Wenn Du derzeit Eigentümer einer Immobilie in Deutschland bist, gehörst Du wahrscheinlich zu den vielen Menschen, die ihre Häuser in den nächsten zwei Jahren nicht sanieren wollen. Warum? Die Kosten sind einfach oft zu hoch. Laut einer Umfrage planen 53 Prozent der Immobilieneigentümer in den kommenden zwei Jahren keine Renovierung oder energetische Sanierung ihrer Gebäude.
Das Problem liegt vor allem im Geld: Die Mehrheit der Befragten schätzt das Investitionsvolumen für eine Sanierung auf 30.000 Euro oder weniger, was oft nur für kleinere Maßnahmen wie Fenster- oder Heizungstausch reicht. Doch dieser Betrag entspricht für viele fast dem halben Nettovermögen. Aktuelle Studien zeigen, dass das Medianvermögen in Deutschland bei 76.000 Euro liegt, wobei der Anteil an unmittelbar verfügbaren finanziellen Mitteln – also Geld, das Du sofort für eine Sanierung einsetzen könntest – im Schnitt nur etwa 3.200 Euro beträgt.
Dabei müssten Deutschlands Immobilien dringend energetisch saniert werden, wenn das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 erreicht werden soll. Rund 20 Millionen Gebäude mit schlechter Energieeffizienz benötigen eine Modernisierung. Dennoch fehlt es oft an finanziellen Mitteln und Verständnis für verfügbare Förderprogramme. Fast die Hälfte der Befragten wünscht sich mehr Aufklärung und eine bessere Übersicht über staatliche Förderungen, um Kosten und Nutzen abwägen zu können.
Glücklicherweise gibt es staatliche Zuschüsse von bis zu 15 Prozent der Sanierungskosten, maximal 30.000 Euro, die durch einen individuellen Sanierungsfahrplan sogar auf 60.000 Euro verdoppelt werden können. Auch zinsgünstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sind eine Option, allerdings greifen diese nur in Kombination mit den Zuschüssen. Die große Herausforderung bleibt, dass viele Hausbesitzer nicht genau wissen, welche Möglichkeiten und Unterstützungen es gibt und welche Maßnahmen sich für sie finanziell lohnen.
Wenn Du also mit dem Gedanken spielst, Dein Haus zu sanieren, lohnt sich ein genauer Blick auf Förderprogramme und die sorgfältige Planung der Maßnahmen – idealerweise mit fachkundiger Beratung. So kannst Du nicht nur Deinen Geldbeutel schonen, sondern auch aktiv zum Klimaschutz beitragen.


