Pro-Kopf-Endenergieverbrauch im Gebäudebereich: Regionale Unterschiede und Urbanisierungstrends in Deutschland 2026

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Der Gebäudesektor in Deutschland verbraucht 2024 etwa 625 TWh Endenergie, wobei der private Haushaltsverbrauch regional stark variiert. Eine aktuelle Analyse im Gebäudereport 2026 untersucht detailliert den Pro-Kopf-Endenergieverbrauch in 11.000 deutschen Gemeinden und stellt markante Unterschiede anhand von Urbanisierungsmerkmalen heraus.

Die Studie zeigt, dass der durchschnittliche Endenergieverbrauch pro Person in Deutschland bei circa 8.600 kWh liegt. Doch dieser Wert variiert stark: In stark urbanisierten Gebieten sinkt der Pro-Kopf-Verbrauch bis zu 1.400 kWh gegenüber ländlichen Regionen. Städtische Gemeinden verbrauchen im Schnitt etwa 7.000 kWh pro Kopf und tragen mit 40 Prozent des Gesamtverbrauchs (253 TWh) einen großen Teil zum Energieverbrauch bei. Dies liegt daran, dass in Städten viele Menschen auf relativ wenig beheizten Gebäuden leben, wobei der Endenergieverbrauch pro Gebäude mit durchschnittlich fast 38.000 kWh höher als in ländlichen Gebieten ist.

Im Gegensatz dazu weisen ländliche und intermediäre Gemeinden oft einen höheren Endenergieverbrauch pro Kopf auf, trotz eines ähnlichen Verbrauchs pro Gebäude wie intermediäre Regionen (jeweils rund 27.000 bis 28.000 kWh). Die größte Gruppen nach Verbrauch und Urbanismus sind städtische Regionen mit niedrigem Pro-Kopf-Verbrauch und ländliche Regionen mit höherem Verbrauch.

Kartografisch zeigen sich klare Cluster: Städte und Ballungsgebiete wie das Ruhrgebiet, Metropolregionen um Frankfurt und Stuttgart sowie Landeshauptstädte weisen die niedrigsten Verbräuche unter 7.000 kWh pro Person auf. Ländliche Gemeinden in Rheinland-Pfalz, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Nord-Niedersachsen verzeichnen den höchsten Verbrauch über 9.000 kWh.

Die Differenzierung nach Urbanisierungsgrad bestätigt den Trend: Städtische Gemeinden verbrauchen pro Kopf am wenigsten Energie, während ländliche Gemeinden die höchsten Werte zeigen. Intermediäre Regionen liegen dazwischen und beherbergen rund 41 Prozent der Bevölkerung. Interessant ist, dass städtische Gebäude trotz höherem Energieverbrauch pro Gebäude durch die höhere Bewohnerzahl pro Gebäude einen niedrigeren Pro-Kopf-Verbrauch ausweisen.

Die kombinierte Betrachtung von Urbanisierung und Pro-Kopf-Verbrauch offenbart zwölf Untergruppen, die den Energieverbrauch fein granular darstellen. Mehr als zwei Drittel des Endenergieverbrauchs entfällt auf vier dieser Gruppen, wobei städtische Regionen mit niedrigem Pro-Kopf-Verbrauch besonders energieeffizient sind.

Diese Erkenntnisse sind essenziell, um gezielte Energiespar- und Sanierungsmaßnahmen in Deutschland umzusetzen. Städte profitieren von dichter Bebauung und effizienterer Nutzung, während ländliche Gebiete mit hohem Pro-Kopf-Verbrauch besonderes Potenzial für Energieeinsparungen bieten.

Effizienzhaus 55-Plus-Förderung mit 100% Erneuerbaren Energien

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Ab dem 16. Dezember 2025 startet die Effizienzhaus 55-Plus-Förderung für Wohngebäude mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien zeitlich befristet neu. Diese staatliche Förderung unterstützt den Neubau und den Ersterwerb von Wohngebäuden, die den hohen Effizienzhaus-55-Standard erfüllen und dabei keine fossilen Brennstoffe wie Gas oder Öl nutzen. Stattdessen sind Wärmepumpen, Fernwärme, Solarwärme und Biomasse als Wärmeerzeuger förderfähig.

Die Förderung wird als zinsverbilligter KfW-Kredit mit einer maximalen Laufzeit von 35 Jahren und einer Zinsbindungsfrist von bis zu 10 Jahren angeboten. Pro Wohneinheit können bis zu 100.000 Euro beantragt werden. Kommunen profitieren sogar von einem zusätzlichen Zuschuss von 5 Prozent. Voraussetzung für die Antragstellung ist eine gültige Baugenehmigung; der Baubeginn darf erst nach dem Förderstart erfolgen, also frühestens ab dem 16. Dezember 2025.

Ziel der Förderung ist es, den Bauüberhang zu reduzieren und den dringend benötigten Wohnraum rasch zu erhöhen. Projekte, die genehmigt, aber noch nicht begonnen wurden, erhalten so eine wirtschaftliche Umsetzungschance. Die Fördermittel sind einmalig und begrenzt, die Beantragung erfolgt vor Baubeginn.

Damit setzt die KfW gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen ein deutliches Signal für nachhaltiges Bauen und klimafreundliche Innovationen im Wohnungsbau.

So wirken sich die neuen Stromnetzentgelte 2026 in NRW auf Deinen Verbrauch aus

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Im Jahr 2026 kommt es in Nordrhein-Westfalen zu spürbaren Entlastungen bei den Stromnetzentgelten. Die Verbraucherzentrale NRW hat basierend auf den vorläufigen Netzentgelten die Auswirkungen systematisch analysiert. Grund für die Entlastung ist ein Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro, der dazu beiträgt, die Übertragungsnetzentgelte zu senken.

Im Durchschnitt reduziert sich der verbrauchsabhängige Arbeitspreis um 1,75 Cent pro Kilowattstunde. Gleichzeitig steigt der jährliche Grundpreis leicht an. Für einen typischen Haushalt mit einem Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden führt dies rechnerisch zu einer jährlichen Entlastung von etwa 50 Euro – vorausgesetzt, der Versorger gibt die Senkung vollständig weiter.

Die Entlastung variiert jedoch stark zwischen unterschiedlichen Netzgebieten in NRW. Einige Netzbetreiber können die Netzentgelte um mehr als 100 Euro senken, während andere nur geringe Senkungen oder sogar Anstiege verzeichnen. So senkt die Teutoburger Energie Netzwerk eG die Entgelte um 127 Euro pro Jahr, während bei der Netzgesellschaft Gütersloh mbH die Senkung nur einen Euro beträgt. Bei Gelsenwasser Energienetze GmbH steigen die Netzentgelte mit 34 Euro sogar spürbar an.

Diese Unterschiede zeigen, dass hohe Rückgänge nicht automatisch mit niedrigen Gesamtkosten einhergehen. Trotz einer starken Reduktion liegt das Preisniveau der Teutoburger Energie Netzwerk eG mit 354 Euro pro Jahr nur im mittleren Bereich. Gelsenwasser gehört mit 457 Euro zu den teuersten Netzgebieten, obwohl es einen Zuschuss gibt.

Ob Du als Verbraucher von dieser Entlastung profitierst, hängt stark von Deinem Stromvertrag ab. Insbesondere bei Verträgen mit Preisgarantie, die Netzentgelte einschließen, muss der Versorger die Ersparnis nicht weitergeben. Die Anpassungen erfolgen zudem oft erst bei der nächsten Preisrunde.

Deshalb rät die Verbraucherzentrale NRW, Stromtarife regelmäßig zu vergleichen und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln, um mögliche Einsparungen optimal zu nutzen.

Energiewende im Mietwohnungsbereich: Lösungen für das Mieter-Vermieter-Dilemma

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Das Mieter-Vermieter-Dilemma ist ein zentrales Hindernis bei der Energiewende im Wohnungsbereich. Während Vermieter für Heizanlage und Gebäudehülle verantwortlich sind, regelt der Mieter Thermostate und Lüftung. Beide Seiten beeinflussen somit den Energieverbrauch und damit verbundene CO2-Emissionen – jedoch bestehen aktuell vor allem für Mieter finanzielle Sparanreize.

Um dieses Ungleichgewicht zu beheben, werden neue Wärmeservice-Modelle entwickelt. Ein Beispiel sind Teilwarmmieten, bei denen Vermieter einen Anteil der Energiekosten übernehmen, abhängig von der Effizienz des Gebäudes. Eine andere Variante sind Wärmeliefermodelle: Der Mieter zahlt hierbei nicht für die gelieferte Energie, sondern für die tatsächliche Temperatur in der Wohnung. Digitale Messsysteme erfassen Energieflüsse genau und teilen die Kosten fair auf.

Dieses innovative Vorgehen wird durch Feldstudien im sogenannten Reallabor – etwa in einem smarten Quartier mit 259 Wohnungen in Jena-Lobeda – erforscht. Verschiedene Forschungseinrichtungen analysieren dabei rechtliche, ökologische und ökonomische Aspekte sowie die Akzeptanz der Nutzenden. Die Zusammenarbeit von Universitäten, Praxispartnern und Wohnungsunternehmen schafft eine realitätsnahe Grundlage zur Umsetzung zukunftsfähiger Lösungen.

Ziel ist es, energieeffiziente, sozial gerechte und wirtschaftlich praktikable Modelle zu etablieren, die alle Beteiligten – Mieter, Vermieter und Politik – als vorteilhaft anerkennen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in Fachkreisen verbreitet und dienen als Basis für mögliche gesetzliche Anpassungen.

So unterstützt du aktiv die Energiewende: Informiere dich über neue Wärmeservice-Modelle und fördere gemeinsam mit deinem Vermieter nachhaltigen Umgang mit Energie im Wohnungsbereich.

MVV baut größte Flusswärmepumpe – Klimafreundliche Wärme für 40.000 Haushalte ab 2028

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Das Energieunternehmen MVV Energie AG aus Mannheim plant, auf dem Gelände des Großkraftwerks Mannheim (GKM) die weltweit größte Flusswärmepumpe mit einer thermischen Leistung von 165 Megawatt zu errichten. Ab Winter 2028 soll die Anlage bis zu 40.000 Haushalte mit klimafreundlicher Wärme versorgen und einen bedeutenden Beitrag zur Dekarbonisierung der regionalen Fernwärme leisten.

MVV hat die Strabag Umwelttechnik GmbH mit dem Bau beauftragt. Das Projekt ist Teil eines Gesamtinvestitionsvolumens von etwa 200 Millionen Euro und wird durch Bundesfördermittel für effiziente Wärmenetze unterstützt. Die Planung übernahm die INP Deutschland GmbH. Die Wärmepumpe nutzt das Wasser des Rheins als Wärmequelle und arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel Isobutan, um Fernwärme mit Temperaturen von bis zu 130 Grad Celsius zu erzeugen.

Aktuell stammen bereits rund 50 Prozent der Fernwärme bei MVV aus erneuerbaren Quellen wie thermischer Abfallverwertung, Biomasseheizkraftwerk und einer ersten Flusswärmepumpe. Mit der neuen Anlage sollen weitere 40.000 Haushalte klimafreundlich mit Wärme versorgt werden. MVV plant außerdem, weitere Flusswärmepumpen und regionale Geothermiepotenziale zur vollständigen Dekarbonisierung der Fernwärme bis 2030 zu nutzen.

Strabag bringt ihre Expertise im Anlagenbau in das Projekt ein, basierend auf der HEAT PUMP ALLIANCE®-Technologie mit bewährten Turbokompressoren aus industriellen Anwendungen. Das GKM unterstützt die nachhaltige Transformation am Standort und plant zusätzlich einen wasserstofffähigen Fernwärmenachheizer zur Sicherstellung der Netztemperaturen in der Heizperiode.

Der Baustart ist für Mitte 2026 vorgesehen, die Inbetriebnahme der Anlage soll zum Winter 2028 erfolgen. Damit setzt MVV einen wichtigen Meilenstein für die nachhaltige und klimafreundliche Energieversorgung in der Metropolregion Rhein-Neckar.

Energiearmut 2024: Weniger Deutsche haben Probleme mit Heizkosten dank fallender Preise

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Im Jahr 2024 schätzten 5,3 Millionen Menschen in Deutschland, dass sie nicht genug Geld zum Heizen hatten – ein Rückgang im Vergleich zu 2023. Dies liegt vor allem daran, dass die Preise für Haushaltsenergie zuletzt etwas gesunken sind. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag der Anteil der Betroffenen 2024 bei 6,3 Prozent der Bevölkerung, während es 2023 noch 8,2 Prozent waren.

Im europäischen Vergleich steht Deutschland damit besser da: Rund jeder zehnte EU-Bürger hatte im vergangenen Jahr Schwierigkeiten, die Wohnung warm zu halten. In Deutschland wirkt sich die Lage allerdings seit mehreren Jahren aufgrund gestiegener Energiepreise spürbar aus. Zwischen 2020 und 2024 stiegen die Kosten für Energie um über 50 Prozent, schneller als die allgemeinen Verbraucherpreise.

Im September 2025 waren die Energiepreise für Haushalte immerhin um 1,9 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat. Allerdings zeigen sich Unterschiede je nach Heizart: Erdgas wurde minimal teurer, ebenso Heizöl, während Fernwärme, Brennholz und Strom günstiger wurden. Über einen längeren Zeitraum haben sich die Preise für leichtes Heizöl und Erdgas fast verdoppelt, während Strom mit einem Preisanstieg von etwa 27 Prozent vergleichsweise moderat zulegte.

Zur Abfederung der Energiekrise gab es seit 2020 Härtefallhilfen für Heizöl und Pellets sowie bis April 2024 Preisbremsen für Gas. Diese Unterstützungen sind aktuell ausgelaufen. Stattdessen fördert die Bundesregierung den Umstieg von Ölheizungen auf klimafreundlichere Heizsysteme mit Zuschüssen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Wenn Du Deine Heizkosten senken oder auf nachhaltige Energiequellen umsteigen möchtest, lohnt es sich, die aktuellen Förderprogramme zu prüfen und auf energieeffiziente Lösungen zu setzen.

Serielle Sanierung in Köln zeigt nachhaltige Wohninnovationen und beschleunigt Wohnraumschaffung

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In Köln wird serielle Sanierung erfolgreich als innovative Methode genutzt, um nachhaltigen und bezahlbaren Wohnraum schnell zu schaffen. Rund 100 Interessierte informierten sich bei einer Baustellen-Tour zum Trend der seriellen Sanierung über Projekte, die ökologische, ökonomische und soziale Herausforderungen der Wohnraumentwicklung zusammenbringen.

Das erste Pilotprojekt in Köln-Zollstock beeindruckte mit dem Effizienzhausstandard 40 EE und Passivhaus-Plus-Zertifikat. Gefertigte Holzrahmen-Fassadelemente mit Zellulosedämmung sorgen für effiziente Isolation, während die Nachrüstung mit Photovoltaik, Wärmepumpen und Mieterstromkonzepten den Energiebedarf senkt. Die serielle Sanierung erweist sich dabei als wirtschaftlich attraktiver als konventionelle Sanierungen – dank höherer staatlicher Förderungen und reduzierten Baukosten. So kann ein dreifach größeres Folgeprojekt in nur fünf Monaten statt 13 Monaten realisiert werden.

In Köln-Nippes wird mit serieller Sanierung und Umnutzung eines ehemaligen Bürogebäudes dringend benötigter Wohnraum für 137 Studierende geschaffen. Die Umwandlung spart Ressourcen und graue Energie, da Tragkonstruktionen erhalten bleiben. Vorgefertigte Fassadenelemente ermöglichen eine schnelle Montage selbst in engen Innenstadtlagen. Dies ist besonders wichtig angesichts der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt und der hohen Mietpreise in Universitätsstädten.

Vonovia als einer der Pioniere der seriellen Sanierung arbeitet zudem an kostensenkenden Innovationen wie der „All-in-one-Fassade“, die Dämmung, Fenster und Gebäudetechnik kombiniert und so Baukosten deutlich reduziert. Eine nachhaltige Neuerung bietet die integrierte Fensterheizung, die herkömmliche Heizsysteme ersetzen kann. Diese Technik sorgt mit hoher Effizienz für Wärme und ermöglicht durch geringere Investitionskosten günstigere Mietpreise. Allerdings hemmt aktuelle Gesetzgebung den breiten Einsatz dieser Innovation, da elektrische Heizsysteme außer Wärmepumpen nicht als Standard anerkannt werden.

Die serielle Sanierung in Köln beweist, dass zukunftsfähige, schnelle und sozialverträgliche Sanierungen möglich sind – eine wichtige Voraussetzung für den Klimaschutz und die Verbesserung der Wohnraumsituation in deutschen Städten. Die Politik fördert deshalb auch die Umwandlung von Gewerbeflächen in Wohnraum durch zinsverbilligte Darlehen, um neue Impulse für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu setzen.

Wie Du staatliche Zuschüsse für Heizungstausch, Dämmung und Komplettsanierung richtig beantragst

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Die energetische Sanierung Deines Hauses bringt nicht nur einen höheren Wohnkomfort, sondern spart langfristig auch Kosten. Staatliche Förderungen unterstützen Dich dabei, die nötigen Investitionen zu stemmen. Doch die Vielzahl an Zuschüssen und Bedingungen kann den Überblick erschweren. Das Informationsprogramm Zukunft Altbau fasst die wichtigsten Fördermöglichkeiten der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für Dich übersichtlich zusammen.

Wenn Du Deine Heizung auf erneuerbare Energien umstellst, kannst Du eine Förderung von 30 bis 70 Prozent der Investitionskosten erhalten, maximal 21.000 Euro für Einfamilienhäuser mit eigener Nutzung. Für emissionsarme Holzheizungen gibt es zusätzlich einen Bonus von 2.500 Euro. Bei Mehrparteienhäusern wird die Förderung pro Wohneinheit gestaffelt.

Wichtig bei der Antragstellung: Du musst bereits einen Vertrag mit dem Installateur oder Lieferanten abgeschlossen haben, der sich bei Ablehnung der Förderung auflösen kann. Die KfW fördert speziell den Heizungstausch.

Für weitere Effizienzmaßnahmen wie Dämmungen oder Lüftungsanlagen kannst Du bis zu 20 Prozent Zuschuss erhalten. Voraussetzung für den vollen Fördersatz ist ein individueller Sanierungsfahrplan. Die förderfähigen Kosten sind hier auf bis zu 60.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt – ohne Sanierungsfahrplan auf 30.000 Euro.

Kombinierst Du Heizungstausch und Effizienzmaßnahmen, kannst Du die maximal förderfähigen Ausgaben von bis zu 90.000 Euro nutzen. Dabei ist der Heizungstausch nur einmalig förderbar, während Effizienzmaßnahmen jährlich neu beantragt werden können.

Planst Du eine Komplettsanierung, kannst Du einen zinsgünstigen KfW-Förderkredit inklusive Tilgungszuschuss von bis zu 45 Prozent auf Kosten bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit erhalten. Die Förderung gilt für Effizienzhaus-Standards wie 85, 70, 55 und 40. Alternativ bietet sich eine steuerliche Begünstigung mit bis zu 20 Prozent Steuervorteil über drei Jahre an.

Unsere Empfehlung: Nutze den vreed Sanierungsplaner um einen Überblick zu bekommen, was genau an deiner Immobilie saniert werden sollte.

So setzt du die energetische Sanierung optimal um – für mehr Komfort und nachhaltige Energieeffizienz in Deinem Zuhause.

Mehr Infos zur Förderung:

Förderungen des BAFA

Förderungen der KfW

Bauzinsen 2025 im Überblick: Was Du jetzt über Baufinanzierung wissen musst

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Die Bauzinsen befinden sich Ende 2025 bei einigen Banken im Aufwärtstrend, was die Planung Deiner Baufinanzierung deutlich beeinflussen kann. Kleine Unterschiede in den Zinssätzen wirken sich stark auf Deine monatliche Rate und die Gesamtkosten aus. Deshalb ist es besonders wichtig, aktuelle Konditionen genau zu vergleichen und auf individuelle Faktoren zu achten.

Die Comdirect hat beispielsweise die Zinsen bei einigen Zinsbindungen leicht angehoben – beim 5-Jahres-Darlehen liegt der effektive Jahreszins jetzt bei 3,41 Prozent. Für den 15-Jahres-Zeitraum bleibt der Zinssatz stabil bei 3,75 Prozent effektiver Jahreszins, was bei einer Finanzierung von 140.000 Euro und 2 Prozent anfänglicher Tilgung monatliche Raten von etwa 612,50 Euro ergibt. Trotzdem bleibt hier ein individueller Vergleich unverzichtbar – da Konditionen stark von Deiner Bonität, der Höhe des Darlehens und dem Eigenkapitalanteil abhängen, kann das beste Angebot für Dich anders aussehen.

Auch weitere Banken und Vermittler bieten unterschiedliche Konditionen: So liegen effektive Jahreszinsen bei zehnjähriger Bindung aktuell zwischen rund 3,39 und 3,76 Prozent. Die genaue Rate hängt vom Finanzierungsvolumen und weiteren Faktoren ab. Ein Vergleich verschiedener Anbieter, inklusive Kreditvermittler wie Dr. Klein oder Interhyp, lohnt sich, um das günstigste Angebot zu ermitteln.

Neben klassischen Bauzinsen kannst Du auch von mehr Förderangeboten profitieren. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat im Dezember 2025 die Zinsen bei einigen Förderprogrammen leicht angehoben, etwa bei Programmen für energetische Sanierungen oder den Kauf von Eigenheimen. Dennoch bleiben diese Prozentwerte oft günstiger als klassische Baufinanzierungskonditionen und können deshalb die Gesamtkosten senken.

Bei Sonderaktionen wie dem Black Friday bieten manche Direktbanken zusätzlich Zinsnachlässe bis zu 0,15 Prozentpunkten an. Solche zeitlich begrenzten Rabatte können Deine Baufinanzierung noch attraktiver machen.

Trotz aller Angebote gilt: Baufinanzierung ist immer eine individuelle Entscheidung. Prüfe immer Deine persönliche Bonität, die Lage und den Wert Deiner Wunschimmobilie sowie mögliche Fördermittel, bevor Du Dich bindest. So findest Du eine Finanzierung, die am besten zu Deiner Lebenssituation und Deinem Budget passt.

KfW fördert wieder innovative Konzepte zur energetischen Stadtsanierung in Stadtquartieren

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Das KfW-Programm „Energetische Stadtsanierung – Zuschuss 432“ wurde nach einem Förderstopp im Jahr 2023 wieder gestartet. Für die Jahre 2025 und 2026 stellt der Bund jeweils 75 Millionen Euro zur Verfügung, um Kommunen und ihre Partner bei der klimagerechten Sanierung von Stadtquartieren zu unterstützen. Ziel ist es, mithilfe innovativer Konzepte die Klimaneutralität in städtischen Bereichen bis 2045 zu erreichen.

Gefördert werden unter anderem Sanierungskonzepte, Dekarbonisierung der Energieversorgung sowie ein Sanierungsmanagement für Quartiere. Bauministerin Verena Hubertz betont, dass hierbei verschiedene effiziente Wege greifen, um den Energieverbrauch zu senken und den Anteil erneuerbarer Energien zu steigern, wie beispielsweise serielles Sanieren oder Nahwärmenetze.

Das Programm legt einen starken Fokus auf die Reduzierung von CO2-Emissionen und integriert dabei auch städtebauliche, denkmalpflegerische, wohnungswirtschaftliche sowie soziale Aspekte. Zusätzlich werden Maßnahmen zur Klimaanpassung, der Ausbau von Stadtgrün und der Einsatz digitaler Technologien einbezogen. Dies unterstützt auch die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung in Deutschland.

Antragsberechtigt sind kommunale Gebietskörperschaften, deren Eigenbetriebe sowie kommunale Zweckverbände, die die Zuschüsse wiederum an private oder gemeinnützige Akteure wie Wohnungsunternehmen oder Eigentümer weiterreichen können. Förderungen betragen bis zu 75 Prozent, in finanziellen Notlagen sogar bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten.

Das Programm startete erstmals 2011 und wurde 2021/22 erweitert, um auch grüne Infrastruktur, Digitalisierung und nachhaltige Mobilität zu fördern. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wurde es zuletzt Ende 2023 gestoppt und ist nun mit neuen Fördermitteln zurück.

Wenn Du also als Kommune, Wohnungsunternehmen oder Eigentümer nachhaltige und umfassende Sanierungsprojekte in Stadtquartieren umsetzen möchtest, bietet das KfW-Programm eine wertvolle finanzielle Unterstützung zur Erreichung der Klimaziele.