Proptech Scalara erhält 3 Millionen Euro für Ausbau digitaler Lösungen in der Wohnwirtschaft

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Das Proptech-Unternehmen Scalara hat erfolgreich drei Millionen Euro in einer Finanzierungsrunde eingesammelt. Zu den Investoren zählt unter anderem die BfW Bank, die erstmals in ein Proptech investiert und sich auf die Wohnwirtschaft spezialisiert hat. Neben der Kapitalzusage übernahm die Bank Anteile im Wert von 1,5 Millionen Euro von bestehenden Investoren. Zudem konvertierten Investoren wie Beyond Build, Bauwens und Neoteq Ventures Wandeldarlehen im Umfang von rund zwei Millionen Euro in Eigenkapital.

Mit dem neu gewonnenen Kapital plant Scalara, seine Marktposition zu stärken und die Plattform weiter auszubauen. Ein zentraler Bestandteil der Zukunftsstrategie ist die Zusammenarbeit mit der BfW Bank, um vollständig digitale Antragsstrecken und nahtlos integrierte Bankprodukte zu entwickeln – ein signifikanter Schritt hin zu mehr Digitalisierung in der Immobilienverwaltung.

Scalara wurde 2020 in Brühl von Shari Heep, einer Juristin mit Schwerpunkt IT-Recht, und Alexander Dziendziol, CTO, gegründet. Die CEO bringt bereits Erfahrung aus dem Proptech-Bereich mit und überwand persönliche Herausforderungen, um Scalara aufzubauen. Die Plattform bietet eine umfassende Softwarelösung für die Immobilienverwaltung an, die sich neben der Mietverwaltung insbesondere auch an Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) richtet, deren Verwaltung rechtlich besonders komplex ist.

Scalara hebt sich durch ihre rechtssicheren Lösungen hervor und verfolgt das Ziel, die Immobilienbranche mit modernster Technologie effizienter und digitaler zu gestalten.

Wärmewende trotz Baujahr 1924: So heizt ein Einfamilienhaus effizient mit Wärmepumpe

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In Papenburg steht ein bemerkenswertes Beispiel für die Wärmewende in Altbauten: Ein Einfamilienhaus aus dem Jahr 1924 wurde so saniert, dass es heute komplett mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe beheizt wird. Trotz des hohen Alters und der regionaltypischen Klinkerbauweise konnte durch gezielte Maßnahmen eine effiziente und ressourcenschonende Heizlösung realisiert werden.

Die größte Herausforderung war der hohe Heizwärmebedarf von ursprünglich 185 kWh/m²a bei einer Heizlast von etwa 18 Kilowatt. Um die Wärmepumpe sinnvoll einsetzen zu können, musste dieser Bedarf deutlich gesenkt werden, ohne die historische Fassade zu verändern. Deshalb wurden die alten Holzfenster durch moderne Dreifachverglasung mit einem U-Wert von 0,78 ersetzt, die oberste Geschossdecke mit Dämmfilz gedämmt und eine innovative Einblasdämmung aus Mineralfaser zwischen den Schalen des zweischaligen Mauerwerks vorgenommen.

Nach der Sanierung sank der Heizwärmebedarf auf etwa 80 kWh/m²a. Die Heizkörper wurden durch größere Modelle ersetzt, um mit einer Vorlauftemperatur von 50 °C effizient zu funktionieren. Zusätzlich erhielt der Anbau eine Flächenheizung mit 35 °C. Die moderne Wärmepumpe mit 10,9 kW Heizleistung kann so die gesamte Heizlast abdecken.

Das Ergebnis: Der jährliche Energieverbrauch sank von ursprünglich 34.000 kWh Gas plus 5.500 kWh Strom auf zusammen rund 11.000 kWh Strom – inklusive Haushaltsstrom und Wärmepumpenbetrieb. Das entspricht einer jährlichen Einsparung von etwa 28.000 kWh Energie und einer CO₂-Reduktion um 45 Prozent. Die Investition wurde zudem durch Fördermittel zu rund 35 Prozent unterstützt.

Dieses Praxisbeispiel zeigt: Für eine erfolgreiche Wärmewende im Altbau ist mehr als nur der Austausch der Heizung nötig. Erst die Kombination aus energetischer Verbesserung der Gebäudehülle, optimierter Wärmeverteilung und moderner Gebäudetechnik ermöglicht eine regenerative, wirtschaftliche und nachhaltige Heizlösung. So kannst auch du dein Bestandsgebäude klimaschonend und effizient heizen – bei Erhalt des charakteristischen Hausbildes und mit reduziertem Energieverbrauch.

Neue Studie zeigt: Immobilien in Deutschland werden für immer mehr Menschen unerschwinglich

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Der Traum vom eigenen Haus oder einer Wohnung gerät für viele Deutsche zunehmend in weite Ferne. Aktuelle Studien belegen, dass immer weniger Menschen in Deutschland glauben, sich eine Immobilie leisten zu können – und das trotz momentan vergleichsweise moderater Finanzierungsbedingungen.

Obwohl mit knapp 47 % die Häufigkeit der Hausbesitzer in Deutschland unter dem europäischen Durchschnitt (69 %) liegt, rückt der eigene Immobilienerwerb für viele zunehmend außer Reichweite. Gründe dafür sind vor allem die steigenden Immobilienpreise. Seit Anfang 2024 sind die durchschnittlichen Preise um circa fünf Prozent gestiegen, angetrieben durch hohe Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Wohnungsangebot.

Eine Umfrage mit rund 1000 bundesweiten Teilnehmern zwischen 25 und 65 Jahren, die aktuell auf Immobiliensuche sind oder kürzlich gekauft haben, zeigt: Nur 55 % schätzen, dass sie sich eine Immobilie in ihrer Region leisten können – vier Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Überraschend ist, dass lediglich ein Drittel der Befragten die tatsächlichen Finanzierungskosten inklusive Kredit und Nebenausgaben durchgerechnet hat. Viele fokussieren sich nur auf die Kaufpreise, dabei sind laufende Kosten wie Strom, Heizkosten oder Reparaturen nicht zu unterschätzen.

Auch die Verhandlungsspielräume bei Immobilienpreisen sind geschrumpft. Zwar waren die letzten Jahre von schwankenden Marktbedingungen geprägt, doch aktuell glauben weniger als die Hälfte der Interessierten, bei den Preisen noch preislich nachverhandeln zu können, was vor einem Jahr noch bei über 50 % lag.

Trotz dieser Entwicklungen gibt es leichte Entspannungspotenziale: Die Bauzinsen sind von über vier Prozent im Jahr 2023 auf rund 3,6 Prozent bei zehnjähriger Zinsbindung gefallen. Zudem haben viele Regionen noch nicht wieder die Spitzenpreise aus der Vergangenheit erreicht. Dies bedeutet, dass der Zeitpunkt für einen Immobilienkauf zwar nicht ideal, aber auch nicht aussichtslos ist.

Fazit: Der deutsche Immobilienmarkt bleibt eine Herausforderung – sowohl beim Vertrauen in die Leistbarkeit als auch bei den tatsächlichen finanziellen Anforderungen. Eine gründliche Kalkulation über den Kaufpreis hinaus ist unabdingbar, um böse Überraschungen zu vermeiden.