Die serielle Sanierung der Lönssiedlung der Beamten-Wohnungs-Baugenossenschaft EG in Düsseldorf-Stockum ist ein Meilenstein für nachhaltiges und wirtschaftliches Bauen. Das Projekt erhielt die Auszeichnung KlimaQuartier.NRW durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Damit würdigt das Land Neubau- und Bestandsquartiere, die mit moderner Gebäudetechnik, hochwertigen Gebäudehüllen und der lokalen Erzeugung erneuerbarer Energien Maßstäbe für Klimaschutz setzen.
Insgesamt werden 41 Gebäude aus den 1930er Jahren mit mehr als 200 Wohnungen in bewohntem Zustand klimaneutral saniert. Die Maßnahmen umfassen eine neue hochgedämmte Gebäudehülle aus vorgefertigten Holzfassadenelementen mit dreifach verglasten Fenstern, Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung sowie innovative Wärmepumpen, die dezentrale Gasetagenheizungen ablösen. Dazu kommen Photovoltaikanlagen auf den Dächern, die den grünen Strom liefern. So erreichen die Gebäude einen Sprung von Effizienzklasse H auf A+.
Spannend ist, dass ein Teil der Sanierung als Instandhaltungsmaßnahme gilt, was eine warmmietenneutrale Umsetzung ermöglicht. Dies zeigt die Wirtschaftlichkeit des seriellen Sanierungskonzepts. Durch die Maßnahmen entstehen keine Mietausfälle oder Mietminderungen. Stattdessen generiert die Baugenossenschaft zusätzliche Einnahmen, unter anderem durch Dachausbauten.
Neben der Lönssiedlung wurde auch ein serielle Sanierungsprojekt in Köln-Zollstock als KlimaQuartier.NRW ausgezeichnet. Seit 2023 fördert das Land NRW solche zukunftsweisenden Quartiere finanziell im Rahmen der Förderrichtlinie progres.nrw. Für besonders innovative Quartiersprojekte gibt es seit Juni 2025 zudem die Förderung KlimaGebäude.NRWplus.
Die Auszeichnung und Förderung zeigen beispielhaft, wie Klimaschutz im Gebäudebestand mit wirtschaftlichen Vorteilen verbunden werden kann. Besonders in Zeiten der Energiewende stellen serielle Sanierungen einen entscheidenden Hebel dar, um schnell und effektiv klimaneutrale Quartiere zu schaffen – warmmietenneutral und mieterfreundlich.


