Wie die EU mit Wärmepumpen steigende Energiepreise bekämpfen und Klimaziele erreichen will

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Die Europäische Kommission reagiert mit der neuen Mitteilung „AccelerateEU – Energy Union“ auf steigende fossile Energiepreise und geopolitische Risiken. Im Zentrum dieser Strategie steht die Wärmepumpe, die nicht nur als wichtige Klimaschutztechnologie, sondern auch als Schlüssel zur Sicherung bezahlbarer Energie und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas gilt.

Zu den geplanten Maßnahmen zur Förderung der Elektrifizierung gehört unter anderem die Reduzierung des Strom-Gas-Preisverhältnisses (E2G) in allen EU-Mitgliedstaaten. Zudem plant die Kommission gesetzliche Regelungen, um Netzentgelte und Steuern auf Strom im Rahmen der Energiesteuerrichtlinie zu senken, was zu günstigeren Strompreisen führen soll.

Speziell für Wärmepumpen sieht der Plan verschiedene Anreize vor: Mehrwertsteuersenkungen, soziale Leasingmodelle und erweiterte finanzielle Unterstützung für Wohngebäude und die Industrie. Die Finanzierung soll teilweise aus den Einnahmen des Emissionshandelssystems (ETS) und der vorgeschlagenen Industrial Decarbonisation Bank stammen – Maßnahmen, die bereits von Branchenexperten und Verbänden wie der EHPA gefordert wurden.

Der verstärkte Einsatz von Wärmepumpen in Europa könnte den Verbrauch fossiler Energien um rund 200 Terawattstunden senken und den Endenergieverbrauch in Gebäuden um bis zu 50 Prozent reduzieren. Aktuell liegt der jährliche Absatz bei rund 2,4 Millionen Geräten. Die EU setzt sich das Ziel, diesen Wert bis zum Jahr 2030 auf 4 Millionen Wärmepumpen pro Jahr zu erhöhen. Damit leistet die EU nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, sondern unterstützt auch die Energieunabhängigkeit und erschwingliche Energielösungen für alle Europäer.

Bild von Jan Witkovsky

Jan Witkovsky

Architect, M.Eng. in international Project Management 20+ yrs. general planning, project management and business development. Founding- and Leadership experience.