zero Emission Building“-Standard.

Darüber hinaus legt das Modell großen Wert auf soziale Ausgewogenheit. Haushalte mit geringem Einkommen oder sozial gebundene Wohnräume sollen höhere Fördersätze erhalten, um die soziale Schieflage bei der Förderung zu beseitigen. Ziel ist es, nicht Perfektion, sondern eine wirksame, ressourcenschonende Sanierung mit nachhaltigem Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit zu fördern.

Dieses Konzept könnte entscheidend dazu beitragen, die Sanierungsquoten zu erhöhen, den Gebäudesektor klimafreundlicher zu gestalten und gleichzeitig sozial benachteiligte Gruppen besser zu unterstützen.

Herausforderungen bei der energetischen Sanierung in Wohnungseigentümergemeinschaften erfolgreich bewältigen

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Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) spielen eine zentrale Rolle auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand in Deutschland bis 2045. Rund 22 Prozent aller Wohnungen – etwa 9,3 Millionen – sind im Besitz von Einzelpersonen und Teil einer WEG. Dennoch stehen energetische Modernisierungen in diesen Gemeinschaften vor besonderen Herausforderungen.

Viele Sanierungsvorhaben in WEGs scheitern bereits in der Anfangsphase. Die Ursachen liegen vor allem in komplizierten Entscheidungsprozessen, finanziellen Hürden und rechtlichen sowie technischen Unsicherheiten. Beispielsweise fehlt oft eine ausreichende Rücklagenbildung, Fördermöglichkeiten werden nicht optimal genutzt und es mangelt an klaren Finanzierungskonzepten. Zudem sorgen gesetzliche Vorgaben und die Auswahl passender Sanierungsmaßnahmen für Unsicherheit, insbesondere bei der Umstellung auf klimafreundliche Heizsysteme.

Damit Modernisierungen erfolgreich umgesetzt werden können, ist die Zusammenarbeit aller Beteiligten essenziell: Eigentümer, Verwaltungsbeirat, WEG-Verwaltung und Energieberater müssen an einem Strang ziehen. Nur so lassen sich kompetente Entscheidungen treffen und praktikable Lösungen finden.

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat deshalb einen WEG-Praxisguide entwickelt. Dieser bündelt praxisnahe Informationen, Checklisten, Entscheidungshilfen und Best-Practices, die alle zentralen Fragen rund um Modernisierung, Energieberatung, Finanzierung, Förderprogramme und rechtliche Grundlagen abdecken. Der Praxisguide unterstützt Eigentümer, Verwaltungen und Berater bei der erfolgreichen Planung und Umsetzung energetischer Sanierungsprojekte.

Ein wichtiger Meilenstein ist der geplante Launch einer Website im November 2025, die umfangreiche Arbeitshilfen und Informationen bereitstellen wird. So erhält jede WEG die nötigen Werkzeuge, um die Wärmewende zu meistern und gemeinsam einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Hier geht es zum Video der dena. 

Warum Du Deine Balkon-PV-Anlage im Winter nicht abschalten solltest

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Im Winter scheint die Sonne zwar kürzer und weniger intensiv, doch Deine Balkon-Photovoltaikanlage solltest Du deshalb nicht abschalten. Solarzellen erzeugen Strom durch Sonnenlicht, das idealerweise in einem 90-Grad-Winkel auf die Module trifft. Im Winter steht die Sonne tiefer, was die Energieausbeute reduziert, und die Anzahl der Sonnenstunden ist geringer als im Sommer. Dennoch produziert Deine Mini-PV-Anlage weiterhin Strom, wenn auch in vermindertem Maße. Dieser zusätzliche Strom reicht aus, um kleinere Geräte zu betreiben oder deren Akkus aufzuladen.

Besonders innovative Solarmodule aus Perowskit können auch bei schwächerer Sonneneinstrahlung effizient Energie erzeugen, was Forschungsergebnisse bestätigen. Hitze kann die Leistung von Solarzellen verringern, Kälte hingegen beeinträchtigt die Effizienz meist nur ab Temperaturen um den Gefrierpunkt, und es besteht die Gefahr frostbedingter Schäden, besonders durch eingedrungene Feuchtigkeit und Eisbildung.

Um die Leistung im Winter zu optimieren, solltest Du Eis und Schnee regelmäßig von den Modulen entfernen und Deine Mini-PV-Anlage gut isolieren, wobei Belüftung wichtig bleibt, um Feuchtigkeitsschäden und Schimmel zu vermeiden. Auch der Akku Deiner Anlage benötigt Schutz vor Kälte, da niedrige Temperaturen seine Leistung mindern können.

Behalte die Leistung Deiner Anlage stets im Blick und lasse bei Problemen Reparaturen am besten von einem Fachbetrieb durchführen – aus Sicherheitsgründen. So bewahrst Du Deine Balkon-PV-Anlage im Winter vor Schaden und kannst dauerhaft von nachhaltiger Energie profitieren.

Mit einfachen Tricks Heizkosten senken: So optimierst Du Deine Heizung effizient

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Steigende Heizkosten belasten viele Haushalte – doch oft verschenkt Du wertvolle Energie, ohne es zu merken. Mit einfachen Maßnahmen kannst Du die Leistung Deiner Heizung deutlich verbessern und dabei bares Geld sparen. Wie das geht, zeigen Dir diese Alltagstipps, die Du ohne großen Aufwand selbst umsetzen kannst.

Staub entfernt, Wärme erhöht
Staub ist ein echter Effizienz-Killer bei Heizkörpern. Eine dünne Schicht verringert die Wärmeabgabe erheblich und sorgt dafür, dass Du mehr Energie benötigst, um Deine Räume zu heizen. Durch regelmäßiges Reinigen steigerst Du die Heizleistung um bis zu 30 Prozent. Nutze dafür eine Heizkörperbürste aus Ziegenhaar oder blase mit einem Föhn den Staub aus den Lamellen heraus. Ein feuchtes Tuch oder Pappe unter dem Heizkörper fängt den Schmutz auf. Für hartnäckige Verschmutzungen empfiehlt sich ein Dampfreiniger.

Luft raus, Wärme rein
Wenn Deine Heizkörper gluckern oder nur unten warm werden, dann ist wahrscheinlich Luft im Heizkreislauf. Diese Luft reduziert die Zirkulation der Wärme erheblich. Entlüften ist einfach: Mit einem Vierkantschlüssel öffnest Du das Entlüftungsventil so lange, bis Wasser austritt. Das verbessert die Wärmeverteilung und spart Heizkosten.

Möbel und Vorhänge richtig platzieren
Oft stehen Möbel zu dicht an den Heizkörpern oder verdecken sie. Dadurch kann sich die Wärme nicht optimal im Raum verteilen. Halte mindestens 30 Zentimeter Abstand ein. Vermeide zudem, dass lange Vorhänge über die Heizung hängen, damit die warme Luft zirkulieren kann. Auch das Trocknen von Handtüchern auf der Heizung bremst die Wärmeabgabe und kühlt den Raum sogar kurzfristig ab.

Heizung regelmäßig warten
Eine saubere Heizung arbeitet effizienter und spart Energie. Die jährliche Wartung inklusive Reinigung des Heizkessels kann Deinen Energieverbrauch um etwa zehn Prozent senken. Die Investition von circa 160 Euro für die Wartung zahlt sich somit schnell aus. Zusätzlich solltest Du ungedämmte Heizungsrohre in unbeheizten Räumen mit Dämmmaterial isolieren – so kannst Du pro Meter Rohr bis zu 200 Kilowattstunden Energie einsparen.

Fazit: Mit diesen simplen Tipps kannst Du die Heizleistung Deiner Heizung deutlich steigern und Kosten reduzieren. Regelmäßige Reinigung, Entlüften, richtige Möbelstellung und Wartung sind entscheidend. So nutzt Du Deine Heizenergie optimal und sorgst für eine gemütliche Wärme bei geringeren Ausgaben.

Eigenleistungen bei energetischer Sanierung: So gelingt die Förderung richtig

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Eigenleistungen bei der energetischen Sanierung Deines Hauses oder Deiner Wohnung können durch die Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) unterstützt werden – vorausgesetzt, Du kennst die richtigen Bedingungen. Besonders erfreulich: Die Materialkosten Deiner Eigenleistung sind förderfähig, was die Sanierung kostengünstiger gestaltet. Allerdings gibt es wichtige Fallstricke, insbesondere bei der Rechnungserstellung und der Einbindung von Experten.

Seit dem 1. Januar 2023 gelten diese Förderregeln für alle Anträge im BEG-EM- und BEG-WG-Programm. Dabei werden nur die Materialkosten unterstützt, die unmittelbar mit der Sanierungsmaßnahme verbunden sind – Materialien für Umfeldmaßnahmen sind ausgeschlossen.

Bei Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle, wie Fenstertausch oder Dämmung, benötigst Du einen Energie-Effizienz-Experten (EEE), der vor der Antragstellung eine Technische Projektbeschreibung (TPB) erstellt. Nach Abschluss der Arbeiten prüft dieser die fachgerechte Ausführung und die korrekte Materialkostenaufstellung per Technischem Projektnachweis (TPN). Hierbei darf die Förderung maximal 20 Prozent der förderfähigen Kosten betragen, gedeckelt auf 30.000 Euro pro Jahr und Wohneinheit (bis zu 60.000 Euro mit Sanierungsfahrplan).

Wichtig ist, dass die Materialkostenrechnung ausschließlich förderfähige Posten enthält, den Namen des Antragstellers ausweist und in deutscher Sprache ausgestellt ist. Materialkäufe müssen vor Antragstellung noch nicht getätigt worden sein, und Kassenbons oder unvollständige Rechnungen reichen nicht aus.

Beim Heizungstausch oder der Heizungsoptimierung erfolgt die Förderung ähnlich, doch hier ist oft ein Fachbetrieb notwendig. Der Fachbetrieb oder der Energie-Effizienz-Experte erstellt vor der Antragstellung eine Bestätigung zum Antrag (BzA) und nach der Durchführung eine Bestätigung nach Durchführung (BnD). Die Förderhöhen können bis zu 70 Prozent der Kosten betragen, bei festen Obergrenzen von 30.000 bzw. 60.000 Euro.

Auch hier gilt: Rechnungen müssen korrekt, spezifisch und unbar bezahlt sein, um förderfähig zu bleiben. Eine formlose Erklärung über Eigenleistung ersetzt einen Vertrag.

Für die umfassendere Effizienzhaus-Sanierung wird ebenso nur die Materialkostenförderung bei Eigenleistung gewährt. Voraussetzung ist, dass der Energie-Effizienz-Experte die sachgerechte Umsetzung bestätigt. Rechnungen müssen die gleichen Kriterien erfüllen wie bei den Einzelmaßnahmen.

Fazit: Wenn Du Eigenleistungen bei Deiner Sanierung einsetzen möchtest, solltest Du insbesondere auf die Einbindung von Energie-Effizienz-Experten, ordnungsgemäße Rechnungen und die Einhaltung der Förderbedingungen achten. Nur so kannst Du von attraktiven Zuschüssen profitieren und teure Fehler vermeiden.