Warum Du Deine Balkon-PV-Anlage im Winter nicht abschalten solltest

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Im Winter scheint die Sonne zwar kürzer und weniger intensiv, doch Deine Balkon-Photovoltaikanlage solltest Du deshalb nicht abschalten. Solarzellen erzeugen Strom durch Sonnenlicht, das idealerweise in einem 90-Grad-Winkel auf die Module trifft. Im Winter steht die Sonne tiefer, was die Energieausbeute reduziert, und die Anzahl der Sonnenstunden ist geringer als im Sommer. Dennoch produziert Deine Mini-PV-Anlage weiterhin Strom, wenn auch in vermindertem Maße. Dieser zusätzliche Strom reicht aus, um kleinere Geräte zu betreiben oder deren Akkus aufzuladen.

Besonders innovative Solarmodule aus Perowskit können auch bei schwächerer Sonneneinstrahlung effizient Energie erzeugen, was Forschungsergebnisse bestätigen. Hitze kann die Leistung von Solarzellen verringern, Kälte hingegen beeinträchtigt die Effizienz meist nur ab Temperaturen um den Gefrierpunkt, und es besteht die Gefahr frostbedingter Schäden, besonders durch eingedrungene Feuchtigkeit und Eisbildung.

Um die Leistung im Winter zu optimieren, solltest Du Eis und Schnee regelmäßig von den Modulen entfernen und Deine Mini-PV-Anlage gut isolieren, wobei Belüftung wichtig bleibt, um Feuchtigkeitsschäden und Schimmel zu vermeiden. Auch der Akku Deiner Anlage benötigt Schutz vor Kälte, da niedrige Temperaturen seine Leistung mindern können.

Behalte die Leistung Deiner Anlage stets im Blick und lasse bei Problemen Reparaturen am besten von einem Fachbetrieb durchführen – aus Sicherheitsgründen. So bewahrst Du Deine Balkon-PV-Anlage im Winter vor Schaden und kannst dauerhaft von nachhaltiger Energie profitieren.

Mit einfachen Tricks Heizkosten senken: So optimierst Du Deine Heizung effizient

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Steigende Heizkosten belasten viele Haushalte – doch oft verschenkt Du wertvolle Energie, ohne es zu merken. Mit einfachen Maßnahmen kannst Du die Leistung Deiner Heizung deutlich verbessern und dabei bares Geld sparen. Wie das geht, zeigen Dir diese Alltagstipps, die Du ohne großen Aufwand selbst umsetzen kannst.

Staub entfernt, Wärme erhöht
Staub ist ein echter Effizienz-Killer bei Heizkörpern. Eine dünne Schicht verringert die Wärmeabgabe erheblich und sorgt dafür, dass Du mehr Energie benötigst, um Deine Räume zu heizen. Durch regelmäßiges Reinigen steigerst Du die Heizleistung um bis zu 30 Prozent. Nutze dafür eine Heizkörperbürste aus Ziegenhaar oder blase mit einem Föhn den Staub aus den Lamellen heraus. Ein feuchtes Tuch oder Pappe unter dem Heizkörper fängt den Schmutz auf. Für hartnäckige Verschmutzungen empfiehlt sich ein Dampfreiniger.

Luft raus, Wärme rein
Wenn Deine Heizkörper gluckern oder nur unten warm werden, dann ist wahrscheinlich Luft im Heizkreislauf. Diese Luft reduziert die Zirkulation der Wärme erheblich. Entlüften ist einfach: Mit einem Vierkantschlüssel öffnest Du das Entlüftungsventil so lange, bis Wasser austritt. Das verbessert die Wärmeverteilung und spart Heizkosten.

Möbel und Vorhänge richtig platzieren
Oft stehen Möbel zu dicht an den Heizkörpern oder verdecken sie. Dadurch kann sich die Wärme nicht optimal im Raum verteilen. Halte mindestens 30 Zentimeter Abstand ein. Vermeide zudem, dass lange Vorhänge über die Heizung hängen, damit die warme Luft zirkulieren kann. Auch das Trocknen von Handtüchern auf der Heizung bremst die Wärmeabgabe und kühlt den Raum sogar kurzfristig ab.

Heizung regelmäßig warten
Eine saubere Heizung arbeitet effizienter und spart Energie. Die jährliche Wartung inklusive Reinigung des Heizkessels kann Deinen Energieverbrauch um etwa zehn Prozent senken. Die Investition von circa 160 Euro für die Wartung zahlt sich somit schnell aus. Zusätzlich solltest Du ungedämmte Heizungsrohre in unbeheizten Räumen mit Dämmmaterial isolieren – so kannst Du pro Meter Rohr bis zu 200 Kilowattstunden Energie einsparen.

Fazit: Mit diesen simplen Tipps kannst Du die Heizleistung Deiner Heizung deutlich steigern und Kosten reduzieren. Regelmäßige Reinigung, Entlüften, richtige Möbelstellung und Wartung sind entscheidend. So nutzt Du Deine Heizenergie optimal und sorgst für eine gemütliche Wärme bei geringeren Ausgaben.

Eigenleistungen bei energetischer Sanierung: So gelingt die Förderung richtig

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Eigenleistungen bei der energetischen Sanierung Deines Hauses oder Deiner Wohnung können durch die Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) unterstützt werden – vorausgesetzt, Du kennst die richtigen Bedingungen. Besonders erfreulich: Die Materialkosten Deiner Eigenleistung sind förderfähig, was die Sanierung kostengünstiger gestaltet. Allerdings gibt es wichtige Fallstricke, insbesondere bei der Rechnungserstellung und der Einbindung von Experten.

Seit dem 1. Januar 2023 gelten diese Förderregeln für alle Anträge im BEG-EM- und BEG-WG-Programm. Dabei werden nur die Materialkosten unterstützt, die unmittelbar mit der Sanierungsmaßnahme verbunden sind – Materialien für Umfeldmaßnahmen sind ausgeschlossen.

Bei Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle, wie Fenstertausch oder Dämmung, benötigst Du einen Energie-Effizienz-Experten (EEE), der vor der Antragstellung eine Technische Projektbeschreibung (TPB) erstellt. Nach Abschluss der Arbeiten prüft dieser die fachgerechte Ausführung und die korrekte Materialkostenaufstellung per Technischem Projektnachweis (TPN). Hierbei darf die Förderung maximal 20 Prozent der förderfähigen Kosten betragen, gedeckelt auf 30.000 Euro pro Jahr und Wohneinheit (bis zu 60.000 Euro mit Sanierungsfahrplan).

Wichtig ist, dass die Materialkostenrechnung ausschließlich förderfähige Posten enthält, den Namen des Antragstellers ausweist und in deutscher Sprache ausgestellt ist. Materialkäufe müssen vor Antragstellung noch nicht getätigt worden sein, und Kassenbons oder unvollständige Rechnungen reichen nicht aus.

Beim Heizungstausch oder der Heizungsoptimierung erfolgt die Förderung ähnlich, doch hier ist oft ein Fachbetrieb notwendig. Der Fachbetrieb oder der Energie-Effizienz-Experte erstellt vor der Antragstellung eine Bestätigung zum Antrag (BzA) und nach der Durchführung eine Bestätigung nach Durchführung (BnD). Die Förderhöhen können bis zu 70 Prozent der Kosten betragen, bei festen Obergrenzen von 30.000 bzw. 60.000 Euro.

Auch hier gilt: Rechnungen müssen korrekt, spezifisch und unbar bezahlt sein, um förderfähig zu bleiben. Eine formlose Erklärung über Eigenleistung ersetzt einen Vertrag.

Für die umfassendere Effizienzhaus-Sanierung wird ebenso nur die Materialkostenförderung bei Eigenleistung gewährt. Voraussetzung ist, dass der Energie-Effizienz-Experte die sachgerechte Umsetzung bestätigt. Rechnungen müssen die gleichen Kriterien erfüllen wie bei den Einzelmaßnahmen.

Fazit: Wenn Du Eigenleistungen bei Deiner Sanierung einsetzen möchtest, solltest Du insbesondere auf die Einbindung von Energie-Effizienz-Experten, ordnungsgemäße Rechnungen und die Einhaltung der Förderbedingungen achten. Nur so kannst Du von attraktiven Zuschüssen profitieren und teure Fehler vermeiden.

So viel kosten Smart Meter, steuerbare Wärmepumpen und Wallboxen wirklich

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Smart Meter werden bis 2032 in allen Haushalten und Unternehmen Pflicht sein. Doch wusstest Du, dass die jährlichen Gebühren für Einbau und Betrieb nicht immer bei 40 Euro liegen? Die Kosten richten sich nach Deinem Stromverbrauch oder der Leistung Deiner Anlage.

Unterschieden wird zwischen moderner Messeinrichtung und intelligentem Messsystem (Smart Meter). Moderne Messeinrichtungen sind digitale Zähler ohne Kommunikationsmodul, während Smart Meter zusätzlich Daten senden und empfangen können.

Die Preisobergrenzen staffeln sich grob wie folgt: Bei einem Jahresverbrauch von 6.000 bis 10.000 kWh liegt die Grenze bei ca. 40 Euro. Steigert sich der Verbrauch auf 10.000 bis 20.000 kWh, können bis zu 50 Euro anfallen. Für Photovoltaikanlagen zwischen 7 und 15 kW liegt die Obergrenze bei 20 Euro, für größere Anlagen bis 30 kW bei 50 Euro. Steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen und Wallboxen haben ebenfalls eine Obergrenze von 50 Euro.

Steuerbare Wärmepumpen und Wallboxen sind Geräte, die Netzbetreiber bei hoher Netzauslastung steuern können, um die Stromversorgung sicherzustellen. Seit 2024 müssen alle neuen Wärmepumpen steuerbar sein. Gleiches gilt für Wallboxen ab einer Leistung von 4,2 kW. Für diese Geräte ist oft ein Smart Meter Pflicht – Ausnahmen gibt es je nach Nutzung und Tarif.

Ein wichtiger Punkt für Dich: Wenn Du mehrere steuerbare Geräte hast, zum Beispiel eine Wärmepumpe und eine Wallbox, musst Du keine doppelten Kosten befürchten. Die Abrechnung erfolgt nach der höheren Preisobergrenze, eine Addition der Kosten ist nicht erlaubt. Für moderne Messeinrichtungen können jedoch für jeden Zähler separat bis zu 20 Euro pro Jahr anfallen.

So behältst Du den Überblick über Deine Energiekosten bei Smart Metern und steuerbaren Verbrauchern und kannst besser planen.

EU-Gebäuderichtlinie 2026: Das musst Du über Sanierungspflicht und Heizungsratgeber wissen

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Ab 2026 greift in Deutschland die EU-Gebäuderichtlinie, die das Ziel verfolgt, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen. Ein Großteil der Einsparungen soll aus der Sanierung von Gebäuden kommen, da diese bisher für 40 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich sind. In Deutschland wurde bereits das Gebäudeenergiegesetz (GEG) eingeführt, um diese Ziele zu unterstützen. Nun folgt die nationale Umsetzung der EU-Vorgaben bis spätestens Mai 2026.

Solarpflicht und Heizungsverbote sind zentrale Bestandteile der Richtlinie. So müssen auf immer mehr öffentlichen und privaten Gebäuden Solaranlagen installiert werden, sofern wirtschaftlich sinnvoll, mit klaren Fristen zwischen 2026 und 2030. Fossile Heizungen sind künftig nicht mehr förderfähig und ab 2040 verboten. Das deutsche GEG sieht für fossile Heizungen ein Betriebsverbot ab 2045 vor. Parallel steigen die Anforderungen an Neubauten und Bestandsgebäude: Sie müssen schrittweise zu Null- bzw. Niedrigemissionsgebäuden werden.

Eine direkte Sanierungspflicht besteht zwar nicht offiziell, doch Experten empfehlen, jährlich mindestens zwei Prozent der Gebäude in Deutschland zu sanieren, um die Klimaziele zu erreichen. Ein wichtiger Wegweiser ist hierfür der Energieausweis, der die Energieeffizienz eines Gebäudes anhand von Klassen von A+ (sehr effizient) bis H (sehr ineffizient) bewertet. Rund 42 Prozent der deutschen Wohngebäude fallen aktuell in die Klassen E bis H und sollten dringend saniert werden.

Strafen wegen Nichtsanierung werden mit der nationalen Umsetzung der EU-Richtlinie konkret definiert. Voraussichtlich sind Bußgelder von mehreren Tausend bis über 50.000 Euro möglich, wobei finanzielle Unterstützung für einkommensschwache Haushalte vorgesehen ist.

Wie kannst Du selbst den CO2-Ausstoß Deines Hauses senken? Am effektivsten ist der Austausch der alten Heizung – sie verursacht 72 Prozent der Emissionen im Wohnbereich. Auch eine Dämmung durch den Austausch von Fenstern und Türen reduziert den Wärmeverlust und damit den Energieverbrauch deutlich, selbst wenn die bestehende Gasheizung erhalten bleibt.

Fazit: Die EU-Gebäuderichtlinie bringt strenge Vorgaben für Heizung und Sanierung mit sich, die Du als Hausbesitzer bald beachten musst. Mit gezielten Modernisierungen kannst Du nicht nur das Klima schützen, sondern langfristig auch Energiekosten senken.

So machst Du Dein Haus Niedertemperatur-ready für effizientes Heizen mit erneuerbaren Energien

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Heizen mit erneuerbaren Energien funktioniert am besten, wenn das Heizsystem mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeitet. Viele Hausbesitzer gehen fälschlicherweise davon aus, dass ihr Altbau hierfür ungeeignet ist. Das muss aber nicht so sein: Bereits kleine Sanierungs- und Optimierungsmaßnahmen können aus Deinem Haus ein Niedertemperatur-ready (NT-ready) Gebäude machen.

Was bedeutet Niedertemperatur-ready? Ein Haus gilt als NT-ready, wenn es am kältesten Tag des Jahres mit einer Vorlauftemperatur von maximal 55 °C ausreichend warm bleibt. An milderen Tagen ist die Temperatur noch niedriger – optimal für effizientes Heizen mit Wärmepumpen oder Solaranlagen.

Der Begriff wurde vom Institut für Energie- und Umweltforschung (Ifeu) geprägt, um den Energiestandard von Gebäuden zu beschreiben, die für erneuerbare Energien optimiert sind (auch „EE-ready“ genannt). Die Vorteile für Dich liegen auf der Hand: Du sparst sofort Energie und Heizkosten und kannst später problemlos auf eine nachhaltige Heizlösung umsteigen.

Es gibt zwei wirkungsvolle Strategien, um Deinem Haus NT-ready zu machen:
1. Vergrößerung der Heizflächen: Tausche zu kleine Heizkörper aus und optimiere das Heizsystem mit einem hydraulischen Abgleich. Das senkt die nötige Vorlauftemperatur erheblich.
2. Gebäudesanierung: Eine Dämmung senkt den Energiebedarf und verbessert den Wohnkomfort. Wenn Du ohnehin renovierst, solltest Du Dämmmaßnahmen immer mit einplanen.

Viele befürchten, dass eine Sanierung teuer ist und finanzielle Mittel fehlen. Keine Sorge: Es gibt auch kostengünstige, sogenannte niedriginvestive Maßnahmen, die schnell Energie und Kosten sparen. Eine Kellerdeckendämmung oder Dachbodendämmung kannst Du teilweise in Eigenregie umsetzen oder günstig dämmen lassen. Der Austausch alter Fenster ist ebenfalls sehr beliebt, da er die Heiztemperatur senkt und den Komfort steigert.

Übrigens: Deine Heizung läuft in einem schlecht gedämmten Haus immer teuer – egal ob mit Öl, Gas oder Wärmepumpe. Niedrigtemperaturbetrieb ist kein neues Konzept, sondern für Besitzer von Gas- oder Ölbrennwertheizungen bereits bekannt. Dort arbeiten Heizungen am effizientesten, wenn die Vorlauftemperatur möglichst niedrig gehalten wird.

Mache Dein Haus fit für die Zukunft und profitiere von der Kombination aus Sanierung und nachhaltiger Heiztechnik!

Wärmepumpenmarkt wächst: BWP hebt Prognose für 2026 an – stabile Förderbedingungen entscheidend

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Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) prognostiziert für 2025 einen starken Zuwachs beim Absatz von Wärmepumpen in Deutschland. Für dieses Jahr rechnet der Verband mit rund 300.000 verkauften Geräten, was einem Plus von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die monatlichen Verkaufszahlen liegen seit März konstant bei etwa 25.000, im Herbst wurden sogar über 30.000 Wärmepumpen pro Monat abgesetzt. Bis Oktober 2025 summierte sich der Absatz auf 255.000 Geräte, ein Rekordwert mit einem Wachstum von etwa 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Diese positive Entwicklung spiegelt laut BWP-Vorstandsvorsitzendem Claus Fest die Etablierung der Wärmepumpe als neue Standardheizung in Deutschland wider. Auch Geschäftsführer Dr. Martin Sabel sieht die Technik als wichtigen Motor für den Industriestandort Deutschland und unterstreicht das wirtschaftliche Potenzial der Branche.

Aufgrund der aktuellen Marktentwicklung hat der BWP seine Prognose für 2026 deutlich nach oben korrigiert. Im sogenannten „Business as Usual“-Szenario ist mit 410.000 verkauften Wärmepumpen zu rechnen, statt der zuvor geschätzten 350.000. Im ambitionierten KLIMA-Szenario könnten sogar über 530.000 Geräte installiert werden, vorausgesetzt, dass die Rahmenbedingungen stabil bleiben und zusätzlich Maßnahmen die Strompreise im Verhältnis zu Gaspreisen senken – beispielsweise durch die geplante Stromsteuerentlastung.

Der Verband fordert eine stabile Förderpolitik und verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen. Sabel warnt vor häufigen Änderungen bei der Förderpolitik oder dem Gebäudeenergiegesetz, die Investitionsentscheidungen verzögern und Unsicherheit erzeugen könnten. Er betont, dass die bereits etablierte 65-Prozent-Regelung im Gebäudegesetz weiterhin beibehalten werden sollte, da sie vom Markt akzeptiert wird und zur Umsetzung der Klimaziele beiträgt.

Vorstandschef Fest spricht sich klar gegen die Fortführung der Stromsteuer auf aktuellem Niveau aus. Die Steuer bremst laut ihm die Elektrifizierung von Heizsystemen und wirkt somit kontraproduktiv für den Klimaschutz. Eine geringere Stromsteuer und ein günstigeres Verhältnis von Strom- zu Gaspreisen seien entscheidend, um den Umstieg auf Wärmepumpen zu fördern.

Zusammenfassend steht die Wärmepumpe in Deutschland vor einem starken Wachstum, das den Umbau des Heizungssystems vorantreibt – vorausgesetzt, politische Entscheidungen schaffen verlässliche Rahmenbedingungen und fördern die Technologie konsequent.

Bestandsgebäude energieeffizient sanieren – Highlights vom Herbstforum Altbau 2025 in Stuttgart

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Das 27. Herbstforum Altbau am 20. November 2025 in Stuttgart brachte über 1.000 Fachleute aus Energieberatung, Architektur, Planung und Handwerk zusammen, um innovative Wege zur energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden zu diskutieren. Die Konferenz, organisiert von Zukunft Altbau und unterstützt vom Umweltministerium Baden-Württemberg, fokussierte sich auf die Verbindung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien als entscheidende Faktoren für eine klimafreundliche Zukunft des Gebäudesektors.

Umweltministerin Thekla Walker betonte die Fortschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg, mahnte jedoch an, den Sanierungsbedarf der Gebäude schnell zu adressieren. Sie verwies auf kommunale Wärmeplanung als effektives Instrument zur Förderung von Wärmenetzen und Wärmepumpen. Dabei sei die Energieeinsparung im Gebäudebestand essenziell für die Erreichung der Klimaneutralität.

Praktische Lösungsansätze standen im Mittelpunkt: Daniel Fuhrhop empfahl eine bessere Nutzung vorhandenen Wohnraums statt Neubauten, um Emissionen zu reduzieren. Constanze Bongs, Expertin für Wärmepumpen, zeigte, wie durch präzise Planung Überdimensionierung vermieden werden kann, was Effizienz und Lebensdauer steigert. Jörg Knapp ergänzte, dass hydraulischer Abgleich und korrekte Installation entscheidend für eine reibungslose Wärmepumpen-Nutzung sind.

Volker Kienzlen von der KEA-BW erläuterte, dass grüner Wasserstoff zwar für energieintensive Branchen wichtig sei, jedoch im Gebäudebereich keine zentrale Rolle spiele. Hier punkten Wärmepumpen und Wärmenetze als effizientere und kostengünstigere Alternativen.

Christian Stöcker hob die Bedeutung überzeugender Kommunikation hervor, um Akzeptanz für erneuerbare Energien zu gewinnen. Seine Beispiele zeigten den rapiden globalen Ausbau von Solar- und Windenergie trotz hoher Subventionen für fossile Energieträger.

Konkrete Modellprojekte präsentierten Esther Fischer und Kristine Rinderle: Ein Niedertemperatur-Wärmenetz in Ludwigsburg nutzt Solarthermie, Großwärmepumpe, Hackschnitzel-Kessel und weitere erneuerbare Quellen effizient. Markus Bur am Orde stellte die erfolgreiche Integration einer Wärmepumpe in einen 250 Jahre alten Schwarzwaldhof vor, mit gutem energetischem Ergebnis.

Aus der Praxis berichtete Antonia Reiter über ein Mieterstrommodell in Stuttgart, bei dem eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher 23 Parteien mit günstigem, eigenproduziertem Strom versorgt und finanziell rentabel ist.

Der Sanierungssprint, vorgestellt von Darius Heller, zeigt, wie energetische Sanierungen standardisiert, kosteneffizient und in rund 22 Werktagen umgesetzt werden können – eine attraktive Alternative zu langwierigen Modernisierungen.

Ein Novum war der Fachabend mit dem Energieberaterverband GIH am Vorabend der Tagung, der sich auf Förderung gemischt genutzter Gebäudeflächen konzentrierte.

Das Herbstforum Altbau 2025 bewies eindrucksvoll, dass Energiesparen, Nutzung erneuerbarer Energien und zielgerichtete Sanierungsstrategien die Schlüssel zur modernen, klimafreundlichen Gebäudewelt sind. Nutze auch du die zahlreichen Informations- und Beratungsangebote von Zukunft Altbau, um dein Gebäude fit für die Zukunft zu machen!

Neue Fraunhofer-ISE-Studie zeigt klar: Wärmepumpen funktionieren im Bestand, wenn Planung & Auslegung stimmen.

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Und genau hier setzt der Online-Sanierungsrechner von vreed an.

Die aktuelle Abschlussstudie „WP-QS im Bestand“ des Fraunhofer ISE liefert erstmals eine hochaufgelöste Analyse von 77 real betriebenen Wärmepumpenanlagen in Bestandsgebäuden mit 30-Sekunden-Monitoring über Jahre hinweg. Die Ergebnisse sind wegweisend für alle, die eine Sanierung planen. WP-QS_Schlussbericht

🔑 Kernerkenntnisse der Studie
  • Luft-Wärmepumpen erreichen im Bestand durchschnittliche Jahresarbeitszahlen von 3,4, Erdreich-Wärmepumpen sogar 4,3, unabhängig vom Baualter. Entscheidend ist die notwendige Vorlauftemperatur, nicht das Baujahr.
  • Richtig ausgelegte Heizkörper ermöglichen niedrige Vorlauftemperaturen, auch in Altbauten.
  • Falsch dimensionierte Anlagen und schlechte Parametrierung führen dagegen zu Effizienzverlusten und unnötigem Heizstab-Einsatz.
  • Gezielte Optimierung (Hydraulik, Heizkurve, Wartung, Sanierungsmaßnahmen) steigert die Effizienz deutlich.
  • Gegenüber Gasheizungen sparen Wärmepumpen heute schon 37–64 % CO₂, Tendenz steigend dank grünem Strom.
  • PV-Optimierung steigert Autarkie und senkt reale Wärmekosten. Effizienzverluste bleiben minimal.

👉 Fazit der Studie: Wärmepumpen funktionieren in Bestandsgebäuden, wenn man sie richtig plant.


🎯 Und genau hier wird vreed zum Game Changer.

Viele der in der Studie identifizierten Fehler entstehen vor der Installation: falsche Heizlastannahmen, unklare Vorlauftemperaturen, schlechte Gebäudeanalyse, zu große Wärmepumpen, falsche Hydraulikstrategien.

✔ Warum vreed die perfekte Antwort auf diese Herausforderungen ist:
1️⃣ Wirtschaftlichkeit realistisch berechnen – basierend auf Gebäudedaten, Heizsystem & Nutzung

Die Fraunhofer-Analyse zeigt: Wirtschaftlichkeit hängt massiv von Vorlauftemperaturen, Heizflächen, Sanierungsstand und Parametrierung ab.
➡️ vreed berücksichtigt genau diese Faktoren. Datenbasiert, objektiv und individuell.

2️⃣ Optimale Wärmepumpen-Dimensionierung statt Oversizing

Viele der untersuchten Anlagen waren überdimensioniert – mit mehr Takten, höherem Verschleiß und unnötigem Stromverbrauch.
➡️ vreed berechnet die reale Gebäudeheizlast und vermeidet Überdimensionierung.

3️⃣ Sanierungsbedarf richtig einschätzen, bevor teure Fehler passieren

Die Studie zeigt: Nicht das Baujahr entscheidet, sondern die erforderlichen Betriebstemperaturen, die wiederum von Dämmung, Fenstern & Heizkörpern abhängen.
➡️ vreed identifiziert genau die Maßnahmen, die die größten Effizienzsprünge bringen, und welche sich wirtschaftlich lohnen.

4️⃣ PV-Integration und zukünftige Strompreise berücksichtigen

Die Fraunhofer-Studie bestätigt: PV-Optimierung senkt Kosten, auch wenn die JAZ leicht sinkt.
➡️ vreed modelliert exakt diese Wechselwirkungen und zeigt die langfristigen Einsparpotenziale.

5️⃣ Klarer Sanierungsfahrplan statt Bauchgefühl

Viele ineffiziente Anlagen in der Studie litten unter schlechter Parametrierung oder unklaren hydraulischen Konzepten.
➡️ vreed erstellt einen strukturierten, verständlichen Schritt-für-Schritt-Sanierungsplan, inklusive Priorisierung, Kosten, Wirkung und CO₂-Impact.


🚀 Warum das wichtig ist

Die Wärmepumpe ist im Bestand kein Technologieproblem, sondern ein Planungs- und Informationsproblem.
Die Fraunhofer-Studie liefert die Beweise – und vreed liefert die Lösung.

👉 Wer heute eine Wärmepumpe plant, sollte unbedingt vorher mit vreed rechnen.
Es ist der einfachste Weg,

  • wirtschaftlich sinnvoll zu sanieren,
  • Förderungen optimal mitzunehmen,
  • Fehler aus der realen Praxis zu vermeiden
  • und langfristig Kosten & CO₂ zu minimieren.

Hier geht es zur Studie: https://www.ise.fraunhofer.de/de/forschungsprojekte/wp-qs-im-bestand.html

Drei Optionen, wie Du Deine Solarstrom-Anlage nach dem Ende der EEG-Förderung profitabel weiterbetreibst

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Viele Photovoltaik-Anlagen in Baden-Württemberg erreichen bald das Ende ihrer EEG-Förderung, die nach rund 20 Jahren ausläuft. Für Tausende Besitzerinnen und Besitzer stellt sich daher die Frage: Wie lässt sich die Solarstrom-Anlage weiterhin wirtschaftlich betreiben? Gute Nachrichten: Auch nach dem Aus der EEG-Einspeisevergütung sind profitable Möglichkeiten vorhanden.

Du hast drei sinnvolle Optionen:
1. Weiterbetrieb mit Volleinspeisung
Hier speist Du Deinen Solarstrom vollständig ins öffentliche Netz ein und erhältst eine sogenannte Einspeisevergütung light. Diese orientiert sich am Jahresmarktwert des Solarstroms, der an der Strombörse erzielt wird, abzüglich Vermarktungskosten. Diese Variante eignet sich besonders für Haushalte mit geringem Eigenverbrauch. Für größere Anlagen, zum Beispiel über 100 Kilowatt, ist eine Direktvermarktung über spezialisierte Dienstleister notwendig, was aber oft nur für Kommunen sinnvoll ist.

2. Umstellung auf Eigenversorgung mit Überschusseinspeisung
Diese Option gewinnt an Attraktivität, wenn Du Deinen selbst erzeugten Solarstrom bevorzugt direkt selbst verbrauchst. Da die Anlage meist bereits abgeschrieben ist und nur geringe Betriebskosten anfallen, erzeugt sie Strom zu einem sehr günstigen Preis von rund 3 bis 4 Cent pro Kilowattstunde – deutlich günstiger als Netzstrom. Besonders profitabel wird das bei höheren Eigenverbrauchsmengen, etwa durch Wärmepumpen oder Elektroautos. Überschüssiger Strom kann weiterhin ins Netz eingespeist und zum Jahresmarktwert verkauft werden. Voraussetzung ist natürlich die funktionstüchtige Anlage.

3. Repowering der Photovoltaik-Anlage
Beim Repowering ersetzt Du Deine alte Anlage ganz oder teilweise durch neue Module und Technik. Moderne Solarmodule erzeugen auf derselben Fläche bis zu doppelt so viel Strom und profitieren von einer neuen Leistungsgarantie von 20 bis 25 Jahren. Diese Option lohnt sich besonders bei hohem Strombedarf oder wenn die alte Anlage nicht mehr funktionsfähig ist beziehungsweise eine Dachsanierung ansteht. Die neue Anlage erhält zudem die aktuelle EEG-Vergütung für 20 Jahre, womit die Wirtschaftlichkeit deutlich steigt.

Denke daran, dass jede Option ihre individuellen Vorteile hat, abhängig von Deinem Stromverbrauch, der Anlagenleistung und Deinen persönlichen Zielen. Informiere Dich zudem über aktuelle Fördermöglichkeiten und regulatorische Entwicklungen.

Mit dem richtigen Vorgehen kannst Du also auch nach dem Ende der EEG-Förderung weiterhin umweltfreundlichen Solarstrom effizient und wirtschaftlich nutzen.