GModG 2026: Warum Banken jetzt Energieeffizienz zum Kreditfaktor machen müssen

haus_und_vertrag

🏦 Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) verändert nicht nur den Immobilienmarkt – sondern auch die Bewertung, Finanzierung und Risikosteuerung in Banken.

Diese Punkte sollten Kreditinstitute jetzt besonders im Blick haben:

▪️ § 40 GModG:
Neue Renovierungsanforderungen für Nichtwohngebäude bis 2030/2033 erhöhen den Modernisierungsdruck bei Gewerbeimmobilien. Für Banken bedeutet das: steigender Investitionsbedarf, mögliche Wertanpassungen und neue Anforderungen an ESG- und Risikoanalysen im Bestand.

▪️ §§ 85/86 GModG:
Der Energieausweis wird deutlich erweitert – inklusive THG-Emissionen, Lebenszyklusdaten und neuer Effizienzklassen auch für Nichtwohngebäude. Damit werden energetische Kennzahlen künftig noch stärker preis- und finanzierungsrelevant.

▪️ § 56 GModG:
Die BACS-Pflicht (Building Automation & Control Systems) rückt in den Fokus. Betreiber größerer Gebäude müssen ihre technische Gebäudeausrüstung intelligent steuerbar machen. Das schafft zusätzlichen CAPEX-Bedarf, insbesondere im Gewerbesegment.

▪️ Geändertes CO₂KostAufG:
Die hälftige Teilung der CO₂-Kosten zwischen Vermietern und Mietern bleibt ein wichtiger Faktor für Cashflow- und Renditebetrachtungen bei Bestandsimmobilien.

📌 Fazit:
Energetische Qualität entwickelt sich zunehmend vom „Soft Factor“ zum kreditrelevanten Bewertungskriterium. Banken sollten Energieausweise, Sanierungsfahrpläne und regulatorische Anforderungen künftig noch stärker in Kreditprüfung, Objektbewertung und Portfoliosteuerung integrieren.

Bild von Jan Witkovsky

Jan Witkovsky

Architect, M.Eng. in international Project Management 20+ yrs. general planning, project management and business development. Founding- and Leadership experience.