EU-Taxonomieverordnung 2026: Vereinfachte Nachhaltigkeitsberichte für die Immobilienbranche

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Seit Anfang 2022 müssen Immobilienunternehmen im Rahmen der EU-Taxonomieverordnung Nachhaltigkeitsberichte liefern. Nun bringt die Europäische Kommission Änderungen, die den Verwaltungsaufwand deutlich reduzieren sollen – ohne die Klimaziele des Green Deal zu gefährden.

Die Delegierte Verordnung von Juli 2025 führt insbesondere Wesentlichkeitsgrenzen ein. Wirtschaftliche Aktivitäten mit weniger als zehn Prozent der Einnahmen oder Ausgaben eines Unternehmens müssen künftig nicht mehr auf EU-Taxonomie-Konformität geprüft werden. Für Nicht-Finanzunternehmen wird zudem die umfassende Bewertung von Betriebsausgaben vereinfacht oder unter bestimmten Bedingungen ganz entfallen. Finanzinstitute erhalten eine zweijährige Schonfrist, bevor sie detaillierte Kennzahlen wie die Green Asset Ratio offenlegen müssen.

Zudem werden vereinfachte Berichtsvorlagen eingeführt, welche die Zahl der zu meldenden Datenpunkte für Nicht-Finanzunternehmen um bis zu 64 Prozent und für Finanzinstitutionen gar um bis zu 89 Prozent reduzieren. Die Umweltkriterien zur Vermeidung signifikanter Umweltschäden wurden ebenfalls angepasst und übersichtlicher gestaltet.

Diese Neuerungen bauen auf der seit 2022 verpflichtenden EU-Taxonomie auf, die im European Green Deal verankert ist und ab 2023 sechs Umweltziele für Unternehmen und Kapitalanlagen definiert. Ergänzend regelt seit 2021 die Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) das ESG-Reporting für Fondsmanager und Kapitalverwaltungsgesellschaften, die auch im Immobiliensektor tätig sind. Für Immobilienfonds sind Nachhaltigkeitsangaben in Verkaufsprospekten, Jahresberichten und auf Webseiten verpflichtend.

Mit den neuen Regeln, die voraussichtlich ab dem 1. Januar 2026 für das Geschäftsjahr 2025 gelten, profitieren Unternehmen von weniger Berichtspflichten und klareren Anforderungen. Dies hilft dir, den ESG-Management-Aufwand effizienter zu gestalten und trotzdem die EU-Klimaziele einzuhalten.

Immobilienmarkt Q2 2025: Nachfrage erreicht Spitzenwerte – Ländlicher Raum gewinnt an Attraktivität

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Im zweiten Quartal 2025 setzt sich der positive Trend am Immobilienmarkt fort – und die Nachfrage erreicht erstmals seit dem Boom-Jahr 2021 wieder Spitzenwerte. Laut aktuellen Analysen von ImmoScout24 wird der Häusermarkt insbesondere durch ein gesteigertes Interesse an Einfamilienhäusern im Bestand beflügelt. Zudem gewinnen ländliche Regionen zunehmend an Attraktivität, während die Großstädte weiterhin ein hohes Preisniveau halten.

Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen im Bestand stieg im Q2 2025 um 3 %, während die Top-7-Metropolen plus Leipzig mit einem Plus von 5 % noch stärker zulegen konnten. Im Umland dieser Städte wurde ein Nachfragesteigerung von 4 % verzeichnet. Innerhalb eines Jahres hat sich die Kaufnachfrage in diesen Regionen sogar um 10 % erhöht. Auch kreisfreie Städte sind gefragter: Sie verzeichneten einen Anstieg des Suchaufkommens um 7 % im Quartal und 17 % im Jahresvergleich.

Der ländliche Raum erlebt eine bemerkenswerte Erholung mit einer Nachfragezunahme von 8 % im Vergleich zum Vorquartal. Besonders gut angebundene ländliche Gebiete nähern sich den Rekordnachfragewerten aus der Zeit der pandemiebedingten Landflucht an, während abgelegene Regionen tendenziell rückläufig sind.

Einfamilienhäuser im Bestand kommen besonders gut an: Ihre Nachfrage stieg im Q2 2025 um 6 % – auf das Niveau des Boom-Jahres 2021. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt das Plus sogar 11 %. Neubau-Einfamilienhäuser verzeichnen im Jahresvergleich ein noch größeres Nachfragewachstum von 16 %. Dies spiegelt sich auch in der Preisentwicklung wider. Die Preise für Einfamilienhäuser stiegen stärker als die für Eigentumswohnungen, da die Nachfrage für Häuser etwa 1,8 Mal höher ist als für Wohnungen.

Bei Eigentumswohnungen gab es im Q2 2025 einen moderaten Preisanstieg von 1,1 % auf 2.545 Euro pro Quadratmeter. Im Jahresvergleich entspricht das einem Wachstum von 3,4 % – ein Zeichen für eine nachhaltige Markterholung. Unter den Metropolen führt Köln mit einem Quadratmeterpreis von 4.237 Euro und einem Quartalszuwachs von 1,6 %. Stuttgart folgt mit einem Plus von 1,5 %, wobei hier die Preise erstmals knapp über 5.000 Euro pro Quadratmeter liegen.

Insgesamt zeigt sich der Immobilienmarkt in Deutschland also robust: Die Nachfrage steigt besonders bei Einfamilienhäusern und in ländlichen Regionen, während die Preise – vor allem in den Metropolen – moderat aber stetig wachsen. Für Käufer lohnt es sich, die Entwicklung genau zu beobachten und regionale Unterschiede in die Entscheidung einzubeziehen.

Wie Bürokratie, Förderchaos und Kosten viele Hausbesitzer bei der energetischen Sanierung bremsen

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Wenn du planst, dein Haus energetisch zu sanieren, um langfristig Kosten zu sparen und umweltfreundlicher zu leben, solltest du dich auf einige Herausforderungen einstellen. Eine aktuelle Befragung von 801 Hausbesitzern zeigt klar: Energetische Sanierung ist eher ein Mammutprojekt als ein einfacher Schritt. Viele Eigentümer kämpfen mit komplizierter Bürokratie, unübersichtlichen Förderprogrammen und unvorhersehbaren Kostensteigerungen.

Rund 25 Prozent aller Hausbesitzer, die bereits eine Sanierung durchgeführt haben, haben komplett auf staatliche Fördermittel verzichtet, da die Antragsstellung oft sehr zeitaufwendig ist. Weitere 44 Prozent investierten zehn bis 20 Stunden allein für Genehmigungen und Förderanträge – bei acht Prozent der Befragten waren es sogar bis zu 40 Stunden. Die Bürokratie nimmt also erheblich Zeit und Nerven in Anspruch.

Zusätzlich entpuppen sich die tatsächlichen Sanierungskosten bei vielen als Stolperstein. Etwa die Hälfte der Sanierer musste mehr als die ursprünglich angesetzten Kosten schultern, oft wegen ungeplanter baulicher Mängel oder Materialpreiserhöhungen. Nur rund 30 Prozent hielten sich im finanziellen Rahmen. Für 15 Prozent stiegen die Kosten sogar um bis zu 49 Prozent.

Doch es lohnt sich, von Profis zu lernen: Eine sorgfältige Planung, ein Vergleich verschiedener Angebote und die Beratung durch Energieexperten können helfen, Fallstricke zu vermeiden. Viele setzen auf eine Software gestützte, schrittweise Sanierung, die das Budget entlastet.

Auch wenn 60 Prozent der befragten Hausbesitzer bisher keine Sanierung angingen, liegt der größte Hemmschuh meist in den hohen Kosten und der fehlenden Übersicht bei Fördermöglichkeiten. Rund 80 Prozent kennen die staatlichen Programme nur unzureichend. Eine höhere staatliche Förderung, geringere Handwerkerkosten und ein klarer Nachweis des Einsparpotenzials könnten mehr Eigentümer motivieren, aktiv zu werden.

Die Realität zeigt jedoch, dass insbesondere bei älteren Gebäuden wie einem Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern und Energieeffizienzklasse H die Komplettsanierung mit Wärmepumpe und Solaranlage durchschnittlich über 100.000 Euro kosten kann. Das ist eine Summe, die viele Hausbesitzer selbst mit Unterstützung nur schwer aufbringen können.

Zusammengefasst solltest du, wenn du eine energetische Sanierung planst, genug Zeit für die bürokratischen Hürden einplanen, dich gründlich informieren und vorab sorgfältig kalkulieren. Nur so kannst du dem Kostenchaos und der Förderbürokratie erfolgreich begegnen und dein Projekt langfristig zum Erfolg führen.

KlimaQuartier.NRW-Auszeichnung für innovative serielle Sanierung in Düsseldorf-Stockum

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Die serielle Sanierung der Lönssiedlung der Beamten-Wohnungs-Baugenossenschaft EG in Düsseldorf-Stockum ist ein Meilenstein für nachhaltiges und wirtschaftliches Bauen. Das Projekt erhielt die Auszeichnung KlimaQuartier.NRW durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Damit würdigt das Land Neubau- und Bestandsquartiere, die mit moderner Gebäudetechnik, hochwertigen Gebäudehüllen und der lokalen Erzeugung erneuerbarer Energien Maßstäbe für Klimaschutz setzen.

Insgesamt werden 41 Gebäude aus den 1930er Jahren mit mehr als 200 Wohnungen in bewohntem Zustand klimaneutral saniert. Die Maßnahmen umfassen eine neue hochgedämmte Gebäudehülle aus vorgefertigten Holzfassadenelementen mit dreifach verglasten Fenstern, Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung sowie innovative Wärmepumpen, die dezentrale Gasetagenheizungen ablösen. Dazu kommen Photovoltaikanlagen auf den Dächern, die den grünen Strom liefern. So erreichen die Gebäude einen Sprung von Effizienzklasse H auf A+.

Spannend ist, dass ein Teil der Sanierung als Instandhaltungsmaßnahme gilt, was eine warmmietenneutrale Umsetzung ermöglicht. Dies zeigt die Wirtschaftlichkeit des seriellen Sanierungskonzepts. Durch die Maßnahmen entstehen keine Mietausfälle oder Mietminderungen. Stattdessen generiert die Baugenossenschaft zusätzliche Einnahmen, unter anderem durch Dachausbauten.

Neben der Lönssiedlung wurde auch ein serielle Sanierungsprojekt in Köln-Zollstock als KlimaQuartier.NRW ausgezeichnet. Seit 2023 fördert das Land NRW solche zukunftsweisenden Quartiere finanziell im Rahmen der Förderrichtlinie progres.nrw. Für besonders innovative Quartiersprojekte gibt es seit Juni 2025 zudem die Förderung KlimaGebäude.NRWplus.

Die Auszeichnung und Förderung zeigen beispielhaft, wie Klimaschutz im Gebäudebestand mit wirtschaftlichen Vorteilen verbunden werden kann. Besonders in Zeiten der Energiewende stellen serielle Sanierungen einen entscheidenden Hebel dar, um schnell und effektiv klimaneutrale Quartiere zu schaffen – warmmietenneutral und mieterfreundlich.

Bauen im Bestand: Warum die Sanierung bestehender Immobilien der neue Standard wird

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Immer mehr Unternehmen setzen auf die Sanierung bestehender Immobilien und verändern damit die Immobilienbranche grundlegend. Sarah Dungs, Geschäftsführerin der Greyfield Group und Vorstandsvorsitzende des Verbands für Bauen im Bestand, sieht im Bauen im Bestand den neuen Standard der Branche. Immer mehr Investoren erkennen, dass die Immobilie der Zukunft nicht unbedingt neu gebaut werden muss – vielmehr sind nachhaltige und wirtschaftliche Sanierungen gefragt.

Der entscheidende Vorteil liegt auf der Hand: Deutschland ist weitgehend fertig bebaut, weshalb der Fokus auf Bestandsimmobilien liegen muss. Bauen im Bestand schont Ressourcen, minimiert Flächenverbrauch und passt perfekt zu den ambitionierten Klimazielen. Gleichzeitig ist es oft wirtschaftlicher, da bereits Grundstücke vorhanden sind und Baukosten reduziert werden können.

Während Neubauaktivitäten zurückgehen, bleibt die Aktivität im Bestand stabil, was den Wandel in der Branche zeigt. Zwar ist das Bauen im Bestand mit anderen Risiken verbunden als der Neubau, doch diese lassen sich mit neuen Herangehensweisen und Tools bewältigen. Es braucht ein Umdenken – insbesondere im Mindset auf Baustellen und im Umgang mit bestehenden Strukturen.

Die größte Herausforderung ist die Komplexität bestehender Immobilien, die oft nicht exakt den aktuellen Bedürfnissen entsprechen und spezielle Planung erfordern. Besonders das Bürosegment bietet großes Potenzial, da viele Büroflächen leerstehen und durch Umnutzung neue Wohnräume entstehen könnten – wenn die Rahmenbedingungen wie Bebauungspläne stärker flexibilisiert würden.

Der Verband für Bauen im Bestand unterstützt seine über 180 Mitglieder mit innovativen Lösungen, darunter ein digitaler Chatbot, der Bauordnungen bundesweit auswertet, sowie Workshops zur besseren Finanzierung und zum Erfahrungs- und Wissensaustausch. Offenheit und aktives Mitgestalten sind hier ausdrücklich erwünscht, denn die Immobilienbranche steht durch den Wandel vor großen Herausforderungen und Chancen.

Bauen im Bestand ist nicht nur nachhaltiger und ressourcenschonender, sondern ein richtiger Hebel gegen Wohnungsnot und Klimawandel. Die Branche muss jetzt neue Geschäftsmodelle entwickeln, Risiken verstehen und den Dialog mit der Politik und Finanzwelt intensivieren, um das volle Potenzial auszuschöpfen.

ESG in der Immobilienwirtschaft – Standards, Scoring & nachhaltige Umsetzung

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In der Immobilienwirtschaft sind nachhaltige Aspekte wie Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit längst zentral. Ein Begriff, der dabei zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist ESG – ein Kürzel für Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). ESG beeinflusst heute Investoren, Asset Manager und weitere Akteure intensiv, doch die Umsetzung und Definition bleiben oftmals unklar.

Das „E“ in ESG steht für Umweltfaktoren wie Klima, Ressourcen und Artenvielfalt. „S“ bezieht sich auf soziale Aspekte wie Mitarbeitersicherheit, Nutzungskomfort und Gesundheit. „G“ umfasst Unternehmensführung, unter anderem Risiko- und Reputationsmanagement sowie Compliance. Trotz dieser allgemeinen Beschreibungen gab es lange keine einheitlichen Standards zur Bewertung von Immobilien hinsichtlich ESG.

Erst mit der Einführung verbindlicher Regelungen durch die EU, wie dem Sustainable Finance Action Plan inklusive Taxonomie- und Offenlegungsverordnung, wurden erstmals klare Kriterien geschaffen. Diese regeln, welche Immobilienfonds und -projekte als nachhaltig und ESG-konform gelten dürfen. Für viele Immobilienunternehmen bedeutet das eine neue Herausforderung: Wie bewertet und steuert man den ESG-Status der eigenen Objekte effektiv?

Vor diesem Hintergrund entstand die ECORE-Initiative, eine branchenweite Zusammenarbeit mit dem Ziel, einen gemeinsamen ESG-Standard für die Immobilienwirtschaft zu etablieren. Entwickelt wird ein ECORE-Scoring, das alle relevanten gesetzlichen Vorgaben, internationalen Klimaziele und bestehende Zertifikate wie DGNB, BREEAM oder LEED integriert. Das Scoring bewertet den ESG-Zustand von Immobilien auf einer Punkteskala von 0 bis 100 und berücksichtigt die Bereiche Governance, Verbrauch & Emissionen sowie Asset-spezifische Kriterien. Besonders Bestandsimmobilien profitieren durch die Fokussierung auf CO2-Neutralität, aber auch Projektentwicklungen können bewertet werden.

Ein besonderer Vorteil des ECORE-Modells ist die kontinuierliche Anpassung an sich ändernde gesetzliche Anforderungen. So stellst Du sicher, dass Deine Immobilienprojekte stets auf dem neuesten Stand der ESG-Kriterien bleiben. Durch das Wissen um den eigenen ESG-Score lassen sich Maßnahmen zur Erreichung von ökologischen und ökonomischen Zielen gezielt planen und umsetzen.

Ergänzend zur ECORE-Initiative wurden ESG-Solution Partner ins Boot geholt: Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen, die als Experten und Umsetzer die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen in der Immobilienwirtschaft vorantreiben. Regelmäßige Meetups fördern den Dialog zwischen Investoren und Experten, um Optimierungspotenziale zu identifizieren und gemeinsam Strategien für die Klimaziel-Erfüllung bis 2050 zu erarbeiten.

Fazit: ESG ist kein bloßer Trend, sondern eine neue Norm in der Immobilienwirtschaft. Mit standardisierten Scorings wie ECORE und der Zusammenarbeit von Experts sowie Investoren kannst Du sicherstellen, dass Deine Immobilien ökologisch, sozial und unternehmensführungsseitig nachhaltig aufgestellt sind – und damit zukunftsfähig bleiben.

Klimaziele bis 2030 erreichbar – Aktueller Stand & Handlungsbedarf im Verkehrs- und Gebäudesektor

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Deutschland befindet sich auf einem vielversprechenden Weg, seine Klimaziele für 2030 zu erreichen. Laut aktuellem Bericht des Umweltbundesamtes (UBA) sind die Treibhausgasemissionen im Jahr 2024 um 3,4 Prozent auf 649 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente gesunken. Diese positive Entwicklung zeigt, dass es trotz wirtschaftlichem Wachstum möglich ist, Emissionen zu reduzieren. Entscheidende Treiber sind der Ausbau erneuerbarer Energien und die wirksame Umsetzung des Emissionshandels.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz betont, dass alle Sektoren ihren Beitrag leisten müssen, wobei vor allem der Verkehrssektor und der Gebäudesektor noch erheblichen Nachholbedarf haben. Aktuelle Daten verdeutlichen, dass Deutschland das gesetzliche Emissionsbudget für 2024 mit 693,4 Mio. t CO2-Äquivalenten deutlich unterschreitet und die gesetzten Ziele für 2030 mit einer Minderung von bis zu 63 Prozent gegenüber 1990 in greifbarer Nähe sind.

Der Energiesektor, insbesondere die Stromerzeugung, trägt maßgeblich zur Emissionsminderung bei. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch stieg 2024 auf rund 54 Prozent, trotz des vollständigen Ausstiegs aus der Kernenergie. Ein zügiger Kohleausstieg und der weitere Ausbau erneuerbarer Energien sind für die zukünftige Klimastrategie unverzichtbar.

Herausfordernd bleibt jedoch der Verkehrssektor mit nur einem marginalen Emissionsrückgang von 1,4 Prozent im Jahr 2024. Die Emissionen liegen weiterhin rund 18 Millionen Tonnen über den gesetzlich vorgesehenen Vorgaben. Die Förderung von Elektroautos und das Festhalten am Verbrenner-Ausstieg 2035 sind entscheidend, um den Klimaschutz in diesem Bereich voranzutreiben und Planungssicherheit für die Industrie zu gewährleisten.

Auch der Gebäudesektor verfehlt die Emissionsvorgaben mit 100,5 Mio. t CO2-Äquivalenten im Jahr 2024, während 95,8 Mio. t erlaubt gewesen wären. Ein leichter Rückgang ist vor allem auf milde Wetterbedingungen zurückzuführen, eine nachhaltige Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen ist jedoch dringend erforderlich.

Die Industrie zeigt eine stabile Emissionsentwicklung mit einer minimalen Steigerung von 0,1 Prozent im Jahr 2024. Langfristig bleibt sie auf Kurs, doch es bestehen Ausbaubedarfe bei Infrastruktur und Investitionen, um die Klimaneutralität ab 2045 zu erreichen.

Zusätzlich mahnt das UBA die verstärkte Förderung natürlicher Kohlenstoffsenken wie Waldumbau, Humusaufbau und Holzproduktspeicher, da derzeit Maßnahmen zur Erhöhung und Resilienz dieser Senken unzureichend sind. Eine umfassende Strategie zur Transformation ist essenziell, um das Ziel der Treibhausgasneutralität zu erreichen und den Bedarf an negativen Emissionen möglichst gering zu halten.

Für Dich als engagierte Person im Klimaschutz bedeutet das: Deine Unterstützung und Aufmerksamkeit für die Sektoren Verkehr und Gebäude sind besonders wichtig. Elektroautos, energieeffiziente Gebäude und verstärkte Investitionen in erneuerbare Energiequellen sind Schlüssel zum Erfolg. Nur durch konsequente Maßnahmen und politische Kontinuität kann Deutschland seine Klimaziele nicht nur erreichen, sondern auch nachhaltig sichern.

Immobilien in München: So viel Wohnfläche bekommst du für 350.000 Euro 2025

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Wenn du überlegst, in München eine Wohnung zu kaufen, gibt es gute Nachrichten: Im Jahr 2025 bekommst du für 350.000 Euro im Durchschnitt 39 Quadratmeter Wohnfläche. Das sind fünf Quadratmeter mehr als noch vor drei Jahren. Diese positive Entwicklung zeigt sich nicht nur in München, sondern bundesweit – in 72 von 79 Großstädten in Deutschland erhältst du für dein Budget mehr Wohnraum als 2022.

Immobilienpreisentwicklungen der letzten Jahre führten zu hohen Quadratmeterpreisen, doch aktuell sind die Preise leicht gesunken. Auch die Baufinanzierungszinsen sind im Vergleich zu früheren Höchstständen deutlich attraktiver, was den Immobilienkauf besonders spannend macht. Dr. Robert Wagner von immowelt erklärt, dass das derzeitige Zeitfenster für Käufer sehr günstig ist.

Langfristig bleibt München jedoch eine der teuersten deutschen Städte – auch wenn die Erholung der Preise moderat ist. Zum Vergleich: In anderen Metropolen wie Hamburg, Berlin oder Frankfurt kannst du ebenfalls mehr Wohnfläche für dasselbe Geld bekommen, wobei die Zuwächse in München vergleichsweise moderat ausfallen. In kleineren Städten Bayerns kannst du für 350.000 Euro sogar mehr als 200 Quadratmeter erwerben.

Die Analyse von immowelt basiert auf den Inseraten von Bestandswohnungen und berücksichtigt neben dem Kaufpreis auch Nebenkosten. Die Zahlen geben einen guten Anhaltspunkt, wie sich der Wohnungsmarkt entwickelt – auch wenn es sich um Angebots- und nicht um Kaufabschlusspreise handelt.

Wenn du also planst, in München oder Bayern eine Wohnung zu kaufen, kannst du 2025 von einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis profitieren. Trotzdem solltest du bei deiner Entscheidung die langfristigen Trends im Auge behalten, denn München bleibt eine der teuersten Städte Deutschlands.

Private Eigentümer wollen energetisch sanieren, brauchen aber klare Orientierung

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Die energetische Sanierung von Wohngebäuden spielt eine zentrale Rolle im Klimaschutz und der Reduzierung von CO2-Emissionen. Rund ein Drittel der Emissionen in Deutschland stammen aus dem Gebäudesektor, vor allem aus Bestandsimmobilien. Private Eigentümer sind daher entscheidend für die Energiewende in diesem Bereich. Eine aktuelle, repräsentative Umfrage von forsa im Auftrag von toom Baumarkt verdeutlicht die hohe Bereitschaft der Immobilienbesitzer in Deutschland, aktiv zu werden: 88 Prozent finden die Energieeffizienz ihres Hauses oder ihrer Wohnung wichtig oder sehr wichtig.

Doch es bestehen große Wissenslücken und Unsicherheiten. Nur 27 Prozent fühlen sich gut über Fördermöglichkeiten für energetische Sanierungen informiert. Ebenso wünschen sich 79 Prozent der Eigentümer einen umfassenden Service, der alle Leistungen aus einer Hand bietet – von der Beratung über Fördermittel bis zur Umsetzung der Maßnahmen. Hier setzt toom mit einem Partnernetzwerk aus spezialisierten Unternehmen an. Durch Energieberatung, individuelle Sanierungsfahrpläne, Fördermittelservice und Handwerksleistungen unterstützt toom Kund:innen ganzheitlich bei der Umsetzung ihrer Sanierungsprojekte.

Die Umfrage zeigt zudem, dass viele Eigentümer konkrete Investitionen in Erwägung ziehen: Heizungstausch (52 Prozent), Installation von Photovoltaikanlagen (50 Prozent) sowie Wärmedämmung (37 Prozent), Fensteraustausch (29 Prozent) und Smart-Home-Technologien (16 Prozent) sind die beliebtesten Maßnahmen. Trotz dieser hohen Motivation fehlen praxistaugliche und verlässliche Angebote, die den Einstieg erleichtern.

René Haßfeld, CEO von toom Baumarkt, erläutert: „Unser Ziel ist es, nicht nur Produkte anzubieten, sondern konkrete und verlässliche Lösungen. Gemeinsam mit starken Partnern schaffen wir ein Ökosystem, das Kund:innen bei der wichtigen energetischen Transformation ihres Zuhauses sicher begleitet.“

Wenn Du privat Eigentümer bist und Dein Zuhause nachhaltiger gestalten möchtest, findest Du bei toom nicht nur Produkte, sondern auch eine fachkundige Begleitung, die von der ersten Beratung bis zur kompletten Sanierung reicht. So kannst Du Deinen Beitrag zur Energiewende mit einem zuverlässigen Partner an Deiner Seite verwirklichen.

Klimawandel treibt Investitionsbedarf: 237 Mrd. Euro für hitzeresistente Gebäude bis 2035

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Der Klimawandel stellt die Immobilienbranche vor enorme Herausforderungen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass in Deutschland bis zum Jahr 2035 rund 237 Milliarden Euro investiert werden müssen, um Gebäude widerstandsfähig gegen die zunehmende Hitze und die globale Erwärmung zu machen. Die hohen Temperaturen wirken sich negativ auf die Bausubstanz und den Wohnkomfort aus, weshalb umfassende Maßnahmen zur Klimaanpassung dringend erforderlich sind.

Zu den effektiven Lösungen zählen unter anderem Gründächer, die die Resilienz von Immobilien verbessern. Diese begrünten Dachflächen tragen dazu bei, Hitze zu reduzieren und das Stadtklima zu verbessern. Zudem fördert die Bundesregierung Programme, welche den klimafreundlichen Neubau vorantreiben. Seit Anfang 2023 wurden bereits rund 100.000 Wohnungen durch diese Initiativen unterstützt, um den Wärmeschutz und die Energieeffizienz in Gebäuden zu erhöhen.

Trotz dieser Maßnahmen verfehlt der Gebäudesektor seine Klimaziele, da noch immer zu viel CO2 ausgestoßen wird. Experten betonen daher die Bedeutung weiterer Investitionen und innovativer Projekte, um die Klimaneutralität im Gebäudebereich zu erreichen. Modellprojekte wie die Münchner Kirschgärten zeigen, wie klimaneutrales Wohnen umgesetzt werden kann und sollen als Blaupause für zukünftige Klimaquartiere dienen.

Für Dich als Eigentümer, Planer oder Investor heißt das: Es ist höchste Zeit, in die Klimaanpassung Deiner Immobilien zu investieren. So sicherst Du den Wert Deiner Gebäude langfristig und leistest einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Nutze staatliche Förderungen und innovative Lösungen, um Deine Immobilien fit für die Zukunft zu machen.