Einspeisevergütung für Photovoltaik endet 2026 – So sicherst Du Dir Deine Förderung

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Die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen, die Dir 20 Jahre lang eine feste Vergütung für eingespeisten Solarstrom garantiert, steht vor dem Aus. Ab 2027 könnte die Förderung für neue Anlagen ersatzlos wegfallen. Für Dich bedeutet das: Wenn Du eine Solaranlage planst, lohnt es sich, diese noch 2026 in Betrieb zu nehmen, um die Vergütung langfristig zu sichern.

Aktuell beträgt die Einspeisevergütung je nach Eigenverbrauch und Anlagengröße bis zu 7,78 Cent pro Kilowattstunde bei Teileinspeisung und bis zu 12,34 Cent bei Volleinspeisung. Diese Vergütung wird für 20 Jahre ab dem Folgejahr der Inbetriebnahme garantiert, kann sich jedoch durch das sogenannte Solarspitzengesetz bei negativen Strompreisen um einige Jahre verlängern.

Ab 2027 sollen neue Photovoltaikanlagen unter 25 Kilowatt-Peak keine Einspeisevergütung mehr erhalten. Stattdessen gibt es dann nur noch die Möglichkeit der Nulleinspeisung mit kompletter Eigenversorgung oder der ungeförderten Direktvermarktung, die technisch aufwändig und für Privathaushalte meist unwirtschaftlich ist. Das könnte eine deutliche Bremse für den Ausbau privater Solaranlagen bedeuten.

Trotz der Senkung der Einspeisevergütung alle sechs Monate um etwa ein Prozent bleibt die Investition in eine Solaranlage sinnvoll – vor allem, wenn Du den selbst erzeugten Solarstrom möglichst viel selbst nutzt. Denn durch Eigenverbrauch sparst Du im Vergleich zum Strombezug vom Anbieter rund 20 Cent pro Kilowattstunde, was finanziell attraktiver ist als die Einspeisevergütung.

Du kannst zwischen Teileinspeisung (mit Eigenverbrauch) und Volleinspeisung wählen. Für Haushalte mit hohem Stromverbrauch und E-Auto oder Wärmepumpe lohnt sich meist die Teileinspeisung. Bei geringerem Eigenverbrauch und größeren Anlagen kann Volleinspeisung sinnvoll sein.

Bestehende Anlagen behalten voraussichtlich den Bestandsschutz und behalten ihre Vergütung für die 20 Jahre. Für ausgeförderte Anlagen nach Ablauf dieser Frist gibt es noch eine deutlich niedrigere Vergütung, wodurch Eigenverbrauch hier noch wichtiger wird.

Um von der aktuellen Förderung zu profitieren, solltest Du Deine Anlage rechtzeitig beim Netzbetreiber anmelden und die Einspeisevergütung beantragen. Vergleiche außerdem mehrere Angebote verschiedener Installationsfirmen, um ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu erhalten.

Fazit: Wenn Du schon länger über eine Solaranlage nachdenkst, nutze die Chance und setze Dein Projekt noch 2026 um. So sicherst Du Dir die profitable Einspeisevergütung und kannst gleichzeitig von den Vorteilen des Eigenverbrauchs profitieren.

Bild von Markus Kambeck

Markus Kambeck

MBA - Blockchain Management & Technology 25+ Years of experience in Marketing. Passionate about PropTech.