Fraunhofer ISE erforscht Propan-Wärmepumpen im Bestand von Mehrfamilienhäusern

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Wärmepumpen gelten als Schlüsseltechnologie für die Wärmewende, insbesondere im Gebäudebestand. Während sie in Ein- und Zweifamilienhäusern bereits etabliert sind, stellen Mehrfamilienhäuser aufgrund komplexerer Anforderungen eine größere Herausforderung dar. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat deshalb das Forschungsprojekt LC R290 durchgeführt, um passgenaue Lösungen für den Austausch alter Gas- und Ölheizungen durch Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern zu entwickeln.

Ein besonderer Fokus lag auf dem Einsatz von Propan (R290) als Kältemittel. Propan ist ein natürliches Kältemittel mit niedrigem Treibhauspotenzial und wird zunehmend für außen aufgestellte Wärmepumpen verwendet. Für Mehrfamilienhäuser mussten jedoch zusätzliche Sicherheits- und Aufstellungskonzepte erarbeitet werden, etwa belüftete Einhausungen oder Entwässerungssysteme, um unterschiedlichen Gebäudeformen und Modernisierungssituationen gerecht zu werden.

Das Projekt zeigt, dass Wärmepumpen auch in größeren Bestandsgebäuden fossile Heizsysteme zuverlässlich ersetzen können – vorausgesetzt, die Anlagen werden sorgfältig auf das jeweilige Gebäude abgestimmt. Die zunehmende Bedeutung natürlicher Kältemittel auf dem Wärmepumpenmarkt wird durch neue Förderungen ab 2028 weiter gestärkt, die ausschließlich Systeme mit natürlichen Kältemitteln unterstützen.

Die Ergebnisse des Projekts fließen in ein Folgeprojekt ein, das die Entwicklung eines Softwaretools vorsieht, um Fachplanern und der Wohnungswirtschaft die Auswahl optimaler Wärmepumpensysteme für Mehrfamilienhäuser zu erleichtern. So soll die Umstellung auf nachhaltige Heiztechnologien in großen Gebäuden noch effizienter und sicherer gestaltet werden.