BWP: Gebäudesektor entscheidend für Klimaziele – Forderungen an Klimaschutzprogramm 2026

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Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) hat im Rahmen der Erarbeitung des Klimaschutzprogramms 2026 seine Stellungnahme vorgelegt und betont die zentrale Rolle des Gebäudesektors bei der Erreichung der nationalen Klimaziele. Für eine wirksame Wärmewende fordert der Verband klare, verlässliche und investitionssichere Rahmenbedingungen.

Ein zentrales Element ist für den BWP das Gebäudemodernisierungsgesetz, das als Kerninstrument im Klimaschutzprogramm etabliert werden sollte. Insbesondere der Austausch alter Heizungen gilt als entscheidender Faktor für Investitionen und nachhaltige CO₂-Minderungen. Maßnahmen, die diese Gelegenheit nicht nutzen oder nur unverbindliche Perspektiven bieten, entfalten nach Auffassung des BWP nicht die notwendige Wirkung.

Zudem lehnt der Verband eine ersatzlose Abschaffung der bestehenden Heizungsanforderungen ab. Eine Reform müsse mindestens gleichwertig wirksam sein, um nationale und europäische Klimaziele zu erfüllen und Investitionssicherheit zu gewährleisten. Einheitliche und verständliche Vorgaben sowie technologieoffene Erfüllungsoptionen sind wichtige Voraussetzungen. Dabei sollen fossile Lock-in-Effekte vermieden werden, um den Wandel nachhaltig zu gestalten.

Auch die Förderpolitik und Energiepreise stehen im Fokus der Stellungnahme. Die BEG-Heizungsförderung sieht der BWP als unverzichtbar an, um soziale Ausgewogenheit und Akzeptanz sicherzustellen. Verlässliche Förder- und Rechtsrahmen sind entscheidend, damit Investitionen nicht durch kurzfristige Änderungen verzögert werden. Darüber hinaus warnt der Verband vor hohen Strompreisen, die der dringend benötigten Elektrifizierung des Wärmemarktes entgegenwirken. Ein ausgewogenes Energiepreisverhältnis sollte deshalb gezielt angegangen werden.

Marktwirtschaftliche Instrumente wie die CO₂-Bepreisung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Der BWP betont jedoch, dass diese nur zusammen mit Ordnungsrecht, Förderungen und wettbewerbsfähigen Strompreisen im Gebäudebestand wirksam sein können. Eine isolierte Verlagerung auf den Emissionshandel könnte Investitionen hemmen und Fehlanreize setzen.

Die Stellungnahme des Bundesverbandes Wärmepumpe unterstreicht somit die Bedeutung eines ganzheitlichen und investitionssicheren Ansatzes, um den Gebäudesektor klimafreundlich und nachhaltig zu gestalten.