Architect, M.Eng. in international Project Management
20+ yrs. general planning, project management and business development. Founding- and Leadership experience.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland rund 57 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt – ein Anstieg von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei waren Windenergie, Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft die zentralen Quellen, wobei Windenergie mit 45 Prozent den größten Anteil ausmachte. Die Photovoltaik profitierte von mehr Sonnenstunden und Erweiterungen der Anlagen und hat bereits das gesetzte Ausbauziel für 2026 erreicht.
Auch im Wärmebereich zeigen erneuerbare Energien Fortschritte: Die Nutzung von Umweltwärme und Geothermie durch Wärmepumpen stieg um 19 Prozent. Solarthermie und Biomasse legten ebenfalls zu, sodass die erneuerbare Wärmeerzeugung insgesamt um drei Prozent wuchs. Die kühle Witterung im ersten Quartal erhöhte den Heizbedarf und trug zum Zuwachs bei.
Im Verkehrssektor wuchs der Anteil erneuerbarer Energien um 13 Prozent, vor allem durch den verstärkten Einsatz von Biokraftstoffen wie Biodiesel und den deutlichen Zuwachs bei der Elektromobilität. Elektrofahrzeuge mit grünem Strom trugen maßgeblich zu diesem Wachstum bei. Die Erhöhung der Treibhausgasminderungsquote stimulierte den Absatz von Biokraftstoffen weiter.
UBA-Präsident Dirk Messner betont die Notwendigkeit, den Ausbau von Wind- und Solartechnologien weiter zu beschleunigen. Gleichzeitig fordert er eine schnellere Verbreitung von Elektroautos und Wärmepumpen sowie den Ausbau von Großbatteriespeichern, um das Stromsystem flexibler zu machen. Nur durch die gemeinsame Beschleunigung in allen Sektoren können die Klimaziele Deutschlands erreicht werden.
Diese Entwicklung zeigt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien sowohl in der Stromversorgung als auch in Wärme und Verkehr voranschreitet, aber weitere Maßnahmen erforderlich sind, um die Klimawende effektiv umzusetzen.
Obwohl immer mehr erneuerbare Energien sprichwörtlich günstiger werden, steigen die Strompreise weiterhin an. Das sorgt verständlicherweise für Zweifel an der Behauptung, dass grüner Strom günstiger ist. Ein Blick auf die historischen Preise zeigt, dass die Stromkosten in Deutschland von 2015 bis 2024 um fast 33 Prozent gestiegen sind. Während 2015 eine Kilowattstunde Strom rund 27,5 Cent kostete, liegt der durchschnittliche Preis heute bei etwa 36,5 Cent.
Wie kann das sein, wenn Strom aus Photovoltaik oder Windkraft doch deutlich günstiger produziert wird? Die Antwort liegt in den Zusatzkosten und Marktmechanismen. Zwar sind die reinen Herstellungskosten für erneuerbare Energien niedriger – insbesondere wenn man Folgekosten durch Umweltschäden oder Gesundheitsausgaben bei fossilen Energien mitberücksichtigt. Aber für die Energiewende muss das Stromnetz umfassend ausgebaut werden, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Zum Beispiel sind riesige Energiespeicher oder neue Wasserstoffkraftwerke notwendig, die den Strom zur Verfügung stellen, wenn Sonne und Wind nicht reichen.
Diese Investitionen erhöhen die Produktionskosten und treiben gleichzeitig die Netzentgelte in die Höhe, was letztlich den Endverbraucherpreis belastet. Zusätzlich beeinflusst die sogenannte „Merit Order“ an der Strombörse die Preise entscheidend. Hier bestimmt das zuletzt eingesetzte Kraftwerk den Preis für alle. Da dieses Grenzkraftwerk häufig ein teures Kohle- oder Gaskraftwerk ist, bleiben die Strompreise trotz hohen Anteils an grüner Energie auf hohem Niveau.
Für einen faireren Vergleich nutzt man die Stromgestehungskosten, die alle Kosten einer Anlage über ihre Lebensdauer verteilt betrachten. Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) liegen die Gestehungskosten für Strom aus Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach zwischen 5 und 20 Cent pro Kilowattstunde, bei Windkraft-Anlagen an Land sogar nur zwischen 4 und 8 Cent. Zum Vergleich: Braunkohle kostet zwischen 10 und 15 Cent, Erdgas bis zu 29 Cent pro Kilowattstunde.
Fazit: Grüner Strom ist an sich günstiger, doch der Preis für den Verbraucher wird durch Netzinvestitionen und Marktmechanismen beeinflusst, was die steigenden Strompreise erklärt. Für Dich bedeutet das, dass eine zukunftsfähige und kostengünstigere Energieversorgung neben dem Ausbau erneuerbarer Energien auch den Ausbau der Infrastruktur und eine Reform des Strommarktes benötigt.
Der Energieausweis ist so etwas wie ein Steckbrief für dein Wohngebäude. Er gibt dir durch verschiedene Angaben ein Bild von der Energieeffizienz eines Hauses und enthält zusätzlich Empfehlungen zur kostengünstigen Modernisierung. In diesem Beitrag erfährst du, was alles im Energieausweis steht.
Mit dem Energieausweis kannst du Gebäude energetisch leichter miteinander vergleichen. Um den energetischen Zustand von Gebäuden zu bewerten, schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in den meisten Fällen einen Energieausweis vor. Er enthält allgemeine Angaben zum Haus, zu den verwendeten Energieträgern wie Gas, Holzpellets oder Strom sowie die Energiekennwerte des Gebäudes. Neuere Ausweise für Wohngebäude führen zudem – ähnlich wie Elektrogeräte – eine Energieeffizienzklasse von A+ bis H auf.
Wichtig zu wissen: Bei einem Wohngebäude wird der Ausweis für das ganze Gebäude ausgestellt, nicht für eine einzelne Wohnung. Gibt es im Gebäude neben Wohnungen auch anders genutzte Räume mit einer Fläche von über 10 Prozent, ist ein eigener Energieausweis nötig.
Wozu dient die Registriernummer?
Aktuelle Ausweise enthalten eine Registriernummer, die beim Deutschen Institut für Bautechnik beantragt wird. Damit können Behörden Energieausweise stichprobenartig kontrollieren, um die Qualität der Dokumente zu verbessern. Untersuchungen haben nämlich teils erhebliche Qualitätsmängel festgestellt. Aussteller:innen müssen Kopien der ausgestellten Ausweise zwei Jahre lang aufbewahren.
Wie ist ein Energieausweis aufgebaut?
Die erste Seite enthält allgemeine Angaben zum Gebäude:
– die Adresse – das Baujahr des Gebäudes – die Art der Anlagentechnik – die Anzahl der Wohnungen – Aussagen zu erneuerbaren Energien – zur Gebäudebelüftung und ggf. -kühlung – zur Inspektionspflicht für Klimaanlagen
Außerdem ist vermerkt, welches Berechnungsverfahren genutzt wurde: bedarfsorientiert oder verbrauchsorientiert.
Beim Bedarfsausweis wird die energetische Qualität auf Grundlage eines berechneten Energiebedarfs ermittelt. Die Kennwerte findest du auf Seite 2, ebenso Angaben zu Treibhausgasemissionen und erneuerbaren Energien. Beim Verbrauchsausweis wird der gemessene Energieverbrauch herangezogen, die Kennwerte stehen dann auf Seite 3.
Die Kennwerte geben den jährlichen Verbrauch in Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche an. Je höher der Wert, desto schlechter der energetische Zustand. Der farbige Bandtacho und die Einteilung in Effizienzklassen helfen dir beim Vergleich.
Achtung: Die Kennwerte beziehen sich nicht auf die Wohnfläche, sondern auf die Gebäudenutzfläche A(N), also die gesamte beheizte oder gekühlte Raumfläche. Sie ist meist etwas größer als die Wohnfläche.
Seite 4 enthält kostengünstige Vorschläge zur Verbesserung der Energieeffizienz. Seite 5 liefert abschließende Erläuterungen.
Primärenergie- und Endenergie-Kennwert
Der Primärenergie-Kennwert zeigt, wie viel Energie insgesamt nötig ist, um dein Gebäude mit Heizwärme und Warmwasser zu versorgen, inklusive der Energie für Gewinnung, Verarbeitung und Transport. Er ist vor allem für den Klimaschutz relevant. Je kleiner der Wert, desto klimafreundlicher.
Der Endenergie-Kennwert gibt an, wie viel Energie direkt am Gebäude für Heizung, Warmwasser und Lüftung ankommt. Er ist der wichtigste Anhaltspunkt für den praktischen Energieverbrauch vor Ort.
Ein guter Primärenergie-Kennwert allein bedeutet aber nicht automatisch eine gute Bilanz: Ein Haus mit Pelletheizung kann trotz guten Werts durch schlechte Dämmung hohe Energiekosten verursachen.
Musst du Modernisierungen umsetzen?
Der Energieausweis dokumentiert nur den energetischen Ist-Zustand. Als Eigentümer:in bist du nicht verpflichtet, die Vorschläge umzusetzen. Auch das GEG fordert nur in wenigen Fällen eine Nachrüstung.
Trotzdem lohnt sich eine energetische Sanierung: Du senkst die Heizkosten, steigerst den Immobilienwert und verbesserst deine Vermietungs- oder Verkaufschancen. Informiere dich am besten in einer individuellen Energieberatung, zum Beispiel bei deiner Verbraucherzentrale.
Bedarfsausweis vs. Verbrauchsausweis
Beim Bedarfsausweis wird der Energiebedarf anhand der Gebäude- und Heizungseigenschaften berechnet. Beim Verbrauchsausweis wird er auf Basis gemessener Verbräuche bestimmt. Der Verbrauchskennwert ist häufig niedriger, also günstiger.
Wann kann ich ein Bedarfsausweis und wann einen Verbrauchsausweis bestellen?
Verbrauchsausweis
Basiert auf dem tatsächlichen Energieverbrauch der letzten 3 Jahre
Einfach zu erstellen, wenn Verbrauchsdaten vollständig vorliegen
Gut geeignet für mehrfach genutzte oder vermietete Gebäude
Günstiger und schneller – aber abhängig vom Verhalten der Bewohner:innen
Bedarfsausweis
Ermittelt den theoretischen Energiebedarf auf Basis des Gebäudezustands
Unabhängig vom Nutzerverhalten – dadurch objektiver und genauer
Pflicht bei Neubauten, leerstehenden Gebäuden oder Altbauten ohne Daten
Erfordert Fotos, Grundrisse und einige technische Angaben – trotzdem bequem digital bei vreed
Bedarfsausweis_oder_Verbrauchsausweis_03
Gebäude mit dem Energieausweis vergleichen
Zur Orientierung nennt der Ausweis typische Vergleichswerte:
– Ein typischer Neubau liegt bei 30 bis 40 kWh pro m² und Jahr (Klasse A). – Der Durchschnitt der Wohngebäude in Deutschland liegt bei rund 150 kWh pro m² und Jahr (Klasse E). – Unsanierte Einfamilienhäuser liegen mit über 200 kWh pro m² und Jahr in Klasse G oder H.
Da Dämmstandards und Heizungsanlage nicht einzeln bewertet werden, lassen sich Schwachstellen ohne Vor-Ort-Besichtigung kaum ablesen.
Energieverbrauch und -kosten abschätzen
Der reale Verbrauch hängt stark vom Standort, der Witterung und deinem Heizverhalten ab. Beim Bedarfsausweis wird eine Raumtemperatur von 20 °C angenommen, jedes Grad mehr erhöht den Verbrauch um rund 6 Prozent.
So kannst du dich an den ungefähren jährlichen Energiekosten pro Quadratmeter Wohnfläche orientieren:
– A+ (unter 30 kWh/m²/Jahr): etwa 3 Euro – A (30 bis unter 50): 7 Euro – B (50 bis unter 75): 11 Euro – C (75 bis unter 100): 16 Euro – D (100 bis unter 130): 21 Euro – E (130 bis unter 160): 26 Euro – F (160 bis unter 200): 32 Euro – G (200 bis unter 250): 40 Euro – H (über 250): 50 Euro und mehr
Die Werte beziehen sich auf die Endenergie und verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer.
Worauf solltest du bei Wohnungsanzeigen achten?
Laut GEG müssen in Immobilienanzeigen folgende Angaben stehen:
– die wichtigsten energetischen Kenndaten (Energiebedarf oder -verbrauch) – der Energieträger für die Heizung (z. B. Holzpellets oder Gas) – die Art der Beheizung – das Baujahr des Gebäudes
Achte darauf, dass Energie-Kennwert und Effizienzklasse (A+ bis H) genannt sind.
Tipps für die Besichtigung
Verlass dich nicht nur auf den Ausweis, sondern achte bei der Besichtigung auf:
– Wärmedämmung: optimal sind gedämmte Außenwände, Kellerdecke und oberste Geschossdecke bzw. Dach. – Fenster und Türen: Wärmeschutzverglasung mit zwei Scheiben und winddichte Ausführung sollten Standard sein. – Lage der Wohnung: Wohnungen mit vielen Außenwänden brauchen mehr Heizenergie. Frag nach früheren Heizkostenabrechnungen. – Heizung: Der Energieträger beeinflusst die Kosten maßgeblich. – Warmwasser: Bei hohem Verbrauch ist zentrale Erwärmung günstiger, bei niedrigem können moderne Durchlauferhitzer günstiger sein.
Wie sinnvoll ist eine Energieberatung?
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Energieberatungen für Wohngebäude finanziell. Registrierte Energieberater:innen ermitteln den Ist-Zustand und erstellen ein Sanierungskonzept. Optimal ist die Vor-Ort-Beratung mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP), der zeigt, wie du dein Haus schrittweise oder komplett sanieren kannst. Dafür gibt es zusätzlich Fördergeld.
Wenn der Energieausweis mit einem BAFA-Beratungsbericht verbunden werden soll, brauchst du eine Person, die sowohl nach GEG als auch beim BAFA zugelassen ist. Planst du einzelne Maßnahmen wie Heizungsaustausch, Dämmung oder neue Fenster, lohnt sich eine Energieberatung ebenfalls.
Am Pfingstwochenende 2026 hat E3/DC die Netzverträglichkeit von 110.000 Photovoltaik(PV)-Anlagen bundesweit geprüft. Trotz hoher Sonneneinstrahlung und geringer Stromnachfrage haben die Niederspannungsnetze den erzeugten Solarstrom problemlos aufnehmen können. Die Anlagen verfügen jeweils über eine Leistung von 10 Kilowatt und sind als sogenannte „Hauskraftwerke“ installiert.
Die Auswertung zeigt, dass es auch in Regionen mit hoher Dichte an PV-Anlagen keine Überlastungen der Ortsnetze gab und nur eine minimale Anzahl von Anlagen zeitweise und normgerecht abschaltete. Damit widerlegt die Untersuchung den oft geäußerten Eindruck, dass die Netze ohne teure Erweiterungen keine weiteren erneuerbaren Energien aufnehmen können.
Laut E3/DC verbleibt der erzeugte Strom meist im Verteilnetz und wird dort saisonal komplett verbraucht. Über 80 Prozent der Hausanschlüsse hatten sogar größere Spannungsreserven. Dies bedeutet, dass die bestehende Netzinfrastruktur für die Einspeisung kleinerer Anlagen bis 30 kWp gut gerüstet ist.
Dr. Andreas Piepenbrink, CEO von E3/DC, betont, dass die Einspeisevergütung für Kleinanlagen sinnvoll ist, da es keine günstigere lokale Versorgung für Nachbarn gibt. Er spricht sich gegen eine pauschale Direktvermarktung aus, die für kleine Erzeuger bürokratische und finanzielle Hürden verursachen würde. „Physikalisch betrachtet ist Energy Sharing bereits im Ortsnetz vorhanden“, so Piepenbrink, der einen flächendeckenden Ausbau moderner Gebäude mit lokaler Energieversorgung unterstützt.
Diese Untersuchung liefert wichtige Erkenntnisse zur stabilen Integration von Solarstrom im Verteilnetz und unterstreicht die Bedeutung von praxisnahen politischen Rahmenbedingungen für die Energiewende.
Wenn Du Deinen Gasanschluss kündigen möchtest, solltest Du einige wichtige Punkte beachten, um unerwartete Kosten zu vermeiden. Nach Kündigung Deines Gasanschlusses entscheiden die Netzbetreiber, ob der Anschluss pausiert, stillgelegt oder zurückgebaut wird. Eine wichtige aktuelle Entscheidung besagt, dass Du für die Stilllegung in der Regel nicht zahlen musst.
Viele Verbraucher berichten derzeit, dass Netzbetreiber nach der Kündigung Gebühren für Stilllegung oder Rückbau verlangen, teilweise im dreistelligen bis vierstelligen Bereich. Andere Regionen bieten diese Leistungen kostenlos an, was zu großer Verunsicherung führt. Die Rechtslage ist bislang nicht endgültig geklärt, es gibt jedoch ein wegweisendes Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg, das Kosten für Stilllegungen ohne vertragliche Vereinbarung untersagt.
So gehst Du richtig vor: Zuerst kündigst Du den Gasliefervertrag bei Deinem Lieferanten, dann gegebenenfalls den Messstellenvertrag und zuletzt den Netzanschlussvertrag beim Netzbetreiber. Beachte dabei unbedingt die jeweiligen Kündigungsfristen, häufig bis zu 24 Monate beim Liefervertrag und einen Monat zum Monatsende beim Netzanschlussvertrag.
Nach der Kündigung gibt es drei Optionen für den Anschluss:
1. Pausieren (Anschluss bleibt erhalten, Gasnutzung später möglich, evtl. Vorhaltepauschale)
2. Stilllegung (Anschluss wird außer Betrieb genommen, Leitungen bleiben im Boden)
3. Rückbau (Anschluss wird vollständig entfernt, kostenintensiv aufgrund Erdarbeiten)
Besonders wichtig: Aktuelle Gerichtsurteile besagen, dass Dir für die Stilllegung ohne vertragliche Vereinbarung keine Kosten entstehen dürfen. Gerade wenn Netzbetreiber Gebühren für Pausierung oder Stilllegung fordern, solltest Du rechtlichen Rat einholen und keine vertraglichen Vereinbarungen ohne Prüfung unterschreiben.
Der Gesetzgeber plant zudem eine klare Regelung, wonach Netzbetreiber keine Kostenerstattung für die stillgelegten oder inaktiven Anschlüsse verlangen dürfen. Diese soll noch vor der Sommerpause 2026 in Kraft treten.
Zur Vermeidung von Problemen solltest Du:
– Keine Formulare unterschreiben, die Dir Kosten auferlegen ohne klare Prüfung
– Keine Zahlungen leisten ohne Begründung und rechtliche Prüfung
– Forderungen im Zweifel von Verbraucherzentralen oder Anwälten prüfen lassen
– Bereits gezahlte unberechtigte Gebühren zurückfordern
Mit diesen Tipps bist Du auf dem richtigen Weg, Deinen Gasanschluss korrekt zu kündigen und unnötige Kosten zu vermeiden.
Wenn Du eine Wärmepumpe besitzt oder planst, kennst Du sicherlich Begriffe wie COP, SCOP oder Jahresarbeitszahl (JAZ). Diese Kennzahlen sind entscheidend, um die Effizienz Deiner Wärmepumpe richtig zu verstehen und dadurch den Stromverbrauch sowie die Betriebskosten zu senken.
COP – Leistungszahl einer Wärmepumpe Der Coefficiant of Performance (COP) gibt an, wie viel thermische Leistung Deine Wärmepumpe pro eingesetzter Kilowattstunde Strom liefert – ein Maß für die Effizienz unter Normbedingungen. Zum Beispiel bedeutet eine Angabe wie A7/W55, dass bei 7 °C Außentemperatur Wasser auf 55 °C erwärmt wird. Je höher der COP, desto effizienter arbeitet die Maschine. Im Kühlbetrieb entspricht die Energy Efficiency Ratio (EER) einer ähnlichen Effizienzbewertung.
SCOP – Effizienz über das ganze Jahr Da sich die Außentemperaturen über die Heizsaison verändern, beschreibt der Seasonal Coefficiant of Performance (SCOP) die tatsächliche Effizienz Deiner Wärmepumpe über das gesamte Jahr. Der SCOP berücksichtigt verschiedene Temperaturbereiche und Betriebszustände entsprechend dem europäischen Ökodesign-Standard. Die Klimazone, in der Du lebst, spielt dabei eine große Rolle: Der SCOP für Deutschland unterscheidet sich von dem in Nord- oder Südeuropa.
Jahresarbeitszahl (JAZ) und Seasonal Performance Factor (SPF) Während COP und SCOP vor allem die Wärmepumpe bewerten, betrachtet die Jahresarbeitszahl die komplette Heizungsanlage inklusive Wärmequelle, Verteilung und Speicherung. Die JAZ zeigt, wie viel Heizwärme pro eingesetzter Stromenergie im Jahresverlauf real erzeugt wird. Die gemessene reale Effizienz im Betrieb heißt Seasonal Performance Factor (SPF). Die JAZ hängt stark von Faktoren ab wie Gebäudedämmung, Wärmequelle, Heizsystem, klimatischen Bedingungen und individuellem Heizverhalten.
Einflussfaktoren auf die Effizienz Die Effizienz hängt nicht nur von der Wärmepumpe selbst ab, sondern vom gesamten System und dessen Betrieb. Eine sorgfältige Planung und Optimierung sind entscheidend, um den Stromverbrauch niedrig und die Betriebskosten gering zu halten. Hier helfen spezielle Software-Tools und Berechnungsprogramme, die beispielsweise die Wärmequelle auswählen oder präzise Betriebsdaten simulieren.
Fazit Wenn Du die Kennzahlen COP, SCOP und JAZ sowie deren Hintergründe verstehst, kannst Du Deine Wärmepumpe effizienter nutzen und Kosten sparen. Dabei solltest Du auch immer die klimatischen Bedingungen und die gesamte Heizungsanlage ansehen. Moderne Planungssoftware erleichtert Dir die Auswahl und Optimierung. So steht einem nachhaltigen und kostensparenden Heizen mit Wärmepumpe nichts im Weg.
Wenn Du Deinen Kamin oder Deine Heizung nicht mehr nutzt und der Schornstein überflüssig wird, ist es wichtig, ihn richtig zu verschließen. Das schützt Dein Zuhause vor eindringender Feuchtigkeit, die sonst zu erheblichen Wasserschäden führen kann. Besonders in Neubauten kann es sinnvoll sein, den Schornstein während der Bauphase abzudecken, um Regen und Feuchtigkeit fernzuhalten.
Was musst Du verschließen?
Bei der Stilllegung des Schornsteins solltest Du die Schornsteinmündung – das obere Loch, durch das Abgase entweichen – sicher verschließen. Diese Öffnung einfach offen zu lassen, ist bei Regen und Schnee nicht ratsam. Wenn Du außerdem Deine Heizquelle wie einen Kaminofen entfernst, solltest Du auch den Kaminanschluss verschließen, da sonst ein Loch in der Wand offenbleibt.
Wie verschließt Du den Schornstein richtig?
Du kannst die Schornsteinmündung mit einer wetterfesten Metall- oder Betonplatte abdecken. Die Befestigung erfolgt am besten mit Mörtel, damit alles fest sitzt. Wichtig dabei: Der Schornstein darf nicht komplett luftdicht verschlossen werden, damit noch eine gewisse Luftzirkulation möglich bleibt.
Beim Verschluss des Kaminanschlusses helfen sogenannte Blinddeckel oder Blindkappen aus Metall, die einfach in die Öffnung eingesetzt werden. Dies ist nicht nur praktisch, sondern sieht auch ordentlich aus.
Was gilt bei der Wiederinbetriebnahme?
Wenn Du Deinen Schornstein später wieder nutzen möchtest, müssen vorher alle Abdeckungen entfernt und je nach Schornsteinart wieder fachgerecht zumauert oder geöffnet werden. Ein Schornsteinfeger sollte dann prüfen, ob alles ordnungsgemäß installiert ist und die neue Feuerstätte zum Schornstein passt. Nur so stellst Du sicher, dass keine Abgase ins Haus gelangen.
Zusammenfassung:
Das Verschließen eines nicht mehr genutzten Schornsteins schützt Dein Zuhause vor Feuchtigkeitsschäden und sorgt für mehr Sicherheit. Dabei sind die Schornsteinmündung und der Kaminanschluss die wichtigsten Stellen, die sorgfältig abgedeckt werden sollten. Achte darauf, dass immer noch eine Luftzirkulation möglich ist und lasse den Zustand bei Bedarf von einem Experten prüfen.
Die Einordnung einer Wohnung in eine bestimmte Baualtersklasse ist für Mieterhöhungen entscheidend, denn sie beeinflusst die ortsübliche Vergleichsmiete. Dabei stellt sich häufig die Frage, ab wann eine Sanierung oder Modernisierung eine Neubauqualität erreicht und somit eine Einstufung in eine jüngere Baualtersklasse rechtfertigt. Verschiedene Gerichtsurteile zeigen, dass es dabei auf den Umfang und die Art der Maßnahmen ankommt.
Das Landgericht Berlin urteilt, dass eine einfache Umwandlung – zum Beispiel die Umgestaltung einer Backstube zu Wohnraum – nicht ausreicht, um eine Wohnung in eine jüngere Baualtersklasse einzuordnen. Es muss vielmehr ein baulicher Standard erreicht werden, der dem einer Neubauwohnung entspricht.
Umgekehrt erkennt das Landgericht Frankfurt am Main an, dass bei einer umfassenden Modernisierung, die Zuschnitt, Ausstattung, Schallschutz und Heizung grundlegend verbessert, eine Neueinordnung in die zum Modernisierungszeitpunkt passende Baualtersklasse gerechtfertigt ist. Ähnlich bewertet das Landgericht Potsdam eine Kernsanierung, bei der ein Gebäude bis zum Rohbau entkernt und komplett erneuert wird, als ausreichend für die Einstufung als Neubau.
Bei Wiederaufbauten nach Kriegszerstörungen ist die Einschätzung der Baualtersklasse differenziert. So wurde vor dem Amtsgericht Mönchengladbach-Rheydt entschieden, dass ein Gebäude, das nach starken Zerstörungen im Jahr 1949 wieder bezugsfertig war, der Baualtersklasse nach 1948 zugeordnet wird. Das Amtsgericht Berlin-Wedding stellte dagegen fest, dass bei einem identischen Wiederaufbau die ursprüngliche Baualtersklasse bleiben kann.
Wichtig ist auch, dass bei einer Kernsanierung eines bewohnten Hauses, die das Baujahr nicht grundlegend verändert, keine neue Baualtersklasse angesetzt wird. Das Landgericht München I sah hier nur eine Berücksichtigung der Wohnungsqualität und Ausstattung im Mietspiegel, nicht aber eine Änderung der Baujahreskategorie.
Weitere Entscheidungen befassen sich mit Dachgeschossausbauten oder Anbauten, die bei erheblichem Aufwand eine Einstufung in die jüngere Baualtersklasse rechtfertigen können. Allerdings gilt bei Wohnungen mit unterschiedlichen Baualtersklassen für einzelne Teile oft ein gemittelter Wert entsprechend dem Anteil der Wohnflächen.
Mieterhöhungen basieren auf den Angaben zur Baualtersklasse und müssen gut begründet werden, damit Mieter nachvollziehen können, ob die Anpassung rechtmäßig ist. Insgesamt schaffen die Urteile Klarheit darüber, wie umfangreich Modernisierungen sein müssen, damit Vermieter eine Wohnung in eine jüngere Baualtersklasse einstufen und dadurch höhere Mieten verlangen können.
Das ist mit Abstand die meistgestellte Frage. Kein Wunder: Eine energetische Sanierung ist für die meisten Menschen eine der größten Investitionen ihres Lebens. Da willst Du wissen, was unterm Strich rauskommt.
Die kurze Antwort: Ja, in den meisten Fällen lohnt es sich, auf zwei Ebenen.
1. Dein Immobilienwert steigt. Der energetische Zustand entscheidet heute maßgeblich über den Marktwert. Immobilien mit schwacher Energieeffizienzklasse erzielen spürbar niedrigere Verkaufspreise, die Schere zwischen sanierten und unsanierten Objekten wird Jahr für Jahr größer. Eine Sanierung schützt also nicht nur vor Wertverlust, sie schafft aktiv Wert.
2. Du sparst jeden Monat. Geringere Energiekosten, ein kleinerer CO2-Fußabdruck und attraktive Förderungen verändern die Rechnung deutlich. Was zuerst nach hoher Investition aussieht, relativiert sich schnell, sobald Du Einsparungen und Fördermittel gegenrechnest.
Die eigentliche Frage ist also selten ob, sondern wie Du am wirtschaftlichsten sanierst.
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Die Expo Real 2026, die vom 5. bis 7. Oktober stattfindet, setzt erstmals einen verstärkten Fokus auf investierbare Infrastruktur und nachhaltige Projekte. Bisher wurde das Thema nur punktuell behandelt, doch das wachsende Interesse von Anlegern, Projektentwicklern und Immobilienfinanzierern erfordert nun eine Ausweitung. Insbesondere Bereiche wie Flughäfen, Häfen, erneuerbare Energien und Public-Private-Partnership-Modelle (PPP) rücken in den Mittelpunkt.
Öffentliche Haushalte sind zunehmend überlastet, wodurch Privatkapital stärker für Investitionen in die Infrastruktur benötigt wird. Neben klassischen Immobilien gewinnt die Infrastruktur an Bedeutung, da sie sowohl die Gebäude als auch deren Umgebung maßgeblich beeinflusst.
Eine besondere Relevanz haben dabei Energieinfrastruktur sowie digitale und soziale Einrichtungen. Investoren interessieren sich verstärkt für Projekte wie Rechenzentren, Schulen, Kindergärten und Windparks im Bereich erneuerbare Energien. Dieses breite Spektrum zeigt, wie vielfältig investierbare Infrastruktur sein kann und wie wichtig sie für zukunftsorientierte Investitionen ist.
Im Konferenzprogramm der Expo Real 2026 wird das Thema Infrastruktur deutlich vertreten sein. Geplant ist zudem eine Sonderschau, die nicht nur verschiedene Anlagestrategien im Infrastrukturbereich präsentiert, sondern auch passende Projekte ausstellt. Dabei liegt der Schwerpunkt sowohl auf dem Bau als auch auf dem Betrieb solcher Infrastrukturinvestitionen.
Für Dich als Investor oder Projektentwickler bietet die Expo Real 2026 damit eine ausgezeichnete Gelegenheit, aktuelle Trends kennenzulernen, investierbare und nachhaltige Infrastrukturprojekte zu entdecken und wertvolle Kontakte zu knüpfen.