So viel Strom verbrauchen Klimaanlagen und Ventilatoren im Sommer wirklich

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Im Sommer sorgen Klimaanlagen und Ventilatoren für eine angenehme Abkühlung in heißen Räumen. Doch wie viel Strom verbrauchen diese Geräte tatsächlich, und wie wirken sich die Kosten auf deine Stromrechnung aus? Dieses Thema ist gerade in Wohnungen mit schlechter Isolierung oder in Dachgeschossen besonders relevant.

Bei Klimaanlagen unterscheidet man zwischen fest installierten Split-Geräten und mobilen Monoblock-Klimageräten. Split-Klimaanlagen sind effizienter und verbrauchen im Durchschnitt zwischen 135 und 293 kWh pro Jahr. Monoblock-Geräte sind flexibler einsetzbar, benötigen aber deutlich mehr Strom, mit einem Verbrauch zwischen 210 und 700 kWh jährlich. Bei einem bundesweiten Strompreis von rund 35 Cent pro kWh können die jährlichen Stromkosten für Split-Anlagen etwa 112 Euro betragen, während Monoblock-Geräte bis zu 245 Euro kosten können.

Ein anschauliches Beispiel liefert die „Stiftung Warentest“ mit der Split-Klimaanlage Daikin Perfera RXM35A. Dieses Modell hat eine Leistung von 0,76 kW und bei Nutzung von sechs Stunden an 70 heißen Tagen im Jahr ergeben sich Stromkosten von etwa 112 Euro. Die tatsächlichen Kosten liegen oft etwas niedriger, da Klimaanlagen selten dauerhaft unter Volllast laufen.

Ventilatoren hingegen kühlen nicht aktiv, sondern verbessern nur durch Luftbewegung das Raumklima. Sie verbrauchen deutlich weniger Strom: Ein Stand- oder Deckenventilator verbraucht etwa 50 Watt pro Stunde, was bei gleicher Nutzungsdauer von 70 Tagen und 6 Stunden am Tag nur etwa 7,35 Euro an Stromkosten im Jahr verursacht. Boden- oder Turmventilatoren können bis zu 100 Watt verbrauchen, bleiben aber im Kostenvergleich dennoch sehr günstig.

Für die Berechnung der Stromkosten gilt folgende Faustformel: Multipliziere die Nennleistungsaufnahme des Geräts in Kilowatt mit der Betriebsdauer in Stunden, um den Stromverbrauch in Kilowattstunden zu erhalten. Anschließend multiplizierst du den Verbrauch mit deinem Strompreis.

Der Vergleich zeigt deutlich, dass Klimaanlagen wirksam, aber im Betrieb kostspielig sind. Ventilatoren bieten eine günstige Alternative, senken jedoch nicht die Temperatur selbst. Die tatsächlichen Verbrauchswerte können je nach Gebäudeisolation, Raumgröße und Nutzung variieren.

Bild von Thomas Wolter-Roessler

Thomas Wolter-Roessler

Dipl.-Ing. (DH) Mechatronik 20+ yrs. factory planning, organizational development, change management and strategy consulting. Founding- and Leadership experience.