Du denkst, an einem heißen Sommertag liefert deine Photovoltaikanlage die maximale Strommenge? Das ist ein häufiger Irrtum. Denn obwohl die Sonne intensiv scheint, sinkt bei hohen Temperaturen die Leistung deiner Solarmodule aus Silizium. Doch warum ist das so?
Photovoltaikanlagen bestehen oft aus Halbleitermaterialien wie Silizium, deren Spannung bei steigender Temperatur abnimmt. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) erklärt, dass mit jedem Grad Celsius mehr auf der Moduloberfläche die Spannung etwa um 0,4 Prozent sinkt. Da die Solarmodule aufgrund ihres dunklen Materials mehr Wärme aufnehmen als die Umgebungsluft, sind sie oft heißer als die gemessene Außentemperatur, was die Leistung weiter schmälert.
Aber Hitze ist nicht der einzige Faktor, der deine Energieausbeute im Sommer beeinträchtigen kann. Schwüle oder neblige Wetterlagen erhöhen die Luftfeuchtigkeit, was zu einer Streuung der Sonnenstrahlen führt. Diese diffuse Einstrahlung trifft nicht direkt und in voller Intensität auf die Solarmodule, wodurch die Zellen weniger effizient arbeiten und deine Anlage weniger Strom erzeugt als an trockenen Tagen.
Das bedeutet konkret: An einem sonnigen Sommertag kann deine Solaranlage tatsächlich weniger Strom produzieren als an einem sonnigen Tag im Frühling oder Herbst. Die Kombination aus erhitzten Modulen und feuchter Luft sorgt dafür, dass die Spannung und die Leitfähigkeit deiner Solarmodule abnehmen.
Wenn du deine PV-Anlage optimal nutzen möchtest, solltest du diese temperaturbedingten Leistungsschwankungen im Blick behalten. Zusätzliche Maßnahmen wie eine gute Luftzirkulation um die Module können helfen, die Temperatur zu senken und die Effizienz zu verbessern.


