Kommunale Haushalte stehen unter Druck: Fachpersonal fehlt, Sanierungen sind dringend nötig. Umso wichtiger sind praktikable Lösungen. Ein hervorragendes Beispiel liefert die Stadt Reutlingen, die seit fast zwanzig Jahren Erfahrungen mit Contracting-Projekten sammelt. Contracting funktioniert besonders gut, wenn Gemeinden mehrere Projekte gleichzeitig realisieren – so profitieren sie von wertvollen Lerneffekten, insbesondere bei Ausschreibungen und Vergaben. In Reutlingen läuft bereits das dritte Contracting-Projekt an 12 Standorten.
Dr. Heike Brugger vom Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (IREES) fordert, dass kommunale Netzwerke die Umsetzung von Contracting-Projekten forcieren. Erfahrungen fortschrittlicher Kommunen können als wertvolle Vorbilder für andere dienen, um aus ersten Erfolgen eine neue Realität zu machen.
Jan Münster, Geschäftsführer der KEA-BW, beschreibt als große Aufgabe, Contracting in Baden-Württemberg stärker zu verbreiten und dabei die „Grenzen des Machbaren zu verschieben“. Kooperationen zwischen kommunalen Akteuren und den regionalen Energieagenturen spielen dabei eine zentrale Rolle.
Auch Staatssekretär Dr. Andre Baumann unterstützt mehr Contracting-Projekte und kündigt Erleichterungen für Kommunen an. Dazu gehören vereinfachte Genehmigungsprozesse für kommunale Wärmepläne, bessere Kreditvergaben bei rentablen Projekten und eine optimierte Kommunikation seitens der Kommunen. Der zunehmende Zuspruch zum Contracting-Kongress zeigt, dass diese nachhaltige Lösung immer mehr Akzeptanz findet.
Wenn du praxisnahes Know-how suchst, lohnt sich ein Blick auf die Contracting-Tour am 15. Juli 2026 in Reutlingen – hier kannst du direkt von den Erfahrungen profitieren und dein eigenes Projekt erfolgreich starten.