Gasheizung 2025 noch beliebt, aber CO2-Kosten & Förderung machen Wärmepumpen attraktiv

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Auch 2025 sind Gasheizungen bei fast jedem zweiten Haus noch die erste Wahl – ein großer Vorteil für Dich: Die Anschaffungskosten sind deutlich niedriger als bei Wärmepumpen. Während ein Gasheizungsaustausch im Einfamilienhaus circa 8.000 € kostet, schlägt die Umrüstung auf eine Wärmepumpe mit rund 30.000 € zu Buche.

Doch diese Kostenbewertung ist trügerisch. Ein entscheidender Faktor, der die Wirtschaftlichkeit verschiebt, ist der kontinuierlich steigende CO2-Preis. 2021 lag der Preis pro Tonne CO2 noch bei 25 €, bis 2025 steigt er auf 55 € und wird bis 2026 voraussichtlich 65 € erreichen. Dieser Preisaufschlag verteuert den fossilen Brennstoff Gas drastisch und kann in zwei Jahrzehnten die wahren Gesamtkosten einer Gasheizung auf über das Dreifache des Anschaffungspreises erhöhen. Konkret sind bei angenommen 96 Tonnen CO2-Ausstoß etwa 20.000 € CO2-Kosten einzuplanen, die zum Kaufpreis von 8.000 € addiert werden sollten.

Auf der anderen Seite verursachen Wärmepumpen keine CO2-Kosten und profitieren von attraktiven Förderprogrammen, beispielsweise der KfW-Förderung 458, die bis zu 50 % der Kosten (maximal 30.000 €) abdeckt – für einkommensschwächere Haushalte sogar bis zu 70 %. Dadurch reduziert sich die Nettoinvestition erheblich auf etwa 15.000 € und unterbietet somit die realen Gesamtkosten einer Gasheizung deutlich.

Neben den CO2-Kosten steigen mit der abnehmenden Gas-Nachfrage auch Netzentgelte für Gas, was die Betriebskosten weiter verteuern wird. Gleichzeitig plant die Bundesregierung eine Senkung der Stromnetzentgelte, die für Wärmepumpen relevant sind.

Ein weiterer Blickfang: Ab 2029 müssen neue Gasheizungen zunehmend mit Biogas betrieben werden. Obwohl Biogas CO2-neutral ist, ist es knapp und teuer, wodurch sich die Gaspreise insgesamt kaum verbessern könnten.

Fazit: Trotz niedriger Anschaffungskosten sind Gasheizungen langfristig teurer als Wärmepumpen – nicht zuletzt wegen CO2-Kosten und Förderungen. Nutze unbedingt die staatlichen Förderungen, informiere Dich über individuelle Energiesparmaßnahmen und erwäge eine professionelle Energieberatung, um die ideale Heizlösung für Dein Zuhause zu finden. Wenn eine Gasheizung vorhanden ist, lohnt sich der Vergleich günstiger Gastarife, um Nebenkosten zu senken.

Bild von Markus Kambeck

Markus Kambeck

MBA - Blockchain Management & Technology 25+ Years of experience in Marketing. Passionate about PropTech.