Ein ständiges, dumpfes Brummen aus deiner Wärmepumpe kann nicht nur dich, sondern auch deine Nachbarn stark stören – und im schlimmsten Fall teuer werden. Wärmepumpen sind zwar klimafreundliche Heizalternativen, doch ihre Lautstärke ist gesetzlich geregelt, um Nachbarinnen und Nachbarn vor unzumutbarem Lärm zu schützen.
Verstößt deine Wärmepumpe gegen die erlaubten Schallemissionen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) und der zugehörigen „Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm“ (TA Lärm), drohen Bußgelder von 100 bis 750 Euro pro Tag der Überschreitung. Wenn die Ruhezeiten, insbesondere nachts, nicht eingehalten werden, kann die Strafe bis zu 15.000 Euro erreichen und bei gesundheitlichen Schäden sogar auf 25.000 Euro steigen. Die Nachbarn müssen allerdings nachweisen, dass die Wärmepumpe zu laut ist – das geschieht meist durch professionelle Lärmmessungen. Ein Abriss des Geräts kommt nur selten in Frage; meist müssen Betreiber Schallschutzmaßnahmen ergreifen oder den Standort verlegen.
Die Lautstärke deiner Wärmepumpe hängt stark vom Modell, der Heizleistung und dem Aufstellort ab. Splitgeräte sind beispielsweise leiser als reine Außengeräte, und moderne, hochwertigere Modelle haben oft schallisolierende Gehäuse. Grundwasser- und Erdwärmepumpen sind in der Regel leiser als Luft-Wasser- oder Luft-Luft-Wärmepumpen, da letztere Ventilatoren nutzen, die mehr Geräusche verursachen. Außerdem reflektieren Wände den Schall, sodass ein Gerät nahe an der Hauswand lauter wirkt als eins auf freier Fläche.
Die maximal zulässige Lautstärke sollte etwa 50 bis 60 Dezibel direkt an der Wärmepumpe nicht überschreiten. In drei Metern Entfernung darf die Lärmbelastung 45 Dezibel nicht übersteigen. Der Mindestabstand zur Grundstücksgrenze beträgt meist drei Meter, kann aber je nach Bundesland variieren.
Um die Lautstärke zu reduzieren, kannst du Schallschutzhauben einsetzen oder Sträucher und Büsche pflanzen, die den Schall abfangen. Auch die Ausrichtung der Wärmepumpe spielt eine Rolle: Richte die Ventilatoren und Luftschächte parallel zur Hauswand aus und positioniere sie möglichst niedrig, um Schallreflexionen zu minimieren.
Kurz gesagt: Wenn du deine Wärmepumpe kaufst und aufstellst, solltest du auf die Geräuschentwicklung achten, die vorgeschriebenen Grenzwerte einhalten und gegebenenfalls Schallschutzmaßnahmen ergreifen. So schützt du nicht nur deine Nachbarn vor Lärmbelästigung, sondern vermeidest auch hohe Bußgelder.