Serielle Sanierung in Köln zeigt nachhaltige Wohninnovationen und beschleunigt Wohnraumschaffung

bauarbeiter_holz

In Köln wird serielle Sanierung erfolgreich als innovative Methode genutzt, um nachhaltigen und bezahlbaren Wohnraum schnell zu schaffen. Rund 100 Interessierte informierten sich bei einer Baustellen-Tour zum Trend der seriellen Sanierung über Projekte, die ökologische, ökonomische und soziale Herausforderungen der Wohnraumentwicklung zusammenbringen.

Das erste Pilotprojekt in Köln-Zollstock beeindruckte mit dem Effizienzhausstandard 40 EE und Passivhaus-Plus-Zertifikat. Gefertigte Holzrahmen-Fassadelemente mit Zellulosedämmung sorgen für effiziente Isolation, während die Nachrüstung mit Photovoltaik, Wärmepumpen und Mieterstromkonzepten den Energiebedarf senkt. Die serielle Sanierung erweist sich dabei als wirtschaftlich attraktiver als konventionelle Sanierungen – dank höherer staatlicher Förderungen und reduzierten Baukosten. So kann ein dreifach größeres Folgeprojekt in nur fünf Monaten statt 13 Monaten realisiert werden.

In Köln-Nippes wird mit serieller Sanierung und Umnutzung eines ehemaligen Bürogebäudes dringend benötigter Wohnraum für 137 Studierende geschaffen. Die Umwandlung spart Ressourcen und graue Energie, da Tragkonstruktionen erhalten bleiben. Vorgefertigte Fassadenelemente ermöglichen eine schnelle Montage selbst in engen Innenstadtlagen. Dies ist besonders wichtig angesichts der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt und der hohen Mietpreise in Universitätsstädten.

Vonovia als einer der Pioniere der seriellen Sanierung arbeitet zudem an kostensenkenden Innovationen wie der „All-in-one-Fassade“, die Dämmung, Fenster und Gebäudetechnik kombiniert und so Baukosten deutlich reduziert. Eine nachhaltige Neuerung bietet die integrierte Fensterheizung, die herkömmliche Heizsysteme ersetzen kann. Diese Technik sorgt mit hoher Effizienz für Wärme und ermöglicht durch geringere Investitionskosten günstigere Mietpreise. Allerdings hemmt aktuelle Gesetzgebung den breiten Einsatz dieser Innovation, da elektrische Heizsysteme außer Wärmepumpen nicht als Standard anerkannt werden.

Die serielle Sanierung in Köln beweist, dass zukunftsfähige, schnelle und sozialverträgliche Sanierungen möglich sind – eine wichtige Voraussetzung für den Klimaschutz und die Verbesserung der Wohnraumsituation in deutschen Städten. Die Politik fördert deshalb auch die Umwandlung von Gewerbeflächen in Wohnraum durch zinsverbilligte Darlehen, um neue Impulse für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu setzen.

Wie Du staatliche Zuschüsse für Heizungstausch, Dämmung und Komplettsanierung richtig beantragst

mann_liest_Dokument

Die energetische Sanierung Deines Hauses bringt nicht nur einen höheren Wohnkomfort, sondern spart langfristig auch Kosten. Staatliche Förderungen unterstützen Dich dabei, die nötigen Investitionen zu stemmen. Doch die Vielzahl an Zuschüssen und Bedingungen kann den Überblick erschweren. Das Informationsprogramm Zukunft Altbau fasst die wichtigsten Fördermöglichkeiten der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für Dich übersichtlich zusammen.

Wenn Du Deine Heizung auf erneuerbare Energien umstellst, kannst Du eine Förderung von 30 bis 70 Prozent der Investitionskosten erhalten, maximal 21.000 Euro für Einfamilienhäuser mit eigener Nutzung. Für emissionsarme Holzheizungen gibt es zusätzlich einen Bonus von 2.500 Euro. Bei Mehrparteienhäusern wird die Förderung pro Wohneinheit gestaffelt.

Wichtig bei der Antragstellung: Du musst bereits einen Vertrag mit dem Installateur oder Lieferanten abgeschlossen haben, der sich bei Ablehnung der Förderung auflösen kann. Die KfW fördert speziell den Heizungstausch.

Für weitere Effizienzmaßnahmen wie Dämmungen oder Lüftungsanlagen kannst Du bis zu 20 Prozent Zuschuss erhalten. Voraussetzung für den vollen Fördersatz ist ein individueller Sanierungsfahrplan. Die förderfähigen Kosten sind hier auf bis zu 60.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt – ohne Sanierungsfahrplan auf 30.000 Euro.

Kombinierst Du Heizungstausch und Effizienzmaßnahmen, kannst Du die maximal förderfähigen Ausgaben von bis zu 90.000 Euro nutzen. Dabei ist der Heizungstausch nur einmalig förderbar, während Effizienzmaßnahmen jährlich neu beantragt werden können.

Planst Du eine Komplettsanierung, kannst Du einen zinsgünstigen KfW-Förderkredit inklusive Tilgungszuschuss von bis zu 45 Prozent auf Kosten bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit erhalten. Die Förderung gilt für Effizienzhaus-Standards wie 85, 70, 55 und 40. Alternativ bietet sich eine steuerliche Begünstigung mit bis zu 20 Prozent Steuervorteil über drei Jahre an.

Unsere Empfehlung: Nutze den vreed Sanierungsplaner um einen Überblick zu bekommen, was genau an deiner Immobilie saniert werden sollte.

So setzt du die energetische Sanierung optimal um – für mehr Komfort und nachhaltige Energieeffizienz in Deinem Zuhause.

Mehr Infos zur Förderung:

Förderungen des BAFA

Förderungen der KfW

Bauzinsen 2025 im Überblick: Was Du jetzt über Baufinanzierung wissen musst

modellhaus_auf_wuerfeln_mit_prozentzeichen

Die Bauzinsen befinden sich Ende 2025 bei einigen Banken im Aufwärtstrend, was die Planung Deiner Baufinanzierung deutlich beeinflussen kann. Kleine Unterschiede in den Zinssätzen wirken sich stark auf Deine monatliche Rate und die Gesamtkosten aus. Deshalb ist es besonders wichtig, aktuelle Konditionen genau zu vergleichen und auf individuelle Faktoren zu achten.

Die Comdirect hat beispielsweise die Zinsen bei einigen Zinsbindungen leicht angehoben – beim 5-Jahres-Darlehen liegt der effektive Jahreszins jetzt bei 3,41 Prozent. Für den 15-Jahres-Zeitraum bleibt der Zinssatz stabil bei 3,75 Prozent effektiver Jahreszins, was bei einer Finanzierung von 140.000 Euro und 2 Prozent anfänglicher Tilgung monatliche Raten von etwa 612,50 Euro ergibt. Trotzdem bleibt hier ein individueller Vergleich unverzichtbar – da Konditionen stark von Deiner Bonität, der Höhe des Darlehens und dem Eigenkapitalanteil abhängen, kann das beste Angebot für Dich anders aussehen.

Auch weitere Banken und Vermittler bieten unterschiedliche Konditionen: So liegen effektive Jahreszinsen bei zehnjähriger Bindung aktuell zwischen rund 3,39 und 3,76 Prozent. Die genaue Rate hängt vom Finanzierungsvolumen und weiteren Faktoren ab. Ein Vergleich verschiedener Anbieter, inklusive Kreditvermittler wie Dr. Klein oder Interhyp, lohnt sich, um das günstigste Angebot zu ermitteln.

Neben klassischen Bauzinsen kannst Du auch von mehr Förderangeboten profitieren. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat im Dezember 2025 die Zinsen bei einigen Förderprogrammen leicht angehoben, etwa bei Programmen für energetische Sanierungen oder den Kauf von Eigenheimen. Dennoch bleiben diese Prozentwerte oft günstiger als klassische Baufinanzierungskonditionen und können deshalb die Gesamtkosten senken.

Bei Sonderaktionen wie dem Black Friday bieten manche Direktbanken zusätzlich Zinsnachlässe bis zu 0,15 Prozentpunkten an. Solche zeitlich begrenzten Rabatte können Deine Baufinanzierung noch attraktiver machen.

Trotz aller Angebote gilt: Baufinanzierung ist immer eine individuelle Entscheidung. Prüfe immer Deine persönliche Bonität, die Lage und den Wert Deiner Wunschimmobilie sowie mögliche Fördermittel, bevor Du Dich bindest. So findest Du eine Finanzierung, die am besten zu Deiner Lebenssituation und Deinem Budget passt.

KfW fördert wieder innovative Konzepte zur energetischen Stadtsanierung in Stadtquartieren

Luftaufnahme_Stadtquartier

Das KfW-Programm „Energetische Stadtsanierung – Zuschuss 432“ wurde nach einem Förderstopp im Jahr 2023 wieder gestartet. Für die Jahre 2025 und 2026 stellt der Bund jeweils 75 Millionen Euro zur Verfügung, um Kommunen und ihre Partner bei der klimagerechten Sanierung von Stadtquartieren zu unterstützen. Ziel ist es, mithilfe innovativer Konzepte die Klimaneutralität in städtischen Bereichen bis 2045 zu erreichen.

Gefördert werden unter anderem Sanierungskonzepte, Dekarbonisierung der Energieversorgung sowie ein Sanierungsmanagement für Quartiere. Bauministerin Verena Hubertz betont, dass hierbei verschiedene effiziente Wege greifen, um den Energieverbrauch zu senken und den Anteil erneuerbarer Energien zu steigern, wie beispielsweise serielles Sanieren oder Nahwärmenetze.

Das Programm legt einen starken Fokus auf die Reduzierung von CO2-Emissionen und integriert dabei auch städtebauliche, denkmalpflegerische, wohnungswirtschaftliche sowie soziale Aspekte. Zusätzlich werden Maßnahmen zur Klimaanpassung, der Ausbau von Stadtgrün und der Einsatz digitaler Technologien einbezogen. Dies unterstützt auch die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung in Deutschland.

Antragsberechtigt sind kommunale Gebietskörperschaften, deren Eigenbetriebe sowie kommunale Zweckverbände, die die Zuschüsse wiederum an private oder gemeinnützige Akteure wie Wohnungsunternehmen oder Eigentümer weiterreichen können. Förderungen betragen bis zu 75 Prozent, in finanziellen Notlagen sogar bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten.

Das Programm startete erstmals 2011 und wurde 2021/22 erweitert, um auch grüne Infrastruktur, Digitalisierung und nachhaltige Mobilität zu fördern. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wurde es zuletzt Ende 2023 gestoppt und ist nun mit neuen Fördermitteln zurück.

Wenn Du also als Kommune, Wohnungsunternehmen oder Eigentümer nachhaltige und umfassende Sanierungsprojekte in Stadtquartieren umsetzen möchtest, bietet das KfW-Programm eine wertvolle finanzielle Unterstützung zur Erreichung der Klimaziele.

Serielle Sanierungen: Kosten sinken um ein Drittel, Tempo verdoppelt – der Weg zur klimafreundlichen Gebäudesanierung

wohnhaus_fassade

Serielle Sanierungen haben sich als Schlüssel zur Beschleunigung und Kostensenkung bei der energetischen Gebäudesanierung etabliert. Eine aktuelle Evaluation des Kompetenzzentrums Serielles Sanieren der Deutschen Energie-Agentur (dena) zeigt, dass sich die Kosten für solche Sanierungen um rund ein Drittel reduziert haben, während sich die Bauzeiten von 14 auf durchschnittlich 7 Wochen halbierten.

Diese effizienten Abläufe basieren auf standardisierten Planungs- und Prozessabläufen, die insbesondere bei größeren Projekten und bei Wiederholungen zu deutlichen Kostenvorteilen führen. Bei 86 Prozent der sanierten Gebäude wurde der energetische Standard EH 55 erreicht, bei den übrigen 14 Prozent sogar der strengere EH 40 – ein Beleg für die hohe Qualität serieller Sanierungen.

Ein weiterer Meilenstein ist der neue Energiesprong-Produktkatalog, der 15 Unternehmen mit unterschiedlichen modularen Fassadenlösungen vorstellt. Dieser übersichtliche Katalog unterstützt Anbieter und Planer dabei, die passenden, marktgerechten Lösungen schnell auszuwählen. Die Initiative entstand im Rahmen der Energiesprong Convention 2024 und wurde gemeinsam mit über 40 Partnerunternehmen aus Wohnungswirtschaft, Industrie und Planung entwickelt. Zukünftige Produktkatalog-Ausgaben werden zudem technische Ausstattungen und Dachlösungen erfassen.

Corinna Enders, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung, betont die Bedeutung serieller Sanierungen für den Klimaschutz im Gebäudesektor: „Sie bieten eine schnelle, skalierbare und kostengünstige Lösung – besonders im Mehrfamilienhausbereich.“ Damit das volle Potenzial genutzt wird, sind verlässliche Förderungen unerlässlich.

Das Kompetenzzentrum Serielles Sanieren der dena unterstützt den Aufbau dieses neuen Marktes im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Es begleitet den gesamten Prozess von der Auswahl der Gebäude über Fördermittelberatung bis hin zur Umsetzung von Pilotprojekten und der Produktentwicklung. Regelmäßige Workshops und Networking-Events fördern den Wissensaustausch und die Innovation.

Mit seriellen Sanierungen kannst Du also nicht nur Kosten sparen, sondern auch wesentlich schneller klimafreundliche, energieeffiziente Gebäude realisieren – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Wärmewende.

EU übernimmt Anti-Geldwäsche-Aufsicht – Neues Immobilienregister gegen Geldwäsche

Spielzeughauser_auf_euro_scheinen

In Deutschland wird seit Jahren über ein zentrales Immobilienregister zur Bekämpfung von Geldwäsche diskutiert – ohne greifbare Ergebnisse. Jetzt übernimmt die Europäische Union das Ruder: Die neue Anti-Geldwäsche-Behörde AMLA (Anti-Money Laundering Authority) hat am 1. Juli 2025 ihre Arbeit aufgenommen und sitzt in Frankfurt am Main. Von hier aus wird sie die Geldwäschekontrolle in der gesamten EU verstärken.

Die Grundlage bildet eine EU-Geldwäsche-Verordnung, die in allen Mitgliedsländern direkt gilt und Teile der bisherigen nationalen Gesetze ersetzt. In den kommenden Jahren wird ein Immobilienregister eingeführt, das detaillierte Informationen zu Art, Lage, Eigentümern, Grundpfandrechten und Kaufpreisen erfasst. Den Behörden wird ein direkter Zugriff auf diese Daten ermöglicht.

In Deutschland waren ähnliche Initiativen bereits Thema, konnten jedoch bisher nicht umgesetzt werden. So forderte die Linke im Bundestag 2022 ein zentrales Immobilienregister, um Spekulationen und Geldwäsche zu begrenzen. Auch der Bundesrat lehnte entsprechende Vorschläge bereits 2021 ab, da zuständige Ausschüsse skeptisch blieben. Seit 2020 gilt zwar ein verschärftes Geldwäschegesetz mit Pflichten für Immobilienbeteiligte, doch die Wirksamkeit wird angezweifelt.

Ein zentrales Problem ist der Einfluss von Geldwäsche auf Immobilienpreise. Eine Studie der Universität Trier analysierte Verdachtsmeldungen und Transaktionsdaten und zeigt, dass Geldwäsche die Preise nach oben treibt. Eine Reduzierung von Geldwäsche um zehn Prozent könnte demnach die Immobilienpreise um etwa 1,9 Prozent senken.

Für Dich als Immobilieninteressierten bedeutet das: Bald mehr Transparenz und strengere Kontrollen beim Immobilienkauf – ein wichtiger Schritt, um den Markt fairer und sicherer zu machen und Preisverzerrungen durch illegale Mittel einzudämmen. Die EU-Behörde AMLA und das geplante Immobilienregister sind daher entscheidende Instrumente im Kampf gegen Geldwäsche und Immobilienbetrug in Europa.

Hier gehts zur Studie: Geldwäsche und deren Auswirkung auf die Immobilienpreise in Deutschland

Einfaches Gebäuderaster für Hausverwalter zur schnellen Sanierungsbewertung und Umsetzung

zwei_menschen_am_schreibtisch_im_dialog

Der Weg zur Klimaneutralität bis 2045 stellt Eigentümer und Hausverwalter vor große Herausforderungen: Neue Gesetze, technische Anforderungen und Unsicherheiten erschweren die Planung energetischer Maßnahmen. Ein gemeinsam entwickeltes Gebäuderaster des Immobilienverbands Deutschland (IVD), des Bundesverbands für Energieberatende (GIH) und des Bundesverbands für Energie- & Wasserdatenmanagement (bved) bringt Klarheit ins komplexe Thema.

Das System reduziert die Bewertung von Wohngebäuden auf zwei wesentliche Achsen: die Effizienz des Gebäudes und die Art der Beheizung. Dadurch können Wohngebäude schnell in sieben verständliche Kategorien eingeteilt werden. Faktoren wie Baujahr und Nutzung treten zunächst in den Hintergrund, um eine unkomplizierte Ersteinschätzung zu ermöglichen. So siehst Du auf einen Blick den Sanierungsbedarf, die Dringlichkeit und vorrangige Maßnahmen für jedes Gebäude.

Dieses praxisnahe Raster erleichtert Hausverwaltern den Dialog innerhalb oft heterogener Eigentümergemeinschaften. Es verbindet aktuelle gesetzliche Vorgaben, insbesondere zur europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) und dem Gebäudeenergiegesetz (GEG), mit klaren Handlungsempfehlungen.

Zusätzlich zeigt das Raster passende Dienstleistungen auf: Qualifizierte Energieberater können auf dieser Grundlage technologieoffene Sanierungsoptionen vorstellen und gemeinsam mit der Eigentümergemeinschaft einen individuellen Umsetzungsplan, beispielsweise einen Sanierungsfahrplan (iSFP), entwickeln. Der GIH begleitet dann die nächsten Schritte – von Planung über Fördermittelbeantragung bis zur Baubegleitung.

Aus Sicht der Messdienstleister bieten Verbrauchsdaten wichtige Erkenntnisse zur Optimierung. Unternehmen des bved analysieren real gemessene Daten, identifizieren Effizienzpotenziale und helfen, wirtschaftliche Maßnahmen abzuleiten – von einfachen Anpassungen wie hydraulischem Abgleich bis zur ganzheitlichen energetischen Sanierung.

So bekommst Du als Hausverwalter einen praktischen Kompass an die Hand, der nicht nur Orientierung in der komplexen Gesetzeslandschaft schafft, sondern den Sanierungsprozess aktiv unterstützt. Das Gebäuderaster verknüpft Sanierungsbedarf und Fachberatung zu einem handhabbaren und effektiven Instrument für die nachhaltige Gebäudewirtschaft.

Balkonkraftwerke in Hamburg: Bis zu 90 % Förderung für Haushalte mit geringem Einkommen

mann_sitzt_auf_balkon_mit_balkonkraftwerk

In Hamburg gibt es ab Oktober 2025 eine neue Förderung, die speziell einkommensschwache Haushalte bei der Anschaffung von Balkonkraftwerken unterstützt. Ziel ist es, dass auch Haushalte mit geringem Einkommen aktiv an der Energiewende teilhaben können. Das Programm übernimmt in den kommenden zwei Jahren bis zu 90 Prozent der Anschaffungskosten eines Balkonkraftwerks – so sparst Du bei der Investition und langfristig bei den Stromkosten. Insgesamt stehen dafür rund 580.000 Euro zur Verfügung.

Wer kann die Förderung beantragen? Förderberechtigt sind Menschen, die Bürgergeld, Sozialhilfe, Grundsicherung, Wohngeld, Asylbewerberleistungen oder Kinderzuschlag erhalten sowie BAföG-Beziehende und Haushalte mit Einkommen unterhalb des Pfändungsbetrags. So wird sichergestellt, dass besonders finanzschwache Familien unterstützt werden.

Die Antragstellung läuft über die Caritas: Dort kannst Du Dich melden und einen Beratungstermin vereinbaren. Experten der Caritas besuchen Dich zuhause, sichten Deinen Balkon, unterstützen bei der Auswahl eines passenden PV-Moduls und helfen bei den notwendigen Formalitäten.

Technisch gilt: Die Solarmodule müssen TÜV-geprüft sein und den Sicherheitsstandards der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie entsprechen. Die Nennleistung für bis zu zwei Module darf 800 Watt nicht überschreiten.

Diese Förderung bietet eine hervorragende Möglichkeit, erneuerbare Energie kostengünstig zu nutzen und Dein Zuhause nachhaltig mit Solarstrom zu versorgen. Dank der hohen Förderquote sind Balkonkraftwerke in Hamburg jetzt noch erschwinglicher – gerade für Haushalte mit wenig Einkommen.

200 Klimaschutzmanager aus Baden-Württemberg treffen sich zum Austausch und zur Vernetzung in Pforzheim

kongressteilnehmer_von_hinten

Am 9. Oktober 2025 trafen sich rund 200 Klimaschutzmanagerinnen und -manager aus ganz Baden-Württemberg in Pforzheim, um aktuelle Themen und Herausforderungen des kommunalen Klimaschutzes zu besprechen. Die Veranstaltung, organisiert von der KEA-BW, bot neben zukunftsweisenden Vorträgen umfassende Möglichkeiten zum persönlichen Austausch.

Die Mehrheit der Teilnehmenden bringt mehr als fünf Jahre Erfahrung im Klimaschutz mit und wurden als „Felsen in der Brandung“ bezeichnet – ein wichtiger Rückhalt für nachhaltige Projekte. Dr. Svea Wiehe vom Umweltministerium betonte die Bedeutung der Vernetzungsarbeit gerade in Zeiten begrenzter finanzieller Mittel und gab einen Ausblick auf kommende Förderprogramme.

Ein im Rahmen des Treffens vorgestelltes neues Fachpapier beleuchtet kritisch die Rolle von Wasserstoff zur Wärmeversorgung. Dr. Volker Kienzlen, Geschäftsführer der KEA-BW, erläuterte, weshalb Wasserstoff nur eine untergeordnete Rolle spielen wird und warnte davor, Erwartungen an einen vollständigen Ersatz von Erdgas durch Wasserstoff zu hoch zu schrauben.

Professor Henning Austmann von der Hochschule Hannover stellte die Dringlichkeit dar, Überflusskonsum zu reduzieren, umweltbewusst zu handeln und so den drohenden ökologischen Kollaps abzuwenden. Er ermutigte dazu, als aktive Multiplikatoren Veränderungen anzustoßen und zu verbreiten.

Praktische Strategien für Klimaneutralität auf kommunaler Ebene präsentierte Philipp Wachter vom ifeu Heidelberg. Er zeigte vielfältige Einflussbereiche auf, die Kommunen nutzen können, um ihre Ziele für 2035 oder 2045 zu realisieren.

Auch die psychologische Dimension des Klimawandels kam nicht zu kurz: Diplom-Psychologin Stefanie Pausch thematisierte die Bedeutung der Wahrnehmung von Klimagefühlen und die Stärkung von Resilienz, um mental gesund mit der Klimakrise umgehen zu können.

Teilnehmende hatten zudem die Wahl aus acht Workshops, die Methoden zur Partizipation, digitale Werkzeuge und Suffizienzstrategien für den kommunalen Klimaschutz vermittelten. So wurde durch praxisnahe Angebote die Umsetzung in den Kommunen gefördert.

Dieses Treffen unterstreicht die wichtige Rolle engagierter Klimaschutzmanagerinnen und -manager als Impulsgeber und Netzwerker für eine nachhaltige Zukunft. Der Austausch auf Landesebene hilft, Herausforderungen zu bewältigen und innovative Lösungen zu entwickeln – gemeinsam, vernetzt und zielgerichtet.

Kommunale Wärmeplanung verstehen: Fristen, klimaneutrale Heizungen und Förderungen bis 2045

stadtplaner_auf_strasse

Um die Wärmeversorgung in Deutschland bis 2045 klimaneutral zu gestalten, ist eine umfassende Umrüstung des Gebäudebestands nötig. Das bedeutet, dass viele Häuser ihre fossilen Heizungen durch nachhaltige Systeme ersetzen müssen. Die kommunale Wärmeplanung verpflichtet Gemeinden, einen strategischen Plan zu erarbeiten, der diesen Wandel ermöglicht und den CO2-Ausstoß bei der Wärmeversorgung deutlich reduziert.

Was ist die kommunale Wärmeplanung?
Kommunen in Deutschland müssen ermitteln, wie hoch der zukünftige Wärmebedarf bis 2045 sein wird, und analysieren, welche erneuerbaren Energien vor Ort genutzt werden können. Diese müssen sie in einem Wärmeplan zusammenfassen, der alle fünf Jahre aktualisiert wird.

Wichtige Fristen für die Kommunen:
– Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen bis zum 30. Juni 2026 einen Wärmeplan vorlegen.
– Kleinere Kommunen haben dafür Zeit bis zum 30. Juni 2028.

Nach Vorlage des Wärmeplans greift für neue Heizungen die 65-Prozent-Regel: Mindestens 65 % der Wärmeenergie müssen aus erneuerbaren Energien stammen. Der Einbau von rein fossilen Heizungen ist dann grundsätzlich verboten, Ausnahmen sind nur bei plötzlichem Heizungsausfall erlaubt, wenn die neue Heizung kompatibel mit erneuerbaren Energien ist.

Möglichkeiten der klimaneutralen Wärmeversorgung:
Kommunen unterscheiden zwischen zentraler und dezentraler Wärmeversorgung:
– Zentrale Versorgung über Wärmenetze kann industrielle Abwärme, Biomasse, Geothermie, Solarthermie, Wasserstoff oder Wärme aus Flüssen und Seen nutzen.
– Dezentrale Lösungen umfassen Wärmepumpen, solarthermische Anlagen, Biomasseheizungen, Hybridheizungen sowie Gasheizungen mit grünen Gasen.

Hausbesitzer müssen rechtzeitig erfahren, welche Lösungen für sie vor Ort möglich sind – insbesondere, wenn eine zentrale Wärmeversorgung nicht geplant ist.

Nach Abschluss der Wärmeplanung:
Nach Fertigstellung haben die Kommunen zehn Jahre Zeit, ein Wärmenetz anzulegen. Hauseigentümer sind verpflichtet, sich spätestens zehn Jahre nach Fertigstellung des Wärmenetzes anzuschließen, sofern die Kommune einen Anschlusszwang in der Satzung festlegt. Alternativ kann ein anderer klimafreundlicher Heizungsersatz nachgewiesen werden.

Fördermöglichkeiten:
Kommunen erhalten staatliche Fördermittel für die Erstellung von Wärmeplänen und den Ausbau von Wärmenetzen. Auch Hausbesitzer können Unterstützung beim Anschluss an Wärmenetze bekommen. Da Förderungen künftig sinken könnten, wird empfohlen, frühzeitig passende Heizlösungen zu prüfen.

Kosten für den Wärmenetzanschluss:
Der Anschluss an ein Fernwärmenetz kostet laut Verbraucherzentrale zwischen 8.000 und 15.000 Euro. Das umfasst den Austausch der alten Heizung und den Einbau einer Übergabestation.

Die kommunale Wärmeplanung und die verbindlichen Fristen helfen dir als Hauseigentümer oder Bürger, sich richtig auf die Energiewende vorzubereiten und nachhaltige Heizungssysteme rechtzeitig einzuführen.